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    IG Jazz-Nord    

Nächste Tagung:

 

Am 16./17. November 2024 sind wir zu Gast beim Jazzklub Möwenschrei in Kappeln.

Austausch und Kennenlernen am 16.11 vor/bei der Veranstaltung, Tagung am 17.11

Interessierte Verantwortliche von Vereinen, die noch nicht dabei waren, sind herzlich willkommen

Veranstaltungsort ist die Alte Maschinenhalle, Bahnhofsweg 36a

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Der Ablauf:

Samstag, 16.11
14:00 Treffen am Veranstaltungsort, kleiner Imbiss
17:00 Konzert (bis ca. 19:00)
Kleine Pause
20:00 Jam-Session (bis ca. 22:00)

Sonntag, 17.11
11:00 Tagung im Veranstaltungsraum
13:00 Abschluss

Jazz-News

  • Instant Award: Cafe OTO & KM28
    14. Juni 2024
    Sowohl das Cafe OTO in London als auch das KM28 in Berlin bekommen den „Instant Award In Improvised Music“.
  • Finale: A L‘ARME!
    14. Juni 2024
    Vom 8. bis 10. August findet das seit 2012 bestehende und von Louis Rastig kuratierte Berliner A L'ARME! Festival für Avantgarde- und experimentelle Musik zum letzten Mal statt.
  • Brötzmann: In My Focus
    14. Juni 2024
    Um „Brötzmann: In My Focus" zu finanzieren, hat der Fotograf Žiga Koritnik auf Kickstarter eine Crowdfunding-Kampane gestartet.
  • London: Jazz Festival
    14. Juni 2024
    In diesem Jahr findet das 1992 gegründete London Jazz Festival vom 15. bis 24 November 2024 an verschiedenen Orten in der britischen Hauptstadt statt.
  • Basel: When We See Us
    14. Juni 2024
    „When We See Us“, kuratiert von Koyo Kuoh, Direktorin am Museum Zeitz MOCAA, ist nach der ersten Station in Kapstadt jetzt noch bis zum 27. Oktober im Kunstmuseum Basel zu sehen.
  • Fergus McCreadie – Stream
    13. Juni 2024
    Erneut zeigt sich der junge Schotte Fergus McCreadie als findiger Komponist und hervorragender Klavierkünstler mit seiner dritten Einspielung innerhalb weniger Jahre. Seine modernen Jazzkompositionen sind durchzogen von Elementen schottischer Folklore, etwa in den Melodien, Verzierungen und Rhythmen von Stücken wie „Snowcap“ oder „Stony Gate“. Davon abgesehen fächert McCreadie ein breites, dabei stimmiges Spektrum auf. Es […]
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    13. Juni 2024
    Aus einer fast mythischen dreistündigen Live-Performance von 1998, die damals Brian Eno mit dem einstigen Can-Musiker Holger Czukay und dem Frankfurter Elektroniker Jan Peter Schwalm in der Bonner Kunst- und Ausstellungshalle spielte, wurde dieser wohl kaum noch im Gedächtnis vorhandene Auftritt nun zu einem 60-minütigen Album verdichtet. Eigentlich war das Konzert lediglich für die Eröffnungsparty […]
  • Johannes Bigge Trio – Clay
    13. Juni 2024
    Nach „Pegasus“ (2016) und „Imago“ (2018) ist „Clay“ das dritte Album dieses Pianotrios. Begleitet wird Johannes Bigge, der ehemalige Beirach- und Wollny-Schüler, erneut vom großartigen Moritz Baumgärtner (Schlagzeug), während der Bassist des Trios jetzt Robert Lucaciu heißt. Zur Eröffnung wandert das Titelstück noch gemütlich swingend dahin – aber das erweist sich bald als eine falsche […]
  • Videopremiere – Johannes Brecht Trio – Traces Of Monday
    11. Juni 2024
    Mit unserer heutigen Videopremiere tauchen wir ein die Welt des Johannes Brecht Trios. Ende des Monats werden Sie ihr neues Album „Disparaître“ veröffentlichen, ein Projekt über die Kunst des Verschwindens. Wir zeigen heute die exklusive Videopremiere zu „Call Me Monday“. Vorhang auf!
  • Grizzly Jazz Foundation: Daniel Migliosi
    11. Juni 2024
    Kürzlich hat man mit dem Trompeter Daniel Migliosi den dritten Stipendiaten der Bonner „Grizzly Jazz Foundation“ bekannt gegeben.

Allgemeines zum Thema Jazz

Die Entstehungsgeschichte des Jazz geht bis ins Jahr 1917 zurück. Dieser Musikstil ist dem Blues und der Musik der farbigen Sklavenarbeiter entlehnt. Folgende charakteristische Merkmale zeichnen sich ab:

  1. Die Persönlichkeit des Musikers steht im Vordergrund; der Interpret äußert mittels Stimme oder Instrument das, was er selbst erlebte und erfuhr.
  2. Die Improvisation, entweder frei oder nach musikalischer Vorgabe, und entweder von einem oder mehreren Instrumenten, quasi kollegial, ausgeführt, wird als Ausdrucksmittel verwendet.
  3. Die spontanen, unvermittelten, gefühlsgeladenen Interaktionen sorgen für einen spannenden, abwechlungs- und erlebnisreichen musikalischen Verlauf der Session.
  4. Die faszinierende Einmaligkeit der jeweiligen musikalischen Darbietung ist ein einzigartiges, in dieser speziellen Form nicht wieder zu erlangendes musikalisches Ereignis.
  5. Die Rhythmik ist der zentrale Aspekt, dem eine besondere Ausdruckskraft innewohnt. Der Pulsschlag der ehemals in Gefangenschaft geratenen Sklaven tritt hervor, der nunmehr frei zur Entfaltung gebracht wird.
  6. Der raue Stimmklang der Sänger bzw. der gefühlsgeladene Schrei nach Gerechtigkeit, nach der die Seele lechzt, tritt hervor.
  7. Die Tongebung orientiert sich am offenen Vokal.

Der Jazz eröffnete ganz neue, allumfassende Möglichkeiten, sämtliche Musiksparten betreffend. Die Verschmelzung von afroamerikanischen Elementen der Volksmusik, wie z.B. gefühlsgeladene Rhythmik, freie Improvisation, offene Tongebung (siehe Negro Spiritual, Worksong, Blues) mit europäischen Bestandteilen, wie z.B. Tonsystem, Melodik, Harmonik, Formsatz, Instrumentierung (siehe Tanz- Marsch- Unterhaltungs- und Popularmusik) sind der Grund dafür, dass heutzutage  Musikformen integriert wurden, die nahezu ganz von der traditionellen afroamerikanischen Ursprünglichkeit losgelöst sind. Die Entwicklung des Jazz vollzog sich summa summarum wie folgt: New Orleans Jazz (ab 1905), Dixieland Jazz (ab 1910), Chicago Jazz (ab 1919), Swing (ab 1926), eine der populärsten Stilrichtungen der Jazzgeschichte, nebenbei bemerkt, sowie Bebop (ab 1940), Latin Jazz (ab 1947), Cool Jazz (ab 1948), Hard Bop (ab 1955), Free Jazz (ab 1958), Jazz Fusion (ab 1968) und viele weitere, die ihre Weiterführung im zeitgenössischen Stil fanden.