Aktuelles:

 

    IG Jazz-Nord    

Nächste Tagung:

 7./ 8.November 2025 in Pinneberg

 

Jazz-News

  • Videopremiere – Souad Massi – Samt
    05. Dezember 2025
    Das neue Album „Zagate“ von Souad Massi erscheint zwar erst im März des kommenden Jahres, wir haben aber heute schon in einer exklusiven Videopremiere die erste Single „Samt“ für euch. Vorhang auf.
  • Videopremiere – Yosef Gutman Levitt – Tzei Lach
    05. Dezember 2025
    „Tzei Lach“ (Geh hinaus) ist die zweite Auskopplung aus dem kommenden Album „Resisei Lyla“ (Fragmente der Nacht) des in Jerusalem lebenden Bassisten Yosef Gutman Levitt, das am 16. Januar 2026 erscheinen wird. Wir präsentieren euch die heute veröffentlichte Single in einer Videopremiere. Enjoy!
  • Videopremiere – Christian Krischkowsky Quartet – Wintermensch
    05. Dezember 2025
    Bereits letzte Woche erschien das Album „Discovery Of Lightness“ des Christian Krischkowsky Quartets. Der Schlagzeuger hat zum wiederholten Male eine Band um sich geschart, mit der er seine musikalischen Ideen zum Klingen und Schwingen bringt. Bei den Aufnahmen entstand auch das Video zu unserer Premiere „Wintermensch“. Bühne frei.
  • JazzBaltica: Erste Namen 2026
    05. Dezember 2025
    Der Vorverkauf für JazzBaltica 2026 vom 25. bis 28. Juni hat begonnen.
  • Christoph Wagner: Freak-Sounds
    05. Dezember 2025
    Erschienen ist „Freak-Sounds – Musik abseits der Norm“ von Christoph Wagner in der „edition neue zeitschrift für musik“ von Schott Music.
  • 45: Wolke Verlag
    05. Dezember 2025
    Zwei neue Veröffentlichungen im Wolke Verlag entstanden in Zusammenarbeit mit dem slowenischen Fotografen Žiga Koritnik.
  • Rudolstadt: Schwerpunkt Österreich
    05. Dezember 2025
    Das Rudolstadt-Festival startet am 6. Dezember in seinen Vorverkauf für die Ausgabe 2026.
  • Morton Feldman: Crippled Symmetry
    05. Dezember 2025
    Zum 100. Geburtstag von Morton Feldman geht das Ensemble KNM Berlin mit dessen „Crippled Symmetry“ auf Konzerttournee.
  • Louise Knobil – Knobilive In Cully Jazz
    04. Dezember 2025
    An Selbstbewusstsein mangelt es Louise Knobil nicht. Die Titel ihrer Veröffentlichungen basieren wortspielerisch auf ihrem Nachnamen, ihre Songs kreisen in der Regel um sie selbst und ihre Band nennt sie unbescheiden Knodisciples. Doch wer mit Anfang 20 ein derart fesselndes Live-Album einspielt wie die singende Schweizer Bassistin, kann sich diesen Narzissmus leisten. Natürlich kreist auch […]
  • Donny McCaslin – Lullaby For The Lost
    04. Dezember 2025
    Zehn Jahre nach der Zusammenarbeit an dessen letztem Album „Blackstar“ ist David Bowie immer noch unbestreitbarer Fixstern für Donny McCaslin. So gebe es etwa im Titeltrack von „Lullaby Of The Lost“ Spurenelemente aus Bowies „I Can’t Give Everything Away“ zu hören, verrät der US-Tenorsaxofonist. Ansonsten erweist sich die Einspielung unter der Beteiligung von „Blackstar“-Kollaborateuren wie […]

Allgemeines zum Thema Jazz

Die Entstehungsgeschichte des Jazz geht bis ins Jahr 1917 zurück. Dieser Musikstil ist dem Blues und der Musik der farbigen Sklavenarbeiter entlehnt. Folgende charakteristische Merkmale zeichnen sich ab:

  1. Die Persönlichkeit des Musikers steht im Vordergrund; der Interpret äußert mittels Stimme oder Instrument das, was er selbst erlebte und erfuhr.
  2. Die Improvisation, entweder frei oder nach musikalischer Vorgabe, und entweder von einem oder mehreren Instrumenten, quasi kollegial, ausgeführt, wird als Ausdrucksmittel verwendet.
  3. Die spontanen, unvermittelten, gefühlsgeladenen Interaktionen sorgen für einen spannenden, abwechlungs- und erlebnisreichen musikalischen Verlauf der Session.
  4. Die faszinierende Einmaligkeit der jeweiligen musikalischen Darbietung ist ein einzigartiges, in dieser speziellen Form nicht wieder zu erlangendes musikalisches Ereignis.
  5. Die Rhythmik ist der zentrale Aspekt, dem eine besondere Ausdruckskraft innewohnt. Der Pulsschlag der ehemals in Gefangenschaft geratenen Sklaven tritt hervor, der nunmehr frei zur Entfaltung gebracht wird.
  6. Der raue Stimmklang der Sänger bzw. der gefühlsgeladene Schrei nach Gerechtigkeit, nach der die Seele lechzt, tritt hervor.
  7. Die Tongebung orientiert sich am offenen Vokal.

Der Jazz eröffnete ganz neue, allumfassende Möglichkeiten, sämtliche Musiksparten betreffend. Die Verschmelzung von afroamerikanischen Elementen der Volksmusik, wie z.B. gefühlsgeladene Rhythmik, freie Improvisation, offene Tongebung (siehe Negro Spiritual, Worksong, Blues) mit europäischen Bestandteilen, wie z.B. Tonsystem, Melodik, Harmonik, Formsatz, Instrumentierung (siehe Tanz- Marsch- Unterhaltungs- und Popularmusik) sind der Grund dafür, dass heutzutage  Musikformen integriert wurden, die nahezu ganz von der traditionellen afroamerikanischen Ursprünglichkeit losgelöst sind. Die Entwicklung des Jazz vollzog sich summa summarum wie folgt: New Orleans Jazz (ab 1905), Dixieland Jazz (ab 1910), Chicago Jazz (ab 1919), Swing (ab 1926), eine der populärsten Stilrichtungen der Jazzgeschichte, nebenbei bemerkt, sowie Bebop (ab 1940), Latin Jazz (ab 1947), Cool Jazz (ab 1948), Hard Bop (ab 1955), Free Jazz (ab 1958), Jazz Fusion (ab 1968) und viele weitere, die ihre Weiterführung im zeitgenössischen Stil fanden.