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    IG Jazz-Nord    

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 entfällt: Bad Oldesloe, 05./06.09.2026

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Jazz-News

  • Peter Weniger & Hubert Nuss – Colourfish
    20. April 2026
    Hier treffen zwei etablierte deutsche Jazzer aufeinander, die in den vergangenen Jahrzehnten schon oft kooperiert haben. Hubert Nuss wechselt zwischen Tasteninstrumenten wie Klavier und Synthesizer, Peter Weniger zwischen Sopran- und Tenorsaxofon. Zum hauptsächlich aus Originalen bestehenden Repertoire haben beide Stücke beigesteuert, die zwischen modernem Jazz, impressionistischen, kammermusikalischen und elektronischen Elementen zu verorten sind. So gesellt […]
  • Tras – Zcajk
    20. April 2026
    Das Berliner Improv-Duo Tras besteht aus der Schlagzeugerin, Sängerin und Pianistin Teresa Riemann und der Knöpfchendrückerin, Rumschreierin und Klangterror-Kreateurin (Eigenbeschreibung) Asja Skrinik. Beide sind sich hier und da über den Weg gelaufen – so war Riemann Skriniks Nachfolgerin am Mikrofon von BALG – und haben vor zwei Jahren Tras gegründet (der Bandname verbindet ihre Initialen). […]
  • Evi Filippou & Robert Lucaciu – Love At Last Sight
    20. April 2026
    Beim ersten Stück, „Feed The Fire“, denkt man im ersten Moment an Bach, so wie sich Vibrafon und Kontrabass ineinander verschränken. Doch dieser Eindruck verflüchtigt sich sofort, wenn Robert Lucaciu stoisch ein Ostinato zupft, über das Evi Filippou weitausholend auf dem Vibrafon improvisiert – so kann aktueller Jazz aus Europa also auch klingen. Es ist […]
  • Deutscher Jazzpreis: Aki Takase
    17. April 2026
    Die Pianistin Aki Takase wird 2026 mit dem Deutschen Jazzpreis für ihr Lebenswerk ausgezeichnet.
  • RIP: Asha Bhosle
    17. April 2026
    Asha Bhosle ist am 12. April im Alter von 92 Jahren in Mumbai gestorben.
  • Halle: Women in Jazz
    17. April 2026
    Mit einem „Match“ zwischen der Pianistin Johanna Borchert und dem Bassisten Miles Perkin beginnt 21. Ausgabe des Festivals Women in Jazz.
  • RIP: Afrika Bambaataa
    17. April 2026
    Am 9. April starb in Philadelphia Afrika Bambaataa.
  • Ilmenau: Jazztage
    17. April 2026
    In Ilmenau in Thüringen beginnen am 21. April die Jazztage .
  • Marius Neset – Time To Live
    16. April 2026
    Man kann sich Marius Neset kaum anders vorstellen als ständig aktiv, kreativ, explosiv. Er spielt nicht nur das expressivste Saxofon weit und breit, sondern komponiert laufend Musik in beispielloser Komplexität – für Combo, Bigband oder Sinfonieorchester. „Time To Live“ ist diesmal eine Zusammenarbeit mit der 17-köpfigen Bergen Big Band in Norwegen. Die Aufnahmen entstanden im […]
  • Gentiane MG – Can You Hear The Birds?
    16. April 2026
    Im vierten Repertoire ihres Klaviertrios integriert die kanadische Musikerin Gentiane MG dezent abgestufte Kontraste. Ihre Kompositionen fließen teils mehr in harmonisch und rhythmisch freien Formen, begeben sich anderswo unbefangen in den Bereich des modernen Mainstreams. Ihrem über weite Strecken in grazilen melodischen Linien, Verzierungen und einfallsreichen Harmonien gezeichneten Klavierspiel stellt sie in einigen Stücken Rhythmusbetonung, […]

Allgemeines zum Thema Jazz

Die Entstehungsgeschichte des Jazz geht bis ins Jahr 1917 zurück. Dieser Musikstil ist dem Blues und der Musik der farbigen Sklavenarbeiter entlehnt. Folgende charakteristische Merkmale zeichnen sich ab:

  1. Die Persönlichkeit des Musikers steht im Vordergrund; der Interpret äußert mittels Stimme oder Instrument das, was er selbst erlebte und erfuhr.
  2. Die Improvisation, entweder frei oder nach musikalischer Vorgabe, und entweder von einem oder mehreren Instrumenten, quasi kollegial, ausgeführt, wird als Ausdrucksmittel verwendet.
  3. Die spontanen, unvermittelten, gefühlsgeladenen Interaktionen sorgen für einen spannenden, abwechlungs- und erlebnisreichen musikalischen Verlauf der Session.
  4. Die faszinierende Einmaligkeit der jeweiligen musikalischen Darbietung ist ein einzigartiges, in dieser speziellen Form nicht wieder zu erlangendes musikalisches Ereignis.
  5. Die Rhythmik ist der zentrale Aspekt, dem eine besondere Ausdruckskraft innewohnt. Der Pulsschlag der ehemals in Gefangenschaft geratenen Sklaven tritt hervor, der nunmehr frei zur Entfaltung gebracht wird.
  6. Der raue Stimmklang der Sänger bzw. der gefühlsgeladene Schrei nach Gerechtigkeit, nach der die Seele lechzt, tritt hervor.
  7. Die Tongebung orientiert sich am offenen Vokal.

Der Jazz eröffnete ganz neue, allumfassende Möglichkeiten, sämtliche Musiksparten betreffend. Die Verschmelzung von afroamerikanischen Elementen der Volksmusik, wie z.B. gefühlsgeladene Rhythmik, freie Improvisation, offene Tongebung (siehe Negro Spiritual, Worksong, Blues) mit europäischen Bestandteilen, wie z.B. Tonsystem, Melodik, Harmonik, Formsatz, Instrumentierung (siehe Tanz- Marsch- Unterhaltungs- und Popularmusik) sind der Grund dafür, dass heutzutage  Musikformen integriert wurden, die nahezu ganz von der traditionellen afroamerikanischen Ursprünglichkeit losgelöst sind. Die Entwicklung des Jazz vollzog sich summa summarum wie folgt: New Orleans Jazz (ab 1905), Dixieland Jazz (ab 1910), Chicago Jazz (ab 1919), Swing (ab 1926), eine der populärsten Stilrichtungen der Jazzgeschichte, nebenbei bemerkt, sowie Bebop (ab 1940), Latin Jazz (ab 1947), Cool Jazz (ab 1948), Hard Bop (ab 1955), Free Jazz (ab 1958), Jazz Fusion (ab 1968) und viele weitere, die ihre Weiterführung im zeitgenössischen Stil fanden.