Aktuelles:

 

    IG Jazz-Nord    

Nächste Tagung:

 7./ 8.November 2025 in Pinneberg

 

Jazz-News

  • Stuttgart: 36. Theaterhaus Jazztage
    13. März 2026
    Vom 28. März bis 12. April dauern in diesem Jahr die Jazztage im Stuttgarter Theaterhaus.
  • Randy Weston: Unveröffentlichtes zum 100.
    13. März 2026
    Anlässlich des 100. Geburtstages von Randy Weston veröffentlicht das Freiburger Label IN + OUT Records die Box „The Music Of Randy Weston“.
  • Ausstellung: Wolfgang Dauner
    13. März 2026
    „Wolfgang Dauner. Jazz et cetera“ in der Württembergischen Landesbibliothek in Stuttgart würdigt Leben und Werk des Pianisten Wolfgang Dauner.
  • Dresden: Kunstpreis für Matthias Creutziger
    13. März 2026
    Der Dresdner Kunstpreis 2026 geht an den Fotografen Matthias Creutziger.
  • Glynde Place: Love Supreme Festival
    13. März 2026
    Vom 3. bis 5. Juli findet in Glynde Place in der Nähe von Brighton das Love Supreme Festival statt.
  • Jakob Bro / Wadada Leo Smith / Marcus Gilmore – Murasaki
    12. März 2026
    Wann immer Wadada Leo Smith seine Trompete ansetzt, gewinnt man sofort den Eindruck, das Gute im Menschen und auf dieser Welt an sich stößt ins Horn. Im Verein mit Gitarrist Jakob Bro und Drummer Marcus Gilmore bestätigt sich dieses Gefühl. Zunächst überlassen Bro und Smith dem Schlagzeuger den Vortritt, doch dessen Alleingang klingt so gar […]
  • Jonas Sorgenfrei – Cracks In The Silence
    12. März 2026
    Erst 32, Schlagzeuger und schon fünf Alben unter eigenem Namen – da muss aber einer richtig gut sein, damit sich mehr als bloß der erweiterte Freundeskreis für dessen kreatives Schaffen interessiert. Jonas Sorgenfrei hat bestimmt schon viele überflüssige Wortspiele ob seines Namens erdulden müssen, aber gerade bei „Cracks In The Silence“ braucht er wirklich nicht […]
  • Julia Hülsmann Octet – While I Was Away
    12. März 2026
    Was für eine Besetzung: ein Jazzpiano-Trio, ein klassisch anmutendes Streichtrio mit Violine, Cello und Klavier plus drei Vokalist/-innen, deren Timbres grundverschieden sind. Der Albumtitel deutet es in gewisser Weise bereits an, dass Julia Hülsmann einen Strang aufgreift, der lange Zeit liegen geblieben ist. Mit Textvertonungen wurde sie vor rund 25 Jahren international bekannt. Spielte sie […]
  • Berlin: XJAZZ! abgesagt
    10. März 2026
    Die für Mai geplante Ausgabe des XJAZZ! Festivals wird abgesagt, weil die Berliner Kulturverwaltung zugesagte Fördergelder nicht auszahlt.
  • Morgenland Festival: Programm komplett
    10. März 2026
    Das erste Morgenland Festival unter der neuen Leitung von Shabnam Parvaresh findet vom 29. Mai bis 6. Juni in Osnabrück statt.

Allgemeines zum Thema Jazz

Die Entstehungsgeschichte des Jazz geht bis ins Jahr 1917 zurück. Dieser Musikstil ist dem Blues und der Musik der farbigen Sklavenarbeiter entlehnt. Folgende charakteristische Merkmale zeichnen sich ab:

  1. Die Persönlichkeit des Musikers steht im Vordergrund; der Interpret äußert mittels Stimme oder Instrument das, was er selbst erlebte und erfuhr.
  2. Die Improvisation, entweder frei oder nach musikalischer Vorgabe, und entweder von einem oder mehreren Instrumenten, quasi kollegial, ausgeführt, wird als Ausdrucksmittel verwendet.
  3. Die spontanen, unvermittelten, gefühlsgeladenen Interaktionen sorgen für einen spannenden, abwechlungs- und erlebnisreichen musikalischen Verlauf der Session.
  4. Die faszinierende Einmaligkeit der jeweiligen musikalischen Darbietung ist ein einzigartiges, in dieser speziellen Form nicht wieder zu erlangendes musikalisches Ereignis.
  5. Die Rhythmik ist der zentrale Aspekt, dem eine besondere Ausdruckskraft innewohnt. Der Pulsschlag der ehemals in Gefangenschaft geratenen Sklaven tritt hervor, der nunmehr frei zur Entfaltung gebracht wird.
  6. Der raue Stimmklang der Sänger bzw. der gefühlsgeladene Schrei nach Gerechtigkeit, nach der die Seele lechzt, tritt hervor.
  7. Die Tongebung orientiert sich am offenen Vokal.

Der Jazz eröffnete ganz neue, allumfassende Möglichkeiten, sämtliche Musiksparten betreffend. Die Verschmelzung von afroamerikanischen Elementen der Volksmusik, wie z.B. gefühlsgeladene Rhythmik, freie Improvisation, offene Tongebung (siehe Negro Spiritual, Worksong, Blues) mit europäischen Bestandteilen, wie z.B. Tonsystem, Melodik, Harmonik, Formsatz, Instrumentierung (siehe Tanz- Marsch- Unterhaltungs- und Popularmusik) sind der Grund dafür, dass heutzutage  Musikformen integriert wurden, die nahezu ganz von der traditionellen afroamerikanischen Ursprünglichkeit losgelöst sind. Die Entwicklung des Jazz vollzog sich summa summarum wie folgt: New Orleans Jazz (ab 1905), Dixieland Jazz (ab 1910), Chicago Jazz (ab 1919), Swing (ab 1926), eine der populärsten Stilrichtungen der Jazzgeschichte, nebenbei bemerkt, sowie Bebop (ab 1940), Latin Jazz (ab 1947), Cool Jazz (ab 1948), Hard Bop (ab 1955), Free Jazz (ab 1958), Jazz Fusion (ab 1968) und viele weitere, die ihre Weiterführung im zeitgenössischen Stil fanden.