Aktuelles:

 

    IG Jazz-Nord    

Nächste Tagung:

 Bad Oldesloe, 05./06.09.2026

 

Jazz-News

  • 18: Jazzdor Strasbourg-Berlin
    31. März 2026
    Vom 2. bis 5. Juni findet Jazzdor Strasbourg-Berlin statt - unter neuer Leitung und an einem neuen Ort.
  • Bremen: jazzahead!@20
    31. März 2026
    Gleich das Grand Opening zur jazzhead! 2026 am Abend vom 22. April setzt die Pace für die diesjährige Ausgabe der Konzerte dieser Bremer Messe.
  • Bujazzo & BJO: Der Sound von Klassik und Jazz
    31. März 2026
    Ab dem 6. April sind das Bujazz und das BJO mit dem Programm „Der Sound von Klassik und Jazz“ auf Tournee durch Deutschland.
  • Arles: Festival des Suds
    31. März 2026
    Vom 13. bis 19. Juli findet in Arles in der Provence das Festival des Suds statt.
  • Premiere: MUNIQ Jazz Festival
    31. März 2026
    Am 19. und 20. Juni findet zum erstren Mal das MUNIQ Jazz Festival in München statt.
  • Jazz und Anderes im Radio
    30. März 2026
    Features und Konzertmitschnitte aus Jazz, World Music, Neuer Musik u.a.
  • Jazz und Anderes im Fernsehen
    30. März 2026
    Konzerte, Dokumentationen, Porträts und Magazine im TV
  • Dejan Terzić Axiom – Grow
    30. März 2026
    Über zehn Jahre Bandgeschichte, aber dennoch ist „Grow“ erst das dritte Album von Dejan Terzićs Quartett Axiom. Gute Dinge brauchen ihre Zeit. Und dieses Album ist gut. Es wurde teilweise bei einem Konzert im italienischen Udine aufgenommen. Die anderen Stücke entstanden auf derselben Bühne, nur ohne Publikum früher am selben Tag. So kann man bei […]
  • Dr. John – Live At Rockpalast 1999
    30. März 2026
    Rockpalast auf der Loreley war immer schon ein Garant für große TV- und Musikerlebnisse daheim sowie glückliche Gesichter im Publikum vor Ort. Der Auftritt von Dr. John aus dem Jahr 1999 macht da keine Ausnahme: In Quartettbesetzung und ohne Bläser hielt er eine rund 75 Minuten lange „Sprechstunde“ in Sachen Funkyness und Blues ab, die […]
  • Dave Stapleton – Quiet Fire
    30. März 2026
    Der britische Tastenmann und Edition-Records-Gründer Dave Stapleton ist auf seinem neuen Album an Synthesizer und Fender Rhodes zu hören. Über dem soliden rhythmischen Fundament von Bassist Jon Goode und Schlagzeuger Elliot Bennett schichtet er fortwährend dichte atmosphärische Texturen aus repetitiven, ineinandergreifenden Patterns auf. In den angesteuerten Gefilden zwischen modernem Jazz und Electronica hantiert er mit […]

Allgemeines zum Thema Jazz

Die Entstehungsgeschichte des Jazz geht bis ins Jahr 1917 zurück. Dieser Musikstil ist dem Blues und der Musik der farbigen Sklavenarbeiter entlehnt. Folgende charakteristische Merkmale zeichnen sich ab:

  1. Die Persönlichkeit des Musikers steht im Vordergrund; der Interpret äußert mittels Stimme oder Instrument das, was er selbst erlebte und erfuhr.
  2. Die Improvisation, entweder frei oder nach musikalischer Vorgabe, und entweder von einem oder mehreren Instrumenten, quasi kollegial, ausgeführt, wird als Ausdrucksmittel verwendet.
  3. Die spontanen, unvermittelten, gefühlsgeladenen Interaktionen sorgen für einen spannenden, abwechlungs- und erlebnisreichen musikalischen Verlauf der Session.
  4. Die faszinierende Einmaligkeit der jeweiligen musikalischen Darbietung ist ein einzigartiges, in dieser speziellen Form nicht wieder zu erlangendes musikalisches Ereignis.
  5. Die Rhythmik ist der zentrale Aspekt, dem eine besondere Ausdruckskraft innewohnt. Der Pulsschlag der ehemals in Gefangenschaft geratenen Sklaven tritt hervor, der nunmehr frei zur Entfaltung gebracht wird.
  6. Der raue Stimmklang der Sänger bzw. der gefühlsgeladene Schrei nach Gerechtigkeit, nach der die Seele lechzt, tritt hervor.
  7. Die Tongebung orientiert sich am offenen Vokal.

Der Jazz eröffnete ganz neue, allumfassende Möglichkeiten, sämtliche Musiksparten betreffend. Die Verschmelzung von afroamerikanischen Elementen der Volksmusik, wie z.B. gefühlsgeladene Rhythmik, freie Improvisation, offene Tongebung (siehe Negro Spiritual, Worksong, Blues) mit europäischen Bestandteilen, wie z.B. Tonsystem, Melodik, Harmonik, Formsatz, Instrumentierung (siehe Tanz- Marsch- Unterhaltungs- und Popularmusik) sind der Grund dafür, dass heutzutage  Musikformen integriert wurden, die nahezu ganz von der traditionellen afroamerikanischen Ursprünglichkeit losgelöst sind. Die Entwicklung des Jazz vollzog sich summa summarum wie folgt: New Orleans Jazz (ab 1905), Dixieland Jazz (ab 1910), Chicago Jazz (ab 1919), Swing (ab 1926), eine der populärsten Stilrichtungen der Jazzgeschichte, nebenbei bemerkt, sowie Bebop (ab 1940), Latin Jazz (ab 1947), Cool Jazz (ab 1948), Hard Bop (ab 1955), Free Jazz (ab 1958), Jazz Fusion (ab 1968) und viele weitere, die ihre Weiterführung im zeitgenössischen Stil fanden.