Aktuelles:

 

    IG Jazz-Nord    

Nächste Tagung:

 7./ 8.November 2025 in Pinneberg

 

Jazz-News

  • Berlin: XJAZZ! abgesagt
    10. März 2026
    Die für Mai geplante Ausgabe des XJAZZ! Festivals wird abgesagt, weil die Berliner Kulturverwaltung zugesagte Fördergelder nicht auszahlt.
  • Morgenland Festival: Programm komplett
    10. März 2026
    Das erste Morgenland Festival unter der neuen Leitung von Shabnam Parvaresh findet vom 29. Mai bis 6. Juni in Osnabrück statt.
  • 4: fill in – International Jazz Festival Saar
    10. März 2026
    Das fill in – International Jazz Festival Saar findent vom 26. bis 28. Juni in Saarbrücken statt.
  • In Memoriam: Johannes Bauer
    10. März 2026
    Mit einem Konzertabend am 11. April im Kunsthaus Peter Edel in Berlin-Weißensee wird an das künstlerische Schaffen von Johannes Bauer erinnert
  • Dust-to-Digital: Online-Radio
    10. März 2026
    Dust-to-Digital aus dem US-Bundesstaat Georgia hat sein eigenes Online-Radio aufgegleist.
  • Jazz und Anderes im Radio
    09. März 2026
    Features und Konzertmitschnitte aus Jazz, World Music, Neuer Musik u.a.
  • Jazz und Anderes im Fernsehen
    09. März 2026
    Konzerte, Dokumentationen, Porträts und Magazine im TV
  • Georg Vogel – Ogilsd Vobi
    09. März 2026
    Fluchtpunkt und Ornament. Auf seinem neuen Soloalbum „Ogilsd Vobi“, entstanden während einer Kompositionsresidenz in einem schweizerischen Dorf nahe Chur, erforscht …
  • Axel Kühn Trio – Vision And Movement – Live At BIX
    09. März 2026
    „Vision And Movement – Live At BIX“ ist das mittlerweile fünfte Album dieses Jazzpiano-Trios unter der Leitung des bei Tübingen lebenden Kontrabassisten Axel Kühn. Und ja, auch dieser Live-Mitschnitt aus Stuttgarts Vorzeige-Jazzclub besitzt diesen lyrischen Melos, der auch nicht vor Popharmonik zurückschreckt und gerne mal richtig nach vorne zu grooven weiß – was fast zum […]
  • Lothar Kosse – Shekinah
    09. März 2026
    Auf der Produktinfo steht als Genre: Jazz, Fusion, Christian Jazz. Und erkundigt man sich auf Wikipedia über den deutschen Gitarristen Lothar Kosse, erfährt man, dass er vor allem in christlichen Kreisen einen hohen Bekanntheitsgrad hat. Nur konsequent, dass Kosse sein aktuelles Album ins Deutsche übersetzt mit „Herrlichkeit“ betitelt hat. Und man hört auch durchaus einen […]

Allgemeines zum Thema Jazz

Die Entstehungsgeschichte des Jazz geht bis ins Jahr 1917 zurück. Dieser Musikstil ist dem Blues und der Musik der farbigen Sklavenarbeiter entlehnt. Folgende charakteristische Merkmale zeichnen sich ab:

  1. Die Persönlichkeit des Musikers steht im Vordergrund; der Interpret äußert mittels Stimme oder Instrument das, was er selbst erlebte und erfuhr.
  2. Die Improvisation, entweder frei oder nach musikalischer Vorgabe, und entweder von einem oder mehreren Instrumenten, quasi kollegial, ausgeführt, wird als Ausdrucksmittel verwendet.
  3. Die spontanen, unvermittelten, gefühlsgeladenen Interaktionen sorgen für einen spannenden, abwechlungs- und erlebnisreichen musikalischen Verlauf der Session.
  4. Die faszinierende Einmaligkeit der jeweiligen musikalischen Darbietung ist ein einzigartiges, in dieser speziellen Form nicht wieder zu erlangendes musikalisches Ereignis.
  5. Die Rhythmik ist der zentrale Aspekt, dem eine besondere Ausdruckskraft innewohnt. Der Pulsschlag der ehemals in Gefangenschaft geratenen Sklaven tritt hervor, der nunmehr frei zur Entfaltung gebracht wird.
  6. Der raue Stimmklang der Sänger bzw. der gefühlsgeladene Schrei nach Gerechtigkeit, nach der die Seele lechzt, tritt hervor.
  7. Die Tongebung orientiert sich am offenen Vokal.

Der Jazz eröffnete ganz neue, allumfassende Möglichkeiten, sämtliche Musiksparten betreffend. Die Verschmelzung von afroamerikanischen Elementen der Volksmusik, wie z.B. gefühlsgeladene Rhythmik, freie Improvisation, offene Tongebung (siehe Negro Spiritual, Worksong, Blues) mit europäischen Bestandteilen, wie z.B. Tonsystem, Melodik, Harmonik, Formsatz, Instrumentierung (siehe Tanz- Marsch- Unterhaltungs- und Popularmusik) sind der Grund dafür, dass heutzutage  Musikformen integriert wurden, die nahezu ganz von der traditionellen afroamerikanischen Ursprünglichkeit losgelöst sind. Die Entwicklung des Jazz vollzog sich summa summarum wie folgt: New Orleans Jazz (ab 1905), Dixieland Jazz (ab 1910), Chicago Jazz (ab 1919), Swing (ab 1926), eine der populärsten Stilrichtungen der Jazzgeschichte, nebenbei bemerkt, sowie Bebop (ab 1940), Latin Jazz (ab 1947), Cool Jazz (ab 1948), Hard Bop (ab 1955), Free Jazz (ab 1958), Jazz Fusion (ab 1968) und viele weitere, die ihre Weiterführung im zeitgenössischen Stil fanden.