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    IG Jazz-Nord    

Nächste Tagung:

 

In Bad Oldesloe 24./25.September 2027

Jazz-News

  • Kathrin-Preis: Fabian Neubauer
    29. September 2026
    Der Schlagzeuger, Pianist und Klangkünstler Fabian Neubauer bekommt den „Kathrin-Preis / Kathrin Lemke Scholarship for Young Jazz Improvisers 2027“.
  • Berlin I: STOP OVER 5
    29. September 2026
    Mit „STOP OVER 5 – For Young Ears“ geht die Pilotphase zum Aufbau eines House of Jazz Berlin konsequent weiter.
  • Kickstarter: Firefly – The Emily Remler Story
    29. September 2026
    Im September 2027 würde die Gitarristin Emily Remler 70 Jahre alt werden. 1957 in New York geboren, wuchs sie in Englewood auf, wo sie als Zehnjährige mit dem Gitarrenspielen begann. Ihr Weg führte sie vom Berklee College of Music über New Orleans auf die Bühnen von Clubs und Festivals in aller Welt. In den 1970er- […]
  • Berlin II: Jobim 100
    29. September 2026
    Eröffnet werden die Feierlichkeiten zum 100. Geburtstag von Anônio Carlos Jobim am 23. November mit eine besmonderen musikalischen Abend.
  • 47: Stuttgarter Jazztage
    29. September 2026
    Mit der 47. Auflage ihrer Jazztage feiert die IG Jazz Stuttgart ihren 50. Geburtstag.
  • Jazz und Anderes im Radio
    28. September 2026
    Features und Konzertmitschnitte aus Jazz, World Music, Neuer Musik u.a.
  • Jazz und Anderes im Fernsehen
    28. September 2026
    Konzerte, Dokumentationen, Porträts und Magazine im TV
  • Sandro Saéz – Silver Lining
    28. September 2026
    „Silver Lining“, das ist der Silberstreif am Horizont, als Zeichen der Hoffnung. Das Album „Silver Lining“ des Organisten Sandro Saéz, aufgenommen in der Corpus Christi Kirche Berlin 2025, ist ein eindrucksvolles Orgelsolo. Saéz‘ Kompositionen erzählen als biblische Metapher auf den Weltenzustand in einer siebenteiligen Suite (die Zahl Sieben ist in der Bibel das Symbol für […]
  • Matthias Schwengler Soulcrane – Dark
    28. September 2026
    Dunkelheit ist auf „Dark“, dem vierten Album von Matthias Schwenglers Band Soulcrane, kein bedrohlicher Ort, sondern ein geschützter Rückzugsraum. Gemeinsam mit Philipp Brämswig an der Gitarre, Reza Askari am Bass und dem französischen Akkordeonisten Laurent Derache entwirft der Kölner Trompeter eine leise, weich gezeichnete Klangwelt voller Zwielicht und behaglicher Molltöne. Dass die Band ohne Schlagzeug […]
  • Nnenna Freelon – Beneath The Skin
    28. September 2026
    In ihrem im vergangenen Jahr erschienenen Buch „Beneath The Skin Of Sorrow“ verarbeitete Nnenna Freelon den Tod ihres Mannes und ihrer Schwester. Mit dem Album „Beneath The Skin“ verwandelt die Sängerin ihre Trauer nun zu einem bewundernswerten Statement der Resilienz. So erklärt Freelon im angegospelten „Widow Song“ mit bluesgetränkter Weisheit, dass sie nun zwei Liebhaber […]

Allgemeines zum Thema Jazz

Die Entstehungsgeschichte des Jazz geht bis ins Jahr 1917 zurück. Dieser Musikstil ist dem Blues und der Musik der farbigen Sklavenarbeiter entlehnt. Folgende charakteristische Merkmale zeichnen sich ab:

  1. Die Persönlichkeit des Musikers steht im Vordergrund; der Interpret äußert mittels Stimme oder Instrument das, was er selbst erlebte und erfuhr.
  2. Die Improvisation, entweder frei oder nach musikalischer Vorgabe, und entweder von einem oder mehreren Instrumenten, quasi kollegial, ausgeführt, wird als Ausdrucksmittel verwendet.
  3. Die spontanen, unvermittelten, gefühlsgeladenen Interaktionen sorgen für einen spannenden, abwechlungs- und erlebnisreichen musikalischen Verlauf der Session.
  4. Die faszinierende Einmaligkeit der jeweiligen musikalischen Darbietung ist ein einzigartiges, in dieser speziellen Form nicht wieder zu erlangendes musikalisches Ereignis.
  5. Die Rhythmik ist der zentrale Aspekt, dem eine besondere Ausdruckskraft innewohnt. Der Pulsschlag der ehemals in Gefangenschaft geratenen Sklaven tritt hervor, der nunmehr frei zur Entfaltung gebracht wird.
  6. Der raue Stimmklang der Sänger bzw. der gefühlsgeladene Schrei nach Gerechtigkeit, nach der die Seele lechzt, tritt hervor.
  7. Die Tongebung orientiert sich am offenen Vokal.

Der Jazz eröffnete ganz neue, allumfassende Möglichkeiten, sämtliche Musiksparten betreffend. Die Verschmelzung von afroamerikanischen Elementen der Volksmusik, wie z.B. gefühlsgeladene Rhythmik, freie Improvisation, offene Tongebung (siehe Negro Spiritual, Worksong, Blues) mit europäischen Bestandteilen, wie z.B. Tonsystem, Melodik, Harmonik, Formsatz, Instrumentierung (siehe Tanz- Marsch- Unterhaltungs- und Popularmusik) sind der Grund dafür, dass heutzutage  Musikformen integriert wurden, die nahezu ganz von der traditionellen afroamerikanischen Ursprünglichkeit losgelöst sind. Die Entwicklung des Jazz vollzog sich summa summarum wie folgt: New Orleans Jazz (ab 1905), Dixieland Jazz (ab 1910), Chicago Jazz (ab 1919), Swing (ab 1926), eine der populärsten Stilrichtungen der Jazzgeschichte, nebenbei bemerkt, sowie Bebop (ab 1940), Latin Jazz (ab 1947), Cool Jazz (ab 1948), Hard Bop (ab 1955), Free Jazz (ab 1958), Jazz Fusion (ab 1968) und viele weitere, die ihre Weiterführung im zeitgenössischen Stil fanden.