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In Bad Oldesloe 24./25.September 2027

Jazz-News

  • Bayerischer Kunstpreis: Michael Wollny
    23. Oktober 2026
    Der Pianist und Komponist Michael Wollny erhält den mit 10.000 Euro dotierten Bayerischen Kunstpreis in der Sparte „Kreatives Schaffen“.
  • Cory Wong: Fretboard Odyssey
    23. Oktober 2026
    Wir verlosen je 1x2 Tickets für die Deutschlandkonzerte von Cory Wong in München und Hamburg.
  • Berlin: PANDAwomen Festival
    23. Oktober 2026
    Am 4. November beginnt in Berlin die neunte Ausgabe des PANDAwomen Festivals.
  • London: Darbar Festival
    23. Oktober 2026
    Iim Londoner Barbican Centre findet vom 28. Oktober bis 1. November das Darbar Festival statt.
  • Cartagena: 45. Jazz Festival
    23. Oktober 2026
    Im spanischen Cartagena in der Provinz Murcia beginnt am 28. Oktober das 45. Cartagena Jazz Festival.
  • Terri Lyne Carrington Social Science – Trip The Night Fantastic
    22. Oktober 2026
    In ihrem neuen Album „Trip The Night Fantastic“ verhandelt die Schlagzeugerin Terri Lyne Carrington die großen Themen der Zeit. In ihren musikalischen Erzählungen geht es um derzeitige gesellschaftliche Abgründe – und den Weg hinaus. Wie in „Riddim Song“ über schwarzen Feminismus innerhalb der afrikanischen Diaspora. Oder „Identity Song“ über Geschlechteridentität, queeres Selbstverständnis und Unterstützung sexueller […]
  • Ahmad Jamal – At The Jazz Showcase: Live In Chicago
    22. Oktober 2026
    Wer 50 Jahre danach ein Gefühl dafür bekommen möchte, warum Ahmad Jamal Bewunderer wie Kritiker gleichermaßen auf den Plan rief, der kommt an dieser wiederentdeckten Live-Aufnahme nicht vorbei. Die einen nannten ihn einen der größten Pianisten des Planeten, Miles Davis schrieb gar, Jamals Konzept von Raum, Leichtigkeit und Zurückhaltung habe ihn „umgehauen“. Andere lästern bis […]
  • Philipp Rüttgers Trio – Re: Satie
    22. Oktober 2026
    Erik Satie verglich seine Musik einmal mit Möbelstücken: Sie soll einfach nur da sein, den Raum dekorieren, unaufdringlich für Wohlbefinden sorgen. Als Inspiration für ein dynamisches Jazzalbum scheint sich diese Musik daher nicht gerade aufzudrängen. Doch der Pianist Philipp Rüttgers und sein Amsterdamer Trio wissen mit Satie erstaunlich viel anzufangen. Das Statische, Allmähliche und Balladenhafte […]
  • RIP: Dieter Glawischnig
    20. Oktober 2026
    In Graz ist am 1. Oktober Dieter Glawischnig im Alter von 88 Jahren gestorben.
  • Jazzstipendium Frankfurt: Finn Heine
    20. Oktober 2026
    Der Gitarrist Finn Heine bekommt das mit 10.000 Euro dotierte Jazzstipendium Frankfurt.

Allgemeines zum Thema Jazz

Die Entstehungsgeschichte des Jazz geht bis ins Jahr 1917 zurück. Dieser Musikstil ist dem Blues und der Musik der farbigen Sklavenarbeiter entlehnt. Folgende charakteristische Merkmale zeichnen sich ab:

  1. Die Persönlichkeit des Musikers steht im Vordergrund; der Interpret äußert mittels Stimme oder Instrument das, was er selbst erlebte und erfuhr.
  2. Die Improvisation, entweder frei oder nach musikalischer Vorgabe, und entweder von einem oder mehreren Instrumenten, quasi kollegial, ausgeführt, wird als Ausdrucksmittel verwendet.
  3. Die spontanen, unvermittelten, gefühlsgeladenen Interaktionen sorgen für einen spannenden, abwechlungs- und erlebnisreichen musikalischen Verlauf der Session.
  4. Die faszinierende Einmaligkeit der jeweiligen musikalischen Darbietung ist ein einzigartiges, in dieser speziellen Form nicht wieder zu erlangendes musikalisches Ereignis.
  5. Die Rhythmik ist der zentrale Aspekt, dem eine besondere Ausdruckskraft innewohnt. Der Pulsschlag der ehemals in Gefangenschaft geratenen Sklaven tritt hervor, der nunmehr frei zur Entfaltung gebracht wird.
  6. Der raue Stimmklang der Sänger bzw. der gefühlsgeladene Schrei nach Gerechtigkeit, nach der die Seele lechzt, tritt hervor.
  7. Die Tongebung orientiert sich am offenen Vokal.

Der Jazz eröffnete ganz neue, allumfassende Möglichkeiten, sämtliche Musiksparten betreffend. Die Verschmelzung von afroamerikanischen Elementen der Volksmusik, wie z.B. gefühlsgeladene Rhythmik, freie Improvisation, offene Tongebung (siehe Negro Spiritual, Worksong, Blues) mit europäischen Bestandteilen, wie z.B. Tonsystem, Melodik, Harmonik, Formsatz, Instrumentierung (siehe Tanz- Marsch- Unterhaltungs- und Popularmusik) sind der Grund dafür, dass heutzutage  Musikformen integriert wurden, die nahezu ganz von der traditionellen afroamerikanischen Ursprünglichkeit losgelöst sind. Die Entwicklung des Jazz vollzog sich summa summarum wie folgt: New Orleans Jazz (ab 1905), Dixieland Jazz (ab 1910), Chicago Jazz (ab 1919), Swing (ab 1926), eine der populärsten Stilrichtungen der Jazzgeschichte, nebenbei bemerkt, sowie Bebop (ab 1940), Latin Jazz (ab 1947), Cool Jazz (ab 1948), Hard Bop (ab 1955), Free Jazz (ab 1958), Jazz Fusion (ab 1968) und viele weitere, die ihre Weiterführung im zeitgenössischen Stil fanden.