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    IG Jazz-Nord    

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In Neumünster, 25.September 2026, anlässlich der Verleihung des JazzFördererPreises durch das Kulturforum Schleswig-Holstein e.V.

Jazz-News

  • Ida Sand – I Will Be Right There
    09. Juli 2026
    Ein wenig fühlt man sich an den alten James Taylor erinnert mit seinem „You‘ve Go A Friend“, weniger von der Musik an sich, als vom Bedürfnis nach Verbindlichkeit im Musikalischen oder auch Persönlichen. Ida Sand singt das Stück „I Will Be Right There“ gleich zwei Mal auf der gleichnamigen EP, mit Band und im Singer/Songwriterin-Modus […]
  • Linus Rebmann Trio – Listen To The River
    09. Juli 2026
    Wer ist Linus Rebmann? Die zehn Eigenkompositionen des Pianisten verraten trotz markanter Titel wie „Kafkaesque“ oder „Scotty’s Case“ beim Hören noch wenig über die Persönlichkeit Rebmanns. Sein Debüt bestreitet er mit Bassist Gabriel Widmaier und Schlagzeuger Johnny Walker, sie trafen sich im Landesjugendjazzorchester Baden-Württemberg. Und ob Up-Tempo in „Grow Up“ oder die namensgebende Ballade „Listen […]
  • Julius Windisch – Immerweiter – Live At Morphine Raum
    09. Juli 2026
    Der Berliner Komponist, Pianist und Keyboarder Julius Windisch liebt es, das Niemandsland zwischen Vertrautem und Unbekanntem auszuschreiten. Im Quartett mit Trompeter Pascal Klewer, Bassistin Sofia Eftychidou und Schlagzeuger Marius Wankel orientiert er sich auf seinem 2024 aufgenommenen Live-Album, das wie eine vollendete Studioproduktion klingt, vor allem an elektronischer Musik vor der Jahrtausendwende, die er im […]
  • Videopremiere – NORLYZ – Nordfar
    07. Juli 2026
    NORLYZ, ein Projekt um Schlagzeuger und Pianist Paul David Heckhausen zwischen Jazz, elektronischer Musik und Global Pop. Wir präsentieren exklusiv die Videopremiere zur Single „Nordfar“ mit einem Livemitschnitt aus dem Festspielhaus Baden-Baden. Vorhang auf und Bühne frei! NORLYZ auf Tour 2026 26.09.2026 Viersen, Jazzfestival 10.10.2026 Weimar, Zwiebelmarkt 05.11.2026 Hannover, Feinkost Lampe 06.11.2026 Berlin, Gretchen 12.11.2026 […]
  • Jazzfest Berlin: Erste Namen
    07. Juli 2026
    Dieses Jahr findet zum 63. Mal das Jazzfest Berlin vom 29. Oktober bis 1. November statt.
  • Premiere: Brooklyn Jazz Festival
    07. Juli 2026
    Am 8. August findet im LeFrak Center at Lakeside am Prospect Park im New Yorker Stadtteil Brooklyn das erste Brooklyn Jazz Festival statt.
  • Lila Downs: Grammy fürs Lebenswerk
    07. Juli 2026
    Die mexikanische Singer/Songwriterin Lila Downs erhält einen Grammy für ihr Lebenswerk.
  • Berlin: 1. JIB Festival
    07. Juli 2026
    Vom 14. bis 16. Juli lädt das Jazz Institut Berlin erstmals zum JIB Festival in die Universität der Künste Berlin ein.
  • NRW: Spielstättenprämie
    07. Juli 2026
    Anträge für die Spielstättenprogrammprämie NRW können bis zum 15. Oktober beim Landesmusikrat NRW per Mail eingereicht werden.
  • Jazz und Anderes im Radio
    06. Juli 2026
    Features und Konzertmitschnitte aus Jazz, World Music, Neuer Musik u.a.

Allgemeines zum Thema Jazz

Die Entstehungsgeschichte des Jazz geht bis ins Jahr 1917 zurück. Dieser Musikstil ist dem Blues und der Musik der farbigen Sklavenarbeiter entlehnt. Folgende charakteristische Merkmale zeichnen sich ab:

  1. Die Persönlichkeit des Musikers steht im Vordergrund; der Interpret äußert mittels Stimme oder Instrument das, was er selbst erlebte und erfuhr.
  2. Die Improvisation, entweder frei oder nach musikalischer Vorgabe, und entweder von einem oder mehreren Instrumenten, quasi kollegial, ausgeführt, wird als Ausdrucksmittel verwendet.
  3. Die spontanen, unvermittelten, gefühlsgeladenen Interaktionen sorgen für einen spannenden, abwechlungs- und erlebnisreichen musikalischen Verlauf der Session.
  4. Die faszinierende Einmaligkeit der jeweiligen musikalischen Darbietung ist ein einzigartiges, in dieser speziellen Form nicht wieder zu erlangendes musikalisches Ereignis.
  5. Die Rhythmik ist der zentrale Aspekt, dem eine besondere Ausdruckskraft innewohnt. Der Pulsschlag der ehemals in Gefangenschaft geratenen Sklaven tritt hervor, der nunmehr frei zur Entfaltung gebracht wird.
  6. Der raue Stimmklang der Sänger bzw. der gefühlsgeladene Schrei nach Gerechtigkeit, nach der die Seele lechzt, tritt hervor.
  7. Die Tongebung orientiert sich am offenen Vokal.

Der Jazz eröffnete ganz neue, allumfassende Möglichkeiten, sämtliche Musiksparten betreffend. Die Verschmelzung von afroamerikanischen Elementen der Volksmusik, wie z.B. gefühlsgeladene Rhythmik, freie Improvisation, offene Tongebung (siehe Negro Spiritual, Worksong, Blues) mit europäischen Bestandteilen, wie z.B. Tonsystem, Melodik, Harmonik, Formsatz, Instrumentierung (siehe Tanz- Marsch- Unterhaltungs- und Popularmusik) sind der Grund dafür, dass heutzutage  Musikformen integriert wurden, die nahezu ganz von der traditionellen afroamerikanischen Ursprünglichkeit losgelöst sind. Die Entwicklung des Jazz vollzog sich summa summarum wie folgt: New Orleans Jazz (ab 1905), Dixieland Jazz (ab 1910), Chicago Jazz (ab 1919), Swing (ab 1926), eine der populärsten Stilrichtungen der Jazzgeschichte, nebenbei bemerkt, sowie Bebop (ab 1940), Latin Jazz (ab 1947), Cool Jazz (ab 1948), Hard Bop (ab 1955), Free Jazz (ab 1958), Jazz Fusion (ab 1968) und viele weitere, die ihre Weiterführung im zeitgenössischen Stil fanden.