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In Neumünster, 25.September 2026, anlässlich der Verleihung des JazzFördererPreises durch das Kulturforum Schleswig-Holstein e.V.

Jazz-News

  • Ben Wendel – BaRcoDe
    16. Juli 2026
    Für die Vibrafonist/-innen wird es auch ein Spaß gewesen sein. Denn der New Yorker Saxofonist Ben Wendel hat vier wichtige zeitgenössische Persönlichkeiten des Instruments – Joel Ross, Simon Moulier, Patricia Brennan und Juan Diego Villalobos – für sein Album zusammengebracht und mal einzeln, stellenweise auch kombiniert spielen lassen. „BaRcoDe“ ist damit ein Experiment, das versucht, […]
  • hilde – Timbre
    16. Juli 2026
    Selten wurde ein Plattentitel präziser gewählt als auf dem dritten Album des Quartetts hilde mit Violinistin Julia Brüssel, Sängerin Marie Daniels, Posaunistin Maria Trautmann und Cellistin Emily Wittbrodt. Das ganze Album scheint aus der inspiriertesten Form von Timbre ersonnen. Wobei Timbre in diesem Fall nicht bedeutet, dass es hier nur um Beiwerk ginge. Im Gegenteil, […]
  • Bruce Hornsby – Indigo Park
    16. Juli 2026
    Mann, der traut sich was. Eigentlich hat es Altmeister Bruce Hornsby nicht mehr nötig, sich allzu weit aus dem Fenster zu lehnen. Umso sympathischer, dass er es trotzdem tut. Mit Gitarrist Blake Mills, Bassist Pino Palladino und Drummer Chris Dave mäandert er zwischen den Extremen. Da gibt es Songperlen in der amerikanischen Songwritertradition von Randy […]
  • 28: Enjoy Jazz 2026
    14. Juli 2026
    Enjoy Jazz findet vom 2. Oktober bis 7. November in Rhein-Neckar unter dem Motto „Beauty“ statt.
  • Nürnberg: NUEJAZZ 2026
    14. Juli 2026
    2026 findet NUEJAZZ vom 23. Oktober bis 15. November in Nürnberg statt.
  • Neues Buch: Music Refuge
    14. Juli 2026
    Ailbhe Kenny hat mit „Music Refuge – Living Asylum Through Music“ ein Buch über die Rolle von Musik unter Zwangsmigranten geschrieben.
  • 5: New Colours Festival
    14. Juli 2026
    Das New Colours Festival findet dieses Jahr vom 24. bis 27. September in Gelsenkirchen statt.
  • Premiere: NODE Jazzfest
    14. Juli 2026
    Das erste NODE Jazzfest findet am 18. und 19. September im Wichernsaal Schwerin statt.
  • Jazz und Anderes im Radio
    13. Juli 2026
    Features und Konzertmitschnitte aus Jazz, World Music, Neuer Musik u.a.
  • Jazz und Anderes im Fernsehen
    13. Juli 2026
    Konzerte, Dokumentationen, Porträts und Magazine im TV

Allgemeines zum Thema Jazz

Die Entstehungsgeschichte des Jazz geht bis ins Jahr 1917 zurück. Dieser Musikstil ist dem Blues und der Musik der farbigen Sklavenarbeiter entlehnt. Folgende charakteristische Merkmale zeichnen sich ab:

  1. Die Persönlichkeit des Musikers steht im Vordergrund; der Interpret äußert mittels Stimme oder Instrument das, was er selbst erlebte und erfuhr.
  2. Die Improvisation, entweder frei oder nach musikalischer Vorgabe, und entweder von einem oder mehreren Instrumenten, quasi kollegial, ausgeführt, wird als Ausdrucksmittel verwendet.
  3. Die spontanen, unvermittelten, gefühlsgeladenen Interaktionen sorgen für einen spannenden, abwechlungs- und erlebnisreichen musikalischen Verlauf der Session.
  4. Die faszinierende Einmaligkeit der jeweiligen musikalischen Darbietung ist ein einzigartiges, in dieser speziellen Form nicht wieder zu erlangendes musikalisches Ereignis.
  5. Die Rhythmik ist der zentrale Aspekt, dem eine besondere Ausdruckskraft innewohnt. Der Pulsschlag der ehemals in Gefangenschaft geratenen Sklaven tritt hervor, der nunmehr frei zur Entfaltung gebracht wird.
  6. Der raue Stimmklang der Sänger bzw. der gefühlsgeladene Schrei nach Gerechtigkeit, nach der die Seele lechzt, tritt hervor.
  7. Die Tongebung orientiert sich am offenen Vokal.

Der Jazz eröffnete ganz neue, allumfassende Möglichkeiten, sämtliche Musiksparten betreffend. Die Verschmelzung von afroamerikanischen Elementen der Volksmusik, wie z.B. gefühlsgeladene Rhythmik, freie Improvisation, offene Tongebung (siehe Negro Spiritual, Worksong, Blues) mit europäischen Bestandteilen, wie z.B. Tonsystem, Melodik, Harmonik, Formsatz, Instrumentierung (siehe Tanz- Marsch- Unterhaltungs- und Popularmusik) sind der Grund dafür, dass heutzutage  Musikformen integriert wurden, die nahezu ganz von der traditionellen afroamerikanischen Ursprünglichkeit losgelöst sind. Die Entwicklung des Jazz vollzog sich summa summarum wie folgt: New Orleans Jazz (ab 1905), Dixieland Jazz (ab 1910), Chicago Jazz (ab 1919), Swing (ab 1926), eine der populärsten Stilrichtungen der Jazzgeschichte, nebenbei bemerkt, sowie Bebop (ab 1940), Latin Jazz (ab 1947), Cool Jazz (ab 1948), Hard Bop (ab 1955), Free Jazz (ab 1958), Jazz Fusion (ab 1968) und viele weitere, die ihre Weiterführung im zeitgenössischen Stil fanden.