Aktuelles:

 

    IG Jazz-Nord    

Nächste Tagung:

 

In Bad Oldesloe 24./25.September 2027

Jazz-News

  • Lissabon: Festa do Jazz@24
    03. November 2026
    Vom 4. bis 8. November findet in Lissabon die 24. Ausgabe der Festa do Jazz statt.
  • RIP: Miriam Klein
    03. November 2026
    Die Schweizer Jazzsängerin Miriam Klein ist am 2. Oktober im Alter von 89 Jahren in ihrer Heimatstadt Basel gestorben.
  • Berlin: 20 Jahre F-Cat
    03. November 2026
    Die Berliner Konzert- und Tourneeagentur F-Cat feiert ihr 20-jähriges Bestehen am 14. November mit einem Festival im Festsaal Kreuzberg.
  • Waldshut: Jazz über den Dächern
    03. November 2026
    „Jazz über den Dächern“ heißt es in Waldshut-Tiengen ab dem 7. November zum zweiten Mal.
  • Darmstädter Jazzforum: Call for Papers
    03. November 2026
    Das Jazzinstitut Darmstadt hat einen Call for Papers für das 20. Darmstädter Jazzforum im kommenden Jahr veröffentlicht.
  • Jazz und Anderes im Radio
    02. November 2026
    Features und Konzertmitschnitte aus Jazz, World Music, Neuer Musik u.a.
  • Jazz und Anderes im Fernsehen
    02. November 2026
    Konzerte, Dokumentationen, Porträts und Magazine im TV
  • Maik Krahl – Rain, Flowers And New Beginnings
    02. November 2026
    Das blumige Albumcover verspricht nicht zu viel: Auf seiner inzwischen fünften Einspielung unter eigenem Namen präsentiert der Trompeter Maik Krahl einen großen Strauß an verschiedenfarbigen Stilistiken. Das reicht von folkloristisch anmutenden Themen über lässig souljazzig Groovendes à la Roy Hargrove bis hin zu sensiblen Verschränkungen von Stimme (Tamara Lukasheva) und Horn, die stellenweise Erinnerungen an […]
  • Art Blakey’s Jazz Messengers – Blue Moon Over Paris
    02. November 2026
    Zweimal Jazz Messengers in Paris aus den Archiven: 1963 im Olympia und 1968 in der Salle Pleyel. Schon die Unterschiede in den Bands sind spannend. Cedar Walton 1963, lässig entspannter Hardbop-Pianist alter Schule, die Bläser Wayne Shorter, Freddie Hubbard, Curtis Fuller manchmal ungestüm in den Improvisationen gegen das Sextett-Format rebellierend. Ronnie Matthews 1968, viel hektischer […]
  • Wobble8 – The Moon Is Not There When Nobody Looks
    02. November 2026
    Lang ist’s her, dass die Downtown-Avantgarde-Jazz-Szene in New York regelmäßig Alben produzierte, die mit sämtlichen Konventionen brachen, oft hart an den Grenzen des guten Geschmacks entlangschlidderten, laut, schrill und unbekümmert waren. Kein Grund, traurig zu sein, denn es gibt ja WOBBLE8 mit einer herrlichen Krachmacher-Bande aus Berlin und Leipzig. Drummer Valentin Schuster, Bariton-Saxofonistin Sofia Salvo, […]

Allgemeines zum Thema Jazz

Die Entstehungsgeschichte des Jazz geht bis ins Jahr 1917 zurück. Dieser Musikstil ist dem Blues und der Musik der farbigen Sklavenarbeiter entlehnt. Folgende charakteristische Merkmale zeichnen sich ab:

  1. Die Persönlichkeit des Musikers steht im Vordergrund; der Interpret äußert mittels Stimme oder Instrument das, was er selbst erlebte und erfuhr.
  2. Die Improvisation, entweder frei oder nach musikalischer Vorgabe, und entweder von einem oder mehreren Instrumenten, quasi kollegial, ausgeführt, wird als Ausdrucksmittel verwendet.
  3. Die spontanen, unvermittelten, gefühlsgeladenen Interaktionen sorgen für einen spannenden, abwechlungs- und erlebnisreichen musikalischen Verlauf der Session.
  4. Die faszinierende Einmaligkeit der jeweiligen musikalischen Darbietung ist ein einzigartiges, in dieser speziellen Form nicht wieder zu erlangendes musikalisches Ereignis.
  5. Die Rhythmik ist der zentrale Aspekt, dem eine besondere Ausdruckskraft innewohnt. Der Pulsschlag der ehemals in Gefangenschaft geratenen Sklaven tritt hervor, der nunmehr frei zur Entfaltung gebracht wird.
  6. Der raue Stimmklang der Sänger bzw. der gefühlsgeladene Schrei nach Gerechtigkeit, nach der die Seele lechzt, tritt hervor.
  7. Die Tongebung orientiert sich am offenen Vokal.

Der Jazz eröffnete ganz neue, allumfassende Möglichkeiten, sämtliche Musiksparten betreffend. Die Verschmelzung von afroamerikanischen Elementen der Volksmusik, wie z.B. gefühlsgeladene Rhythmik, freie Improvisation, offene Tongebung (siehe Negro Spiritual, Worksong, Blues) mit europäischen Bestandteilen, wie z.B. Tonsystem, Melodik, Harmonik, Formsatz, Instrumentierung (siehe Tanz- Marsch- Unterhaltungs- und Popularmusik) sind der Grund dafür, dass heutzutage  Musikformen integriert wurden, die nahezu ganz von der traditionellen afroamerikanischen Ursprünglichkeit losgelöst sind. Die Entwicklung des Jazz vollzog sich summa summarum wie folgt: New Orleans Jazz (ab 1905), Dixieland Jazz (ab 1910), Chicago Jazz (ab 1919), Swing (ab 1926), eine der populärsten Stilrichtungen der Jazzgeschichte, nebenbei bemerkt, sowie Bebop (ab 1940), Latin Jazz (ab 1947), Cool Jazz (ab 1948), Hard Bop (ab 1955), Free Jazz (ab 1958), Jazz Fusion (ab 1968) und viele weitere, die ihre Weiterführung im zeitgenössischen Stil fanden.