Aktuelles:

 

    IG Jazz-Nord    

Nächste Tagung:

 Bad Oldesloe, 05./06.09.2026

 

Jazz-News

  • Jazzpreis Brandenburg: Andreas Willers
    10. April 2026
    Der jährlich von der Jazzwerkstatt Peitz verliehene und mit 3.000 Euro dotierte Jazzpreis Brandenburg geht 2026 an Andreas Willers.
  • Rostock: See More Jazz
    10. April 2026
    Zum 19. Mal findet von 14. bis 16. August in Rostock das See More Jazz Festival statt.
  • Duisburg: Eigenzeit – Musik von Jetzt
    10. April 2026
    Zum sechsten Mal veranstalten die Duisburger Philharmoniker das Festival Eigenzeit – Musik von Jetzt.
  • Hof: Jazz Nights 2026
    10. April 2026
    Im bayerischen Hof beginnen am 16. April die Jazz Nights.
  • Bill Laswell: Crowdfunding
    10. April 2026
    Das Orange Music Collective hat für Bill Laswell auf Gofundme eine Crowdfunding-Kampagne gestartet.
  • Double Drums – All You Can Beat
    09. April 2026
    Der „Tagesspiegel“ spricht vom „ultimativen Percussion-Spektakel“. Seit mehr als 20 Jahren sind Alexander Glöggler und Philipp Jungk als schlagendes, schlägelndes Duo unterwegs. Sie brillieren auf YouTube und präsentieren ihre Percussion-Show auch in Familien- und Schulkonzerten. Die zwölf Stücke ihres Albums allerdings sind nicht „Show“, sondern kunstvoll ziselierte, rhythmisch vielfältige Preziosen, präzise durcharrangiert, fantasievoll ausgestaltet,...
  • Smag På Dig Selv – This Is Why We Lost
    09. April 2026
    Oliver Lauridsen am Tenor- und Thorbjørn Øllgaard am Bariton- und Basssaxofon sind für die ruhigen und – weitaus öfter – explodierenden Momente auf „This Is Why We Lost“ verantwortlich. Der dritte Däne ist Schlagzeuger Albert Hollberg, der nicht nur für den strammen Viervierteltakt auf „Our Mothers Made A Punk Band“ verantwortlich ist; aber das kann […]
  • Shai Maestro – The Guesthouse
    09. April 2026
    Hereinspaziert in mein Gästehaus, in dem jeder willkommen ist, egal welcher Herkunft, welcher Gesinnung, welchen Genres! Shai Maestro lädt alle zum barrierefreien Musizieren (und Hören) ein, lässt Grenzen fallen und arbeitet an einer globalen Musik ohne Genres. So darf man sich „The Guesthouse“ vorstellen, das neue Werk des 39-jährigen israelischen Pianisten, der moderne Jazz-Impros mit […]
  • Jazz-Preis Baden-Württemberg: Tabea Kind
    07. April 2026
    Die 1999 in Karlsruhe geborene Bassistin Tabea Kind wird mit dem Jazz-Preis Baden-Württemberg ausgezeichnet.
  • Hamburg: Miles-Davis-Jazzfilmtag
    07. April 2026
    Das UNERHÖRT! Musikfilmfestival Hamburg bringt am 17. April im Metropolis Kino in Hamburg den „COOL – Ein Miles-Davis-Jazzfilmtag “.

Allgemeines zum Thema Jazz

Die Entstehungsgeschichte des Jazz geht bis ins Jahr 1917 zurück. Dieser Musikstil ist dem Blues und der Musik der farbigen Sklavenarbeiter entlehnt. Folgende charakteristische Merkmale zeichnen sich ab:

  1. Die Persönlichkeit des Musikers steht im Vordergrund; der Interpret äußert mittels Stimme oder Instrument das, was er selbst erlebte und erfuhr.
  2. Die Improvisation, entweder frei oder nach musikalischer Vorgabe, und entweder von einem oder mehreren Instrumenten, quasi kollegial, ausgeführt, wird als Ausdrucksmittel verwendet.
  3. Die spontanen, unvermittelten, gefühlsgeladenen Interaktionen sorgen für einen spannenden, abwechlungs- und erlebnisreichen musikalischen Verlauf der Session.
  4. Die faszinierende Einmaligkeit der jeweiligen musikalischen Darbietung ist ein einzigartiges, in dieser speziellen Form nicht wieder zu erlangendes musikalisches Ereignis.
  5. Die Rhythmik ist der zentrale Aspekt, dem eine besondere Ausdruckskraft innewohnt. Der Pulsschlag der ehemals in Gefangenschaft geratenen Sklaven tritt hervor, der nunmehr frei zur Entfaltung gebracht wird.
  6. Der raue Stimmklang der Sänger bzw. der gefühlsgeladene Schrei nach Gerechtigkeit, nach der die Seele lechzt, tritt hervor.
  7. Die Tongebung orientiert sich am offenen Vokal.

Der Jazz eröffnete ganz neue, allumfassende Möglichkeiten, sämtliche Musiksparten betreffend. Die Verschmelzung von afroamerikanischen Elementen der Volksmusik, wie z.B. gefühlsgeladene Rhythmik, freie Improvisation, offene Tongebung (siehe Negro Spiritual, Worksong, Blues) mit europäischen Bestandteilen, wie z.B. Tonsystem, Melodik, Harmonik, Formsatz, Instrumentierung (siehe Tanz- Marsch- Unterhaltungs- und Popularmusik) sind der Grund dafür, dass heutzutage  Musikformen integriert wurden, die nahezu ganz von der traditionellen afroamerikanischen Ursprünglichkeit losgelöst sind. Die Entwicklung des Jazz vollzog sich summa summarum wie folgt: New Orleans Jazz (ab 1905), Dixieland Jazz (ab 1910), Chicago Jazz (ab 1919), Swing (ab 1926), eine der populärsten Stilrichtungen der Jazzgeschichte, nebenbei bemerkt, sowie Bebop (ab 1940), Latin Jazz (ab 1947), Cool Jazz (ab 1948), Hard Bop (ab 1955), Free Jazz (ab 1958), Jazz Fusion (ab 1968) und viele weitere, die ihre Weiterführung im zeitgenössischen Stil fanden.