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In Bad Oldesloe 24./25.September 2027

Jazz-News

  • Niki Dolp – Dread, Delight And Yowzah
    08. Oktober 2026
    Wie begegnet man „Dread“, der Furcht vor dem Kommenden, angesichts derzeitiger Zukunftsaussichten? Wenn es nach Nikolaus „Niki“ Dolp geht, dann mit „Delight“, der Freude am Moment, und „Yowzah“, dem Staunen über das Unerwartete. So setzt der österreichische Schlagzeuger und Komponist, der unter anderen bei Heinrich Köbberling studierte, dem Status quo mit seinem Debütalbum „Dread, Delight […]
  • Christian Frentzen – Pulses
    08. Oktober 2026
    Christian Frentzen stellt auf „Pulses“ weniger stilistische Grenzziehungen als vielmehr die Kraft seiner Kompositionen in den Mittelpunkt. Jazz, Pop und Elektronika greifen selbstverständlich ineinander, eingängige Melodien treffen auf überraschende Wendungen, atmosphärische Flächen und prägnante rhythmische Impulse. Die zehn Stücke entstanden innerhalb von nur 30 Tagen und wurden anschließend mit Thomas Stieger am Bass, Moritz Müller […]
  • Micha Acher – Henry And The Ghosts Songbook
    08. Oktober 2026
    Der Multiinstrumentalist (unter anderem Trompete, Bass, Keyboards) Micha Acher legt hier kammermusikalische Neuarrangements von Kompositionen vor, die er in früheren Jahren für Bands wie das Tied & Tickled Trio, The Notwist, Alien Ensemble und Ms. John Soda geschrieben hatte. Aufgenommen im heimischen Wohnzimmer während einer musikalischen Session mit klassischen und elektronischen Instrumentalisten, vereinen sich hier […]
  • Regensburg: Sparks & Visions@5
    06. Oktober 2026
    2027 findet Sparks & Visions zum fünften Mal in Regensburg statt, vom 15. bis 17. Januar.
  • MacArthur Fellow: Immanuel Wilkins
    06. Oktober 2026
    Von diesem Jahr an kann sich auch der Saxofonist Immanuel Wilkins „MacArthur Fellow“ nennen.
  • RIP: Zélia Fonseca
    06. Oktober 2026
    Am 30. September ist die Sängerin, Songwriterin und Gitarristin Zélia Fonseca im Alter von 65 Jahren verstorben.
  • Doppeljubiläum: Bunker Ulmenwall
    06. Oktober 2026
    Der Bunker Ulmenwall in Bielefeld begeht ein Doppeljubiläum: 70 Jahre Kulturzentrum, 30 Jahre Förderverein.
  • Live-Tipp: Jason Moran in Deutschland
    06. Oktober 2026
    Bevor der Pianist am 7. Oktober solo im Kölner Stadtgarten zu hören ist, tritt er am 5. Oktobrer in der Elbphilharmonie in Hamburg auf.
  • Jazz und Anderes im Radio
    05. Oktober 2026
    Features und Konzertmitschnitte aus Jazz, World Music, Neuer Musik u.a.
  • Jazz und Anderes im Fernsehen
    05. Oktober 2026
    Konzerte, Dokumentationen, Porträts und Magazine im TV

Allgemeines zum Thema Jazz

Die Entstehungsgeschichte des Jazz geht bis ins Jahr 1917 zurück. Dieser Musikstil ist dem Blues und der Musik der farbigen Sklavenarbeiter entlehnt. Folgende charakteristische Merkmale zeichnen sich ab:

  1. Die Persönlichkeit des Musikers steht im Vordergrund; der Interpret äußert mittels Stimme oder Instrument das, was er selbst erlebte und erfuhr.
  2. Die Improvisation, entweder frei oder nach musikalischer Vorgabe, und entweder von einem oder mehreren Instrumenten, quasi kollegial, ausgeführt, wird als Ausdrucksmittel verwendet.
  3. Die spontanen, unvermittelten, gefühlsgeladenen Interaktionen sorgen für einen spannenden, abwechlungs- und erlebnisreichen musikalischen Verlauf der Session.
  4. Die faszinierende Einmaligkeit der jeweiligen musikalischen Darbietung ist ein einzigartiges, in dieser speziellen Form nicht wieder zu erlangendes musikalisches Ereignis.
  5. Die Rhythmik ist der zentrale Aspekt, dem eine besondere Ausdruckskraft innewohnt. Der Pulsschlag der ehemals in Gefangenschaft geratenen Sklaven tritt hervor, der nunmehr frei zur Entfaltung gebracht wird.
  6. Der raue Stimmklang der Sänger bzw. der gefühlsgeladene Schrei nach Gerechtigkeit, nach der die Seele lechzt, tritt hervor.
  7. Die Tongebung orientiert sich am offenen Vokal.

Der Jazz eröffnete ganz neue, allumfassende Möglichkeiten, sämtliche Musiksparten betreffend. Die Verschmelzung von afroamerikanischen Elementen der Volksmusik, wie z.B. gefühlsgeladene Rhythmik, freie Improvisation, offene Tongebung (siehe Negro Spiritual, Worksong, Blues) mit europäischen Bestandteilen, wie z.B. Tonsystem, Melodik, Harmonik, Formsatz, Instrumentierung (siehe Tanz- Marsch- Unterhaltungs- und Popularmusik) sind der Grund dafür, dass heutzutage  Musikformen integriert wurden, die nahezu ganz von der traditionellen afroamerikanischen Ursprünglichkeit losgelöst sind. Die Entwicklung des Jazz vollzog sich summa summarum wie folgt: New Orleans Jazz (ab 1905), Dixieland Jazz (ab 1910), Chicago Jazz (ab 1919), Swing (ab 1926), eine der populärsten Stilrichtungen der Jazzgeschichte, nebenbei bemerkt, sowie Bebop (ab 1940), Latin Jazz (ab 1947), Cool Jazz (ab 1948), Hard Bop (ab 1955), Free Jazz (ab 1958), Jazz Fusion (ab 1968) und viele weitere, die ihre Weiterführung im zeitgenössischen Stil fanden.