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    IG Jazz-Nord    

Nächste Tagung:

 entfällt: Bad Oldesloe, 05./06.09.2026

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Jazz-News

  • 6: Cologne Jazzweek
    05. Mai 2026
    2026 findet die Cologne Jazzweek vom 5. bis 11. September zum sechsten Mal statt.
  • Guggenheim-Fellow: Ingrid Laubrock
    05. Mai 2026
    Die seit 2008 in Brooklyn, New York, lebende Saxofonistin Ingrid Laubrock bekommt 2026 das Guggenheim-Stipendium.
  • Frankfurt: Deutsches Jazzfestival 2026
    05. Mai 2026
    2026 findet das Deutsche Jazzfestival Frankfurt vom 13. bis 17. Oktober statt.
  • Köln: Houbara Resonanzen Iran
    05. Mai 2026
    Das Festival Houbara Resonanzen Iran findet am 30. und 31. Mai im Kölner Stadtgarten statt.
  • Bayern: Fördertour des Jazzverbands
    05. Mai 2026
    Das Trio Solaire bekommt die Fördertour des Bayerischen Jazzverbands.
  • Jazz und Anderes im Radio
    04. Mai 2026
    Features und Konzertmitschnitte aus Jazz, World Music, Neuer Musik u.a.
  • Jazz und Anderes im Fernsehen
    04. Mai 2026
    Konzerte, Dokumentationen, Porträts und Magazine im TV
  • Joo Kraus – Somewhere Out There
    04. Mai 2026
    Ein „ganzes Jahr voller neuer Musik, Live-Begegnungen und Überraschungen“ stellt Joo Kraus anlässlich seines 60. Geburtstags im November in Aussicht. Der buchstäblich erste Streich ist die Veröffentlichung eines Albums mit den Streichern des Philharmonischen Kammerorchesters Ulm. Gemeinsam mit einer Rhythmusgruppe um Ulf Kleiner am Fender Rhodes entstehen auf „Somewhere Out There“ cineastische Klangbilder zwischen klassischer […]
  • Irreversible Entanglements – Future Present Past
    04. Mai 2026
    Das Kollektiv Irreversible Entanglements setzt seine Reise fort und erweitert sie um neue Mitreisende. Auf ihrem afrofuturistischen Statement „Future Present Past“ geht es weniger vordergründig um freie Improvisation als um ein Ritual, das die Hörer in eine Art offensiver Trance versetzt. Mit Fahrgästen wie dem Sänger und Keyboarder Helado Negro und der Band Motherboard setzen […]
  • Gabrielle Cavassa – Diavola
    04. Mai 2026
    Das war überfällig! Wer Joshua Redmans Blue-Note-Debüt von 2023 genauer unter die Lupe nahm, der kam an Gabrielle Cavassa nicht vorbei. Auf „Where Are We“ stahl die bis dato unbekannte Sängerin aus Escondido, Kalifornien, dem renommierten Tenorsaxofonisten die Show, doch Redman schien dies überhaupt nichts auszumachen. Im Gegenteil: Bei seinem neuen Label machte er sich […]

Allgemeines zum Thema Jazz

Die Entstehungsgeschichte des Jazz geht bis ins Jahr 1917 zurück. Dieser Musikstil ist dem Blues und der Musik der farbigen Sklavenarbeiter entlehnt. Folgende charakteristische Merkmale zeichnen sich ab:

  1. Die Persönlichkeit des Musikers steht im Vordergrund; der Interpret äußert mittels Stimme oder Instrument das, was er selbst erlebte und erfuhr.
  2. Die Improvisation, entweder frei oder nach musikalischer Vorgabe, und entweder von einem oder mehreren Instrumenten, quasi kollegial, ausgeführt, wird als Ausdrucksmittel verwendet.
  3. Die spontanen, unvermittelten, gefühlsgeladenen Interaktionen sorgen für einen spannenden, abwechlungs- und erlebnisreichen musikalischen Verlauf der Session.
  4. Die faszinierende Einmaligkeit der jeweiligen musikalischen Darbietung ist ein einzigartiges, in dieser speziellen Form nicht wieder zu erlangendes musikalisches Ereignis.
  5. Die Rhythmik ist der zentrale Aspekt, dem eine besondere Ausdruckskraft innewohnt. Der Pulsschlag der ehemals in Gefangenschaft geratenen Sklaven tritt hervor, der nunmehr frei zur Entfaltung gebracht wird.
  6. Der raue Stimmklang der Sänger bzw. der gefühlsgeladene Schrei nach Gerechtigkeit, nach der die Seele lechzt, tritt hervor.
  7. Die Tongebung orientiert sich am offenen Vokal.

Der Jazz eröffnete ganz neue, allumfassende Möglichkeiten, sämtliche Musiksparten betreffend. Die Verschmelzung von afroamerikanischen Elementen der Volksmusik, wie z.B. gefühlsgeladene Rhythmik, freie Improvisation, offene Tongebung (siehe Negro Spiritual, Worksong, Blues) mit europäischen Bestandteilen, wie z.B. Tonsystem, Melodik, Harmonik, Formsatz, Instrumentierung (siehe Tanz- Marsch- Unterhaltungs- und Popularmusik) sind der Grund dafür, dass heutzutage  Musikformen integriert wurden, die nahezu ganz von der traditionellen afroamerikanischen Ursprünglichkeit losgelöst sind. Die Entwicklung des Jazz vollzog sich summa summarum wie folgt: New Orleans Jazz (ab 1905), Dixieland Jazz (ab 1910), Chicago Jazz (ab 1919), Swing (ab 1926), eine der populärsten Stilrichtungen der Jazzgeschichte, nebenbei bemerkt, sowie Bebop (ab 1940), Latin Jazz (ab 1947), Cool Jazz (ab 1948), Hard Bop (ab 1955), Free Jazz (ab 1958), Jazz Fusion (ab 1968) und viele weitere, die ihre Weiterführung im zeitgenössischen Stil fanden.