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    IG Jazz-Nord    

Nächste Tagung:

 

In Neumünster, 25.September 2026, anlässlich der Verleihung des JazzFördererPreises durch das Kulturforum Schleswig-Holstein e.V.

Jazz-News

  • Jazz und Anderes im Radio
    29. Juni 2026
    Features und Konzertmitschnitte aus Jazz, World Music, Neuer Musik u.a.
  • Tyshawn Sorey – Members… Don‘t!
    29. Juni 2026
    Als Max Roach 1968 sein Album „Members … Don’t Git Weary“ als unmittelbare Reaktion auf die Ermordung Martin Luther Kings aufnahm, war das zugleich ein Protest gegen Rassendiskriminierung und Vietnamkrieg. Dass Tyshawn Sorey sich mit „Members … Don‘t!“ ausgerechnet jetzt vor Roachs Klassiker verneigt, ist sicher kein Zufall. Mit Trompeter Adam O‘Farrill, Tenorsaxofonist Mark Shim, […]
  • Clara Vetter Trio – What Dances Here
    29. Juni 2026
    Die im Titel intendierte Frage „What Dances Here“ lässt sich im Fall von Clara Vetter beantworten. Die Pianistin aus Baden-Württemberg, die kürzlich erst ihren 30. Geburtstag feierte, bringt im Zusammenspiel mit ihrer Rhythmusgruppe aus Berlin und Köln, Phil Donkin (Bass) und Fabian Arends (Drums), die Töne regelrecht zum Tanzen. Natürlich nicht konkret, sondern als ein […]
  • Kronstad 23 – Dødehavet
    29. Juni 2026
    US-Bands, die Grateful-Dead-Cover spielen? Gibt es in etwa so viele wie Lügen des orangenen Präsidenten. Bei allem Eifer sind die musikalischen Resultate dann doch oft mager. Bei Kronstad 23 kommt der Kopierverdacht gar nicht erst auf – nicht nur, weil es sich um vier Norweger handelt. Gitarrist Alexander Tøsdal Tveit hat aber genau diesen hellen, […]
  • Videopremiere – Agneya – Teleology
    26. Juni 2026
    Unsere heutige Videopremiere kommt von dem preisgekrönten indisch-kanadischen Schlagzeuger, Perkussionist und Komponist Agneya. Die erste Single „Teleology“ aus seinem Debüt „Agneya“. Vorhang auf!
  • Gestorben: Clive Davis
    26. Juni 2026
    In New York verstarb am 22. Juni der Label-Boss und Produzent Clive Davis.
  • Köln: CJS-Kompositionswettbewerb
    26. Juni 2026
    Die Gewinner des siebten CJS-Kompositionswettbewerbs für Jazzmusiker und -musikerinnen aus Nordrhein-Westfalen stehen fest.
  • Unterföhring: Feringa Jazzfestival
    26. Juni 2026
    Ab 16. Juli wird die Bühne des Bürgerhauses Unterföhring für vier Tage zum Schauplatz des internationalen Feringa Jazzfestivals.
  • Montpellier: Festival Arabesques
    26. Juni 2026
    Das Festival Arabesques im südfranzösischen Montpellier geht vom 8. bis 20. September in seine 21. Ausgabe.
  • David Moss: Dense Band & Full House
    26. Juni 2026
    David Moss' „Dense Band“ und „Full House“ erscheinen als Re-Issues am 7. August auf Yatak Records.

Allgemeines zum Thema Jazz

Die Entstehungsgeschichte des Jazz geht bis ins Jahr 1917 zurück. Dieser Musikstil ist dem Blues und der Musik der farbigen Sklavenarbeiter entlehnt. Folgende charakteristische Merkmale zeichnen sich ab:

  1. Die Persönlichkeit des Musikers steht im Vordergrund; der Interpret äußert mittels Stimme oder Instrument das, was er selbst erlebte und erfuhr.
  2. Die Improvisation, entweder frei oder nach musikalischer Vorgabe, und entweder von einem oder mehreren Instrumenten, quasi kollegial, ausgeführt, wird als Ausdrucksmittel verwendet.
  3. Die spontanen, unvermittelten, gefühlsgeladenen Interaktionen sorgen für einen spannenden, abwechlungs- und erlebnisreichen musikalischen Verlauf der Session.
  4. Die faszinierende Einmaligkeit der jeweiligen musikalischen Darbietung ist ein einzigartiges, in dieser speziellen Form nicht wieder zu erlangendes musikalisches Ereignis.
  5. Die Rhythmik ist der zentrale Aspekt, dem eine besondere Ausdruckskraft innewohnt. Der Pulsschlag der ehemals in Gefangenschaft geratenen Sklaven tritt hervor, der nunmehr frei zur Entfaltung gebracht wird.
  6. Der raue Stimmklang der Sänger bzw. der gefühlsgeladene Schrei nach Gerechtigkeit, nach der die Seele lechzt, tritt hervor.
  7. Die Tongebung orientiert sich am offenen Vokal.

Der Jazz eröffnete ganz neue, allumfassende Möglichkeiten, sämtliche Musiksparten betreffend. Die Verschmelzung von afroamerikanischen Elementen der Volksmusik, wie z.B. gefühlsgeladene Rhythmik, freie Improvisation, offene Tongebung (siehe Negro Spiritual, Worksong, Blues) mit europäischen Bestandteilen, wie z.B. Tonsystem, Melodik, Harmonik, Formsatz, Instrumentierung (siehe Tanz- Marsch- Unterhaltungs- und Popularmusik) sind der Grund dafür, dass heutzutage  Musikformen integriert wurden, die nahezu ganz von der traditionellen afroamerikanischen Ursprünglichkeit losgelöst sind. Die Entwicklung des Jazz vollzog sich summa summarum wie folgt: New Orleans Jazz (ab 1905), Dixieland Jazz (ab 1910), Chicago Jazz (ab 1919), Swing (ab 1926), eine der populärsten Stilrichtungen der Jazzgeschichte, nebenbei bemerkt, sowie Bebop (ab 1940), Latin Jazz (ab 1947), Cool Jazz (ab 1948), Hard Bop (ab 1955), Free Jazz (ab 1958), Jazz Fusion (ab 1968) und viele weitere, die ihre Weiterführung im zeitgenössischen Stil fanden.