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In Neumünster, 25.September 2026, anlässlich der Verleihung des JazzFördererPreises durch das Kulturforum Schleswig-Holstein e.V.

Jazz-News

  • Ryuichi Sakamoto – Opus
    11. Juni 2026
    Trotz seiner weit vorgeschrittenen Krebserkrankung ging der japanische Pianist Ryuichi Sakamoto kurz vor seinem Tod noch einmal ins Studio, um dort, ohne Publikum, nur beobachtet von seinem Sohn an der Filmkamera, ein letztes Konzert zu spielen. Es war für ihn ein absoluter kreativer Kraftakt. Fünf Jahrzehnte Film- und Solomusik verteilen sich auf die beiden Hände […]
  • Hans Lüdemann Trans Europe Express Ensemble – On The Edges 4
    11. Juni 2026
    Vor sieben Jahren hat der Kölner Pianist Hans Lüdemann zusammen mit seinem Oktett Trans Europe Express das Projekt „On The Edges“ begonnen, das nun die vierte Ausgabe präsentiert. Mit diesem Projekt sind Lüdemann und sein Ensemble auf musikalischen Reisen durch Europas Grenzregionen unterwegs. Nach Nordafrika, Skandinavien und Italien bei den ersten drei Ausgaben geht es […]
  • Jeff Goldblum & The Mildred Snitzer Orchestra – Night Blooms
    11. Juni 2026
    Mit einem Dutzend Songs führt Schauspieler und Pianist Jeff Goldblum seine Orchesterarbeit mit der fiktiven Bandleaderin Mildred Snitzer in eine neue Runde. Wie immer sind die Damen am Mikrofon von erlesener Prominenz und Ausdruckskraft: Scarlett Johansson singt „The Best Is Yet To Come“ – stilsicher am Schluss des Albums platziert –, Ariana Grande widmet sich […]
  • Zum Tod von Uli Lemke
    09. Juni 2026
    In tiefer Trauer müssen wir den Tod unseres langjährigen Jazz-thing-Kollegen Uli Lemke vermelden, der am 1. Juni 74-jährig gestorben ist.
  • Horst und Gretl Will-Stipendium: Roger Kintopf
    09. Juni 2026
    Gewinner des „Horst und Gretl Will-Stipendiums für Jazz/Improvisierte Musik“ in diesem Jahr ist der Bassist Roger Kintopf.
  • Berlin: ZigZag Jazz Festival
    09. Juni 2026
    Berlin hat mit dem ZigZag Jazz Festival vom 20. Juli bis 1. August ein neues Großereignis in Sachen Jazz und improvisierte Musik.
  • IB.SH-JazzAward: Ben Prechtl
    09. Juni 2026
    Der Saxofonist Ben Prechtl wird mit dem IB.SH-JazzAward ausgezeichnet.
  • Salzburg: Jazz & The City
    09. Juni 2026
    2026 findet Jazz & The City vom 15. bis 18. Oktober wieder in Salzburg statt.
  • Jazz und Anderes im Radio
    08. Juni 2026
    Features und Konzertmitschnitte aus Jazz, World Music, Neuer Musik u.a.
  • Jazz und Anderes im Fernsehen
    08. Juni 2026
    Konzerte, Dokumentationen, Porträts und Magazine im TV

Allgemeines zum Thema Jazz

Die Entstehungsgeschichte des Jazz geht bis ins Jahr 1917 zurück. Dieser Musikstil ist dem Blues und der Musik der farbigen Sklavenarbeiter entlehnt. Folgende charakteristische Merkmale zeichnen sich ab:

  1. Die Persönlichkeit des Musikers steht im Vordergrund; der Interpret äußert mittels Stimme oder Instrument das, was er selbst erlebte und erfuhr.
  2. Die Improvisation, entweder frei oder nach musikalischer Vorgabe, und entweder von einem oder mehreren Instrumenten, quasi kollegial, ausgeführt, wird als Ausdrucksmittel verwendet.
  3. Die spontanen, unvermittelten, gefühlsgeladenen Interaktionen sorgen für einen spannenden, abwechlungs- und erlebnisreichen musikalischen Verlauf der Session.
  4. Die faszinierende Einmaligkeit der jeweiligen musikalischen Darbietung ist ein einzigartiges, in dieser speziellen Form nicht wieder zu erlangendes musikalisches Ereignis.
  5. Die Rhythmik ist der zentrale Aspekt, dem eine besondere Ausdruckskraft innewohnt. Der Pulsschlag der ehemals in Gefangenschaft geratenen Sklaven tritt hervor, der nunmehr frei zur Entfaltung gebracht wird.
  6. Der raue Stimmklang der Sänger bzw. der gefühlsgeladene Schrei nach Gerechtigkeit, nach der die Seele lechzt, tritt hervor.
  7. Die Tongebung orientiert sich am offenen Vokal.

Der Jazz eröffnete ganz neue, allumfassende Möglichkeiten, sämtliche Musiksparten betreffend. Die Verschmelzung von afroamerikanischen Elementen der Volksmusik, wie z.B. gefühlsgeladene Rhythmik, freie Improvisation, offene Tongebung (siehe Negro Spiritual, Worksong, Blues) mit europäischen Bestandteilen, wie z.B. Tonsystem, Melodik, Harmonik, Formsatz, Instrumentierung (siehe Tanz- Marsch- Unterhaltungs- und Popularmusik) sind der Grund dafür, dass heutzutage  Musikformen integriert wurden, die nahezu ganz von der traditionellen afroamerikanischen Ursprünglichkeit losgelöst sind. Die Entwicklung des Jazz vollzog sich summa summarum wie folgt: New Orleans Jazz (ab 1905), Dixieland Jazz (ab 1910), Chicago Jazz (ab 1919), Swing (ab 1926), eine der populärsten Stilrichtungen der Jazzgeschichte, nebenbei bemerkt, sowie Bebop (ab 1940), Latin Jazz (ab 1947), Cool Jazz (ab 1948), Hard Bop (ab 1955), Free Jazz (ab 1958), Jazz Fusion (ab 1968) und viele weitere, die ihre Weiterführung im zeitgenössischen Stil fanden.