Aktuelles:

 

    IG Jazz-Nord    

Nächste Tagung:

 7./ 8.November 2025 in Pinneberg

 

Jazz-News

  • 3: Lovebird Festival in Düsseldorf
    17. März 2026
    Das Lovebird Festival findet in Düsseldorf zum dritten Mal vom 4. bis 7. Juni statt.
  • Witten: Tage für neue Kammermusik
    17. März 2026
    Die Wittener Tage für neue Kammermusik finden 2026 vom 24. bis 26. April statt.
  • 41: INNtöne Jazzfestival
    17. März 2026
    Das INNtöne Jazzfestival findet 2026 vom 14. bis 16. August statt.
  • London: Selaocoe kuratiert Wochenende
    17. März 2026
    Der Südafrikaner Abel Selaocoe präsentiert vom 23. bis 26. April ein von ihm kuratiertes Wochenende im Londoner Barbican Centre.
  • München: United by Jazz
    17. März 2026
    Vom 17. April bis 12. Juli wird in der Pasinger Fabrik in München die Ausstellung „United by Jazz. Was Kunst und Jazz verbindet“ gezeigt.
  • Jazz und Anderes im Radio
    16. März 2026
    Features und Konzertmitschnitte aus Jazz, World Music, Neuer Musik u.a.
  • Jazz und Anderes im Fernsehen
    16. März 2026
    Konzerte, Dokumentationen, Porträts und Magazine im TV
  • Jesse Harris – If You Believed In Me
    16. März 2026
    Songs schreiben kann er, das hat er bewiesen. Norah Jones, Madeleine Peyroux, Melody Gardot, Petra Haden und viele andere singen seine Stücke, auch ein George Benson und Smokey Robinson. Angestoßen wurde Harris‘ neues Album durch den Dirigenten und Arrangeur Maycon Ananias. Der bekam die Chance, mit einem estnischen Sinfonieorchester zu arbeiten, und schlug vor, bei […]
  • Peter Evans Being & Becoming – Ars Ludicra
    16. März 2026
    Der Trompeter Peter Evans ist eine prominente Figur der New Yorker Szene, sowohl als virtuoser Vertreter seines Instruments als auch als Komponist reichhaltiger und anspruchsvoller Kompositionen. Seine straffen Kompositionen und strukturellen Ankerpunkte dieses komplexen Albums lassen genügend Raum für Improvisation, was zu einer wunderbaren Dynamik und lebendigen Ausdruckskraft zwischen den vier herausragend auf den Gesamtklang […]
  • Roberto Fonseca / Vincent Ségal – Nuit Parisienne À La Havane
    16. März 2026
    Der Zusammenklang von Klavier und Cello hat seinen sehr speziellen Reiz. Hier das Klavier, dieses Orchester im Salonformat mit seiner umfassenden Palette an Frequenzbändern, dort das Cello mit der bauchigen Physis seines Gesangs. So weit, so gut. Noch besser wird es, wenn die Begegnung der beiden Instrumentalwelten durch genrefluide Musiker wie den aus Kuba stammenden […]

Allgemeines zum Thema Jazz

Die Entstehungsgeschichte des Jazz geht bis ins Jahr 1917 zurück. Dieser Musikstil ist dem Blues und der Musik der farbigen Sklavenarbeiter entlehnt. Folgende charakteristische Merkmale zeichnen sich ab:

  1. Die Persönlichkeit des Musikers steht im Vordergrund; der Interpret äußert mittels Stimme oder Instrument das, was er selbst erlebte und erfuhr.
  2. Die Improvisation, entweder frei oder nach musikalischer Vorgabe, und entweder von einem oder mehreren Instrumenten, quasi kollegial, ausgeführt, wird als Ausdrucksmittel verwendet.
  3. Die spontanen, unvermittelten, gefühlsgeladenen Interaktionen sorgen für einen spannenden, abwechlungs- und erlebnisreichen musikalischen Verlauf der Session.
  4. Die faszinierende Einmaligkeit der jeweiligen musikalischen Darbietung ist ein einzigartiges, in dieser speziellen Form nicht wieder zu erlangendes musikalisches Ereignis.
  5. Die Rhythmik ist der zentrale Aspekt, dem eine besondere Ausdruckskraft innewohnt. Der Pulsschlag der ehemals in Gefangenschaft geratenen Sklaven tritt hervor, der nunmehr frei zur Entfaltung gebracht wird.
  6. Der raue Stimmklang der Sänger bzw. der gefühlsgeladene Schrei nach Gerechtigkeit, nach der die Seele lechzt, tritt hervor.
  7. Die Tongebung orientiert sich am offenen Vokal.

Der Jazz eröffnete ganz neue, allumfassende Möglichkeiten, sämtliche Musiksparten betreffend. Die Verschmelzung von afroamerikanischen Elementen der Volksmusik, wie z.B. gefühlsgeladene Rhythmik, freie Improvisation, offene Tongebung (siehe Negro Spiritual, Worksong, Blues) mit europäischen Bestandteilen, wie z.B. Tonsystem, Melodik, Harmonik, Formsatz, Instrumentierung (siehe Tanz- Marsch- Unterhaltungs- und Popularmusik) sind der Grund dafür, dass heutzutage  Musikformen integriert wurden, die nahezu ganz von der traditionellen afroamerikanischen Ursprünglichkeit losgelöst sind. Die Entwicklung des Jazz vollzog sich summa summarum wie folgt: New Orleans Jazz (ab 1905), Dixieland Jazz (ab 1910), Chicago Jazz (ab 1919), Swing (ab 1926), eine der populärsten Stilrichtungen der Jazzgeschichte, nebenbei bemerkt, sowie Bebop (ab 1940), Latin Jazz (ab 1947), Cool Jazz (ab 1948), Hard Bop (ab 1955), Free Jazz (ab 1958), Jazz Fusion (ab 1968) und viele weitere, die ihre Weiterführung im zeitgenössischen Stil fanden.