Aktuelles:

 

    IG Jazz-Nord    

Nächste Tagung:

 

In Bad Oldesloe 24./25.September 2027

Jazz-News

  • 166: Die neue Ausgabe von Jazz thing
    27. Oktober 2026
    Die 166. Ausgabe von Jazz thing ist ab dem 30. Oktober am Kiosk.
  • Österreich: Jazzpreis-Gewinner:innen 2026
    27. Oktober 2026
    Vergangene Woche wurden die Gewinner:innen der dritten Ausgabe des Österreichischen Jazzpreises bekannt gegeben.
  • Neues Buch: Leverkusener Jazztage
    27. Oktober 2026
    Kürzlich ist die Dokumentation „Jazz in Leverkusen. Vorgeschichte und Anfänge der Leverkusener Jazztage: 1980–1997“ erschienen.
  • Berlin: Salon Nardal im HKW
    27. Oktober 2026
    Im Berliner Haus der Kulturen der Welt findet am 28. und 29. November „The Nardal Salon, Re-enactments and Re-enchantments“ statt.
  • Bonn: Grizzly Jazz Foundation@5
    27. Oktober 2026
    Die 2006 in Osnabrück geborene Bassistin Lena Lorberg ist nächste Stipendiatin der Grizzly Jazz Foundation.
  • Jazz und Anderes im Radio
    26. Oktober 2026
    Features und Konzertmitschnitte aus Jazz, World Music, Neuer Musik u.a.
  • Jazz und Anderes im Fernsehen
    26. Oktober 2026
    Konzerte, Dokumentationen, Porträts und Magazine im TV
  • Sullivan Fortner – Leave That In There
    26. Oktober 2026
    PRO und KONTRA von Ralf Dombrowski und Wolf Kampmann
  • Micha Zumsteg – Future Dreams
    26. Oktober 2026
    Obwohl „Future Dreams“ das Debütalbum von Micha Zumsteg ist, ist der Schweizer Gitarrist kein Unbekannter, denn er war schon in Bands wie Omri Ziegele’s Billiger Bauer und Hypergarden zu hören. Sein Quartett auf „Future Dreams“ besteht aus dem Tenorsaxofonisten Maurice Storrer, dem Bassisten Paul Studer und dem Schlagzeuger Aaron Leutenegger. Zumstegs Songs wandeln gekonnt zwischen […]
  • Soulounge – Keep The Funk Alive
    26. Oktober 2026
    Wie die Zeit vergeht! Vor einem Vierteljahrhundert gründeten Gitarrist Sven Bünger und Schlagzeuger Bela Brauckmann die Soulounge, die sich rasch als Sprungbrett für Gesangstalente entpuppte. So schafften Sänger:nnen wie Roger Cicero, Johannes Oerding oder Miss Platnum den Sprung ins nationale und internationale Rampenlicht. Und die Band teilte sich bei Liveauftritten auch mal die Bühne mit […]

Allgemeines zum Thema Jazz

Die Entstehungsgeschichte des Jazz geht bis ins Jahr 1917 zurück. Dieser Musikstil ist dem Blues und der Musik der farbigen Sklavenarbeiter entlehnt. Folgende charakteristische Merkmale zeichnen sich ab:

  1. Die Persönlichkeit des Musikers steht im Vordergrund; der Interpret äußert mittels Stimme oder Instrument das, was er selbst erlebte und erfuhr.
  2. Die Improvisation, entweder frei oder nach musikalischer Vorgabe, und entweder von einem oder mehreren Instrumenten, quasi kollegial, ausgeführt, wird als Ausdrucksmittel verwendet.
  3. Die spontanen, unvermittelten, gefühlsgeladenen Interaktionen sorgen für einen spannenden, abwechlungs- und erlebnisreichen musikalischen Verlauf der Session.
  4. Die faszinierende Einmaligkeit der jeweiligen musikalischen Darbietung ist ein einzigartiges, in dieser speziellen Form nicht wieder zu erlangendes musikalisches Ereignis.
  5. Die Rhythmik ist der zentrale Aspekt, dem eine besondere Ausdruckskraft innewohnt. Der Pulsschlag der ehemals in Gefangenschaft geratenen Sklaven tritt hervor, der nunmehr frei zur Entfaltung gebracht wird.
  6. Der raue Stimmklang der Sänger bzw. der gefühlsgeladene Schrei nach Gerechtigkeit, nach der die Seele lechzt, tritt hervor.
  7. Die Tongebung orientiert sich am offenen Vokal.

Der Jazz eröffnete ganz neue, allumfassende Möglichkeiten, sämtliche Musiksparten betreffend. Die Verschmelzung von afroamerikanischen Elementen der Volksmusik, wie z.B. gefühlsgeladene Rhythmik, freie Improvisation, offene Tongebung (siehe Negro Spiritual, Worksong, Blues) mit europäischen Bestandteilen, wie z.B. Tonsystem, Melodik, Harmonik, Formsatz, Instrumentierung (siehe Tanz- Marsch- Unterhaltungs- und Popularmusik) sind der Grund dafür, dass heutzutage  Musikformen integriert wurden, die nahezu ganz von der traditionellen afroamerikanischen Ursprünglichkeit losgelöst sind. Die Entwicklung des Jazz vollzog sich summa summarum wie folgt: New Orleans Jazz (ab 1905), Dixieland Jazz (ab 1910), Chicago Jazz (ab 1919), Swing (ab 1926), eine der populärsten Stilrichtungen der Jazzgeschichte, nebenbei bemerkt, sowie Bebop (ab 1940), Latin Jazz (ab 1947), Cool Jazz (ab 1948), Hard Bop (ab 1955), Free Jazz (ab 1958), Jazz Fusion (ab 1968) und viele weitere, die ihre Weiterführung im zeitgenössischen Stil fanden.