Aktuelles:

 

    IG Jazz-Nord    

Nächste Tagung:

 

In Neumünster, 25.September 2026, anlässlich der Verleihung des JazzFördererPreises durch das Kulturforum Schleswig-Holstein e.V.

Jazz-News

  • Videopremiere – Agneya – Teleology
    26. Juni 2026
    Unsere heutige Videopremiere kommt von dem preisgekrönten indisch-kanadischen Schlagzeuger, Perkussionist und Komponist Agneya. Die erste Single „Teleology“ aus seinem Debüt „Agneya“. Vorhang auf!
  • Gestorben: Clive Davis
    26. Juni 2026
    In New York verstarb am 22. Juni der Label-Boss und Produzent Clive Davis.
  • Köln: CJS-Kompositionswettbewerb
    26. Juni 2026
    Die Gewinner des siebten CJS-Kompositionswettbewerbs für Jazzmusiker und -musikerinnen aus Nordrhein-Westfalen stehen fest.
  • Unterföhring: Feringa Jazzfestival
    26. Juni 2026
    Ab 16. Juli wird die Bühne des Bürgerhauses Unterföhring für vier Tage zum Schauplatz des internationalen Feringa Jazzfestivals.
  • Montpellier: Festival Arabesques
    26. Juni 2026
    Das Festival Arabesques im südfranzösischen Montpellier geht vom 8. bis 20. September in seine 21. Ausgabe.
  • David Moss: Dense Band & Full House
    26. Juni 2026
    David Moss' „Dense Band“ und „Full House“ erscheinen als Re-Issues am 7. August auf Yatak Records.
  • Jeremy Pelt – Our Community Will Not Be Erased
    25. Juni 2026
    Fathers and Sons: Auf seinem neuen Album „Our Community Will Not Be Erased“, aufgenommen im legendären Studio von Rudy van Gelder in New Jersey, bringt der New Yorker Trompeter Jeremy Pelt Jazzgenerationen zusammen. Mit Legenden wie Buster Williams am Bass und Lenny White am Schlagzeug ist sein Album eine Verbindung von Post-Bop und elektronischer Avantgarde. […]
  • Wolfgang Muthspiel Chamber Trio – Atlas
    25. Juni 2026
    Nach der großartigen Einspielung „Tokyo“ mit Scott Colley und Brian Blade (Platz 2 der Jazz-thing-Mitarbeiter/-innen-Charts 2025) zeigt der österreichische Gitarrist Wolfgang Muthspiel, wie knackig ein Trio auch ohne Bass und Schlagzeug klingen kann. Sicher: Auf dem ersten gemeinsamen Album mit dem Schweizer Pianisten Colin Vallon und Muthspiels Landsmann Mario Rom an der Trompete gibt es […]
  • Joe Jackson – Hope And Fury
    25. Juni 2026
    Wenn sein perlend klares Klavier und sein immer leicht gehetzt klingendes Organ aus den Boxen strömen, weiß man sofort: Joe Jackson ist wieder da. Der Sänger und Pianist, der seine Liebe zum Jazz nie verhehlt hat, setzt mit „Hope And Fury“ aber wieder ganz auf Pop, ein Song wie „Fabulous People“ erinnert gar an das […]
  • Schweiz: Jazz Festival Willisau
    23. Juni 2026
    Das Jazz Festival Willisau findet vom 26. bis 30. August statt.

Allgemeines zum Thema Jazz

Die Entstehungsgeschichte des Jazz geht bis ins Jahr 1917 zurück. Dieser Musikstil ist dem Blues und der Musik der farbigen Sklavenarbeiter entlehnt. Folgende charakteristische Merkmale zeichnen sich ab:

  1. Die Persönlichkeit des Musikers steht im Vordergrund; der Interpret äußert mittels Stimme oder Instrument das, was er selbst erlebte und erfuhr.
  2. Die Improvisation, entweder frei oder nach musikalischer Vorgabe, und entweder von einem oder mehreren Instrumenten, quasi kollegial, ausgeführt, wird als Ausdrucksmittel verwendet.
  3. Die spontanen, unvermittelten, gefühlsgeladenen Interaktionen sorgen für einen spannenden, abwechlungs- und erlebnisreichen musikalischen Verlauf der Session.
  4. Die faszinierende Einmaligkeit der jeweiligen musikalischen Darbietung ist ein einzigartiges, in dieser speziellen Form nicht wieder zu erlangendes musikalisches Ereignis.
  5. Die Rhythmik ist der zentrale Aspekt, dem eine besondere Ausdruckskraft innewohnt. Der Pulsschlag der ehemals in Gefangenschaft geratenen Sklaven tritt hervor, der nunmehr frei zur Entfaltung gebracht wird.
  6. Der raue Stimmklang der Sänger bzw. der gefühlsgeladene Schrei nach Gerechtigkeit, nach der die Seele lechzt, tritt hervor.
  7. Die Tongebung orientiert sich am offenen Vokal.

Der Jazz eröffnete ganz neue, allumfassende Möglichkeiten, sämtliche Musiksparten betreffend. Die Verschmelzung von afroamerikanischen Elementen der Volksmusik, wie z.B. gefühlsgeladene Rhythmik, freie Improvisation, offene Tongebung (siehe Negro Spiritual, Worksong, Blues) mit europäischen Bestandteilen, wie z.B. Tonsystem, Melodik, Harmonik, Formsatz, Instrumentierung (siehe Tanz- Marsch- Unterhaltungs- und Popularmusik) sind der Grund dafür, dass heutzutage  Musikformen integriert wurden, die nahezu ganz von der traditionellen afroamerikanischen Ursprünglichkeit losgelöst sind. Die Entwicklung des Jazz vollzog sich summa summarum wie folgt: New Orleans Jazz (ab 1905), Dixieland Jazz (ab 1910), Chicago Jazz (ab 1919), Swing (ab 1926), eine der populärsten Stilrichtungen der Jazzgeschichte, nebenbei bemerkt, sowie Bebop (ab 1940), Latin Jazz (ab 1947), Cool Jazz (ab 1948), Hard Bop (ab 1955), Free Jazz (ab 1958), Jazz Fusion (ab 1968) und viele weitere, die ihre Weiterführung im zeitgenössischen Stil fanden.