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In Bad Oldesloe 24./25.September 2027

Jazz-News

  • Konstanz: Jazzherbst
    16. Oktober 2026
    In Konstanz beginnt am 28. Oktober der 47. Jazzherbst.
  • Start: Deutscher Jazzpreis 2027
    16. Oktober 2026
    Am 2. Juni 2027 wird im Schauspiel Leipzig zum siebten Mal der Deutsche Jazzpreis vergeben. Nachdem
  • Auf Tour: Pablo Ziegler
    16. Oktober 2026
    Der argentinische Pianist Pablo Ziegler ist im Oktober und November auf Tournee im deutschsprachigen Raum.
  • Paris: Gesangswettbewerb
    16. Oktober 2026
    Die 27-jährige Französin Malou Oheix ist Siegerin des diesjährigen Internationalen Gesangswettbewerbs der Herbie Hancock Foundation.
  • Simon Reynolds: Still in a Dream
    16. Oktober 2026
    Im Ventil-Verlag erscheint am 20. November die deutsche Übersetzung von Simon Reynolds’ popmusikalischer Epochenübersicht „Still in a Dream“.
  • Tim Collins & Mulo Francel – How Did We Get Here?
    15. Oktober 2026
    Schon vor einigen Jahren entschloss sich Tim Collins, von New York nach München zu ziehen. Das hat unter anderem zur Folge, dass er nicht automatisch in die Lobesrunden integriert wird, wenn es darum geht, herausragende Vibrafonisten zu küren. Es gibt ihm aber auch die Freiheit, Duos wie das mit dem Saxofonisten Mulo Francel zu spielen. […]
  • Two Dogs – People Do Strange Things
    15. Oktober 2026
    Wenn die beiden Schweizer Wahl-Berliner Beat Keller und Joke Lanz aufeinandertreffen, bleibt die Kausalität der Vernunft auf der Strecke. Sie definieren Improvisation völlig neu, bauen sich mit Gitarren und Turntables ein ganz eigenes Universum, in dessen weit verzweigtem Wurmloch-Labyrinth nur sie selbst sich auskennen. Dieses Album entzieht sich allen gängigen Kategorisierungen und spielt Pingpong über […]
  • Tricky – Different When It’s Silent
    15. Oktober 2026
    Hinweis vor dem Genuss des 15. Tricky-Albums: der einzige neue Song, auf dem die Marihuana-verdunkelte Stimme der TripHop-Legende wirklich zu hören ist, wurde schon als Single ausgekoppelt. „Out Of Place“ ist aber auch einfach grandios. Ein melancholisches Streicher-Loop, ein blubberndes Synthie-Break, dann treibende Drums. „I sing for my daughter“, bellt Tricky. Die Punkenergie ist noch […]
  • Berlin: rejazz-Festival@7
    13. Oktober 2026
    Das die siebte rejazz-Festival findet vom 19. bis 21. November im Berliner Schlot statt.
  • Hamburg: JazzHall@5
    13. Oktober 2026
    Fünf Jahre nach ihrer Eröffnung hat sich die JazzHall Hamburg als wichtiger Konzertort und kreativer Treffpunkt der deutschen Jazzszene etabliert.

Allgemeines zum Thema Jazz

Die Entstehungsgeschichte des Jazz geht bis ins Jahr 1917 zurück. Dieser Musikstil ist dem Blues und der Musik der farbigen Sklavenarbeiter entlehnt. Folgende charakteristische Merkmale zeichnen sich ab:

  1. Die Persönlichkeit des Musikers steht im Vordergrund; der Interpret äußert mittels Stimme oder Instrument das, was er selbst erlebte und erfuhr.
  2. Die Improvisation, entweder frei oder nach musikalischer Vorgabe, und entweder von einem oder mehreren Instrumenten, quasi kollegial, ausgeführt, wird als Ausdrucksmittel verwendet.
  3. Die spontanen, unvermittelten, gefühlsgeladenen Interaktionen sorgen für einen spannenden, abwechlungs- und erlebnisreichen musikalischen Verlauf der Session.
  4. Die faszinierende Einmaligkeit der jeweiligen musikalischen Darbietung ist ein einzigartiges, in dieser speziellen Form nicht wieder zu erlangendes musikalisches Ereignis.
  5. Die Rhythmik ist der zentrale Aspekt, dem eine besondere Ausdruckskraft innewohnt. Der Pulsschlag der ehemals in Gefangenschaft geratenen Sklaven tritt hervor, der nunmehr frei zur Entfaltung gebracht wird.
  6. Der raue Stimmklang der Sänger bzw. der gefühlsgeladene Schrei nach Gerechtigkeit, nach der die Seele lechzt, tritt hervor.
  7. Die Tongebung orientiert sich am offenen Vokal.

Der Jazz eröffnete ganz neue, allumfassende Möglichkeiten, sämtliche Musiksparten betreffend. Die Verschmelzung von afroamerikanischen Elementen der Volksmusik, wie z.B. gefühlsgeladene Rhythmik, freie Improvisation, offene Tongebung (siehe Negro Spiritual, Worksong, Blues) mit europäischen Bestandteilen, wie z.B. Tonsystem, Melodik, Harmonik, Formsatz, Instrumentierung (siehe Tanz- Marsch- Unterhaltungs- und Popularmusik) sind der Grund dafür, dass heutzutage  Musikformen integriert wurden, die nahezu ganz von der traditionellen afroamerikanischen Ursprünglichkeit losgelöst sind. Die Entwicklung des Jazz vollzog sich summa summarum wie folgt: New Orleans Jazz (ab 1905), Dixieland Jazz (ab 1910), Chicago Jazz (ab 1919), Swing (ab 1926), eine der populärsten Stilrichtungen der Jazzgeschichte, nebenbei bemerkt, sowie Bebop (ab 1940), Latin Jazz (ab 1947), Cool Jazz (ab 1948), Hard Bop (ab 1955), Free Jazz (ab 1958), Jazz Fusion (ab 1968) und viele weitere, die ihre Weiterführung im zeitgenössischen Stil fanden.