Aktuelles:

 

    IG Jazz-Nord    

Nächste Tagung:

 7./ 8.November 2025 in Pinneberg

 

Jazz-News

  • Videopremiere – Reverso – Origins Of The Unseen
    27. März 2026
    Reverso, das Trio aus Posaunist Ryan Keberle, Pianist Frank Woeste und dem Cellisten Vincent Courtois, hat sich für das heute veröffentlichte, neue Album „Between Two Silences“ auf die Spuren von Satie und der „Musique d‘ameublement” begeben. Wir präsentieren die exklusive Videopremiere zu „Origins Of The Unseen“. Bühne frei!
  • Hamm: Jazzfestival
    27. März 2026
    Vom 17. bis 19. April wird das Kurhaus Bad Hamm für drei Tage zum Jazzhaus in Hamm.
  • USA: MacDowell Medal für Anthony Braxton
    27. März 2026
    Die Edward MacDowell Medal geht 2026 an Anthony Braxton. Der 1945 in Chicago geborene Komponist und Multiinstrumentalist wird die Ehrung am „Medal Day“, am 28. Juni entgegennehmen. Der Preis ist benannt nach dem Komponisten Edward MacDowell, der mit der Pianistin Marian MacDowell 1907 die „MacDowell Artist Colony“ in New Hampshire gründete. Die nach seinem Tod […]
  • Kronos Quartet: Mahalia Jackson
    27. März 2026
    Mit „Glorious Mahalia“ inszeniert das Kronos Quartet eine vielschichtige Hommage an diese Gospelsängerin aus den USA.
  • Soul Jazz Records: Neue Compilations
    27. März 2026
    Das britische Label Soul Jazz veröffentlicht zwei Compilation-Alben mit Musik des US-amerikanischen Independent Labels Black Jazz Records.
  • London: Gypsy Jazz Festival
    27. März 2026
    Das Londoner Jazzlokal Toulouse Lautrec wird vom 16. bis 19. April Schauplatz des jährlichen Gypsy Jazz Festivals.
  • Videopremiere – Vasilis Kostas – Beyond Syndesis
    26. März 2026
    Jazz und mediterrane Volkstradition gehen Hand in Hand auf dem neuen Album von Vasilis Kostas. Der Musiker bringt auf seinem neuen Album „Léna“, das Mitte April erscheinen wird, Musiker aus Griechenland und den USA in einem Ensemble zusammen. Wir präsentieren heute exklusiv vorab die Videopremiere zu „Beyond Syndesis“. Vorhang auf!
  • Javon Jackson – Jackson plays Dylan
    26. März 2026
    In Berlin gibt es eine Jazzgruppe, die sich dem Œuvre Bob Dylans verschrieben hat, das ist die vom Saxofonisten Ali Beierbach geleitete Band Absolutely Sweet Marie. Nun hat auch sein amerikanischer Kollege Javon Jackson den Barden aus Minnesota für sich entdeckt. Zusammen mit einer kleinen Band und den Sängerinnen Lisa Fischer und Nicole Zuraitis spielt […]
  • OUU!D – #ffff00
    26. März 2026
    Auf ihrer Bandcamp-Seite bezeichnet sich die schweizerische Band OUU!D um Gitarrist Noah Punkt, Reed-Trompeter Felix Nussbaumer und Bassklarinettist Niklaus Mader als wahrscheinlich letzten lebenden Fax-Apparat. Tatsächlich gelingt es den drei Musikern, die Geräusche besagter Maschinen täuschend echt nachzuahmen und eine ganze Ästhetik daraus abzuleiten. Ihre daraus resultierende EP mit unaussprechlichem Titel kann man aus unterschiedlichen […]
  • 8 Octopi – Frail Boat
    26. März 2026
    Geprägt wird der Sound von 8 Octopi (der Bandname stammt aus einem Roman von Salman Rushdie) von Sängerin Patricija Skof und Flötist Ben Zahler, die weiteren Instrumente sind Klavier und Kontrabass, ein Schlagzeug gibt es nicht. Das sorgt dafür, dass die Songs auf „Frail Boat“ so federleicht und nach einer Mischung aus Pop und Modern […]

Allgemeines zum Thema Jazz

Die Entstehungsgeschichte des Jazz geht bis ins Jahr 1917 zurück. Dieser Musikstil ist dem Blues und der Musik der farbigen Sklavenarbeiter entlehnt. Folgende charakteristische Merkmale zeichnen sich ab:

  1. Die Persönlichkeit des Musikers steht im Vordergrund; der Interpret äußert mittels Stimme oder Instrument das, was er selbst erlebte und erfuhr.
  2. Die Improvisation, entweder frei oder nach musikalischer Vorgabe, und entweder von einem oder mehreren Instrumenten, quasi kollegial, ausgeführt, wird als Ausdrucksmittel verwendet.
  3. Die spontanen, unvermittelten, gefühlsgeladenen Interaktionen sorgen für einen spannenden, abwechlungs- und erlebnisreichen musikalischen Verlauf der Session.
  4. Die faszinierende Einmaligkeit der jeweiligen musikalischen Darbietung ist ein einzigartiges, in dieser speziellen Form nicht wieder zu erlangendes musikalisches Ereignis.
  5. Die Rhythmik ist der zentrale Aspekt, dem eine besondere Ausdruckskraft innewohnt. Der Pulsschlag der ehemals in Gefangenschaft geratenen Sklaven tritt hervor, der nunmehr frei zur Entfaltung gebracht wird.
  6. Der raue Stimmklang der Sänger bzw. der gefühlsgeladene Schrei nach Gerechtigkeit, nach der die Seele lechzt, tritt hervor.
  7. Die Tongebung orientiert sich am offenen Vokal.

Der Jazz eröffnete ganz neue, allumfassende Möglichkeiten, sämtliche Musiksparten betreffend. Die Verschmelzung von afroamerikanischen Elementen der Volksmusik, wie z.B. gefühlsgeladene Rhythmik, freie Improvisation, offene Tongebung (siehe Negro Spiritual, Worksong, Blues) mit europäischen Bestandteilen, wie z.B. Tonsystem, Melodik, Harmonik, Formsatz, Instrumentierung (siehe Tanz- Marsch- Unterhaltungs- und Popularmusik) sind der Grund dafür, dass heutzutage  Musikformen integriert wurden, die nahezu ganz von der traditionellen afroamerikanischen Ursprünglichkeit losgelöst sind. Die Entwicklung des Jazz vollzog sich summa summarum wie folgt: New Orleans Jazz (ab 1905), Dixieland Jazz (ab 1910), Chicago Jazz (ab 1919), Swing (ab 1926), eine der populärsten Stilrichtungen der Jazzgeschichte, nebenbei bemerkt, sowie Bebop (ab 1940), Latin Jazz (ab 1947), Cool Jazz (ab 1948), Hard Bop (ab 1955), Free Jazz (ab 1958), Jazz Fusion (ab 1968) und viele weitere, die ihre Weiterführung im zeitgenössischen Stil fanden.