Aktuelles:

 

    IG Jazz-Nord    

Nächste Tagung:

 

In Neumünster, 25.September 2026, anlässlich der Verleihung des JazzFördererPreises durch das Kulturforum Schleswig-Holstein e.V.

Jazz-News

  • Essen: PENG@10
    28. Juli 2026
    Am ersten Oktoberwochenende vom 2. bis 4. Oktober feiert das PENG-Kollektiv seinen zehnten Geburtstag.
  • UK: EFG London Jazz Festival
    28. Juli 2026
    2026 findet das EFG London Jazz Festival vom 13. bis 22. November statt.
  • Brüssel: Festival Hide & Seek
    28. Juli 2026
    In Brüssel findet vom 17. bis 22. August das Hide & Seek Festival statt.
  • Düsseldorf: Jazz & Weltmusik im Hofgarten
    28. Juli 2026
    Im Düsseldorfer Hofgarten finden an den kommenden drei Samstagen die Open-Air-Konzertreihe Jazz & Weltmusik statt.
  • Frankfurt: Jazz zum Dritten
    28. Juli 2026
    Dieses Jahr findet Jazz zum Dritten am 3. und 4. Oktober erneut in Frankfurt statt.
  • Jazz und Anderes im Radio
    27. Juli 2026
    Features und Konzertmitschnitte aus Jazz, World Music, Neuer Musik u.a.
  • Jazz und Anderes im Fernsehen
    27. Juli 2026
    Konzerte, Dokumentationen, Porträts und Magazine im TV
  • Marquis Hill – (Beautifulism) Sweet Surrender
    27. Juli 2026
    Das Cover zeigt die „Sweet Surrender“, die „süße Hingabe“ der spirituellen Erweckung in einem Gospelgottesdienst. Auf seinem neuen Album „(Beautifulism) Sweet Surrender“ präsentiert der Chicagoer Trompeter Marquis Hill seine Kompositionen als eine Suite von Glauben, Erneuerung und Befreiung. Erschienen ist es auf seinem eigenen Label Black Unlimited Records, auf dem er selbstbestimmt die Gesamtheit der […]
  • Axel Fischbacher Trio – normal II
    27. Juli 2026
    Dass der Begriff „normal“ in Zeiten, wo die AfD ihn für sich reklamiert („Deutschland. Aber normal.“), problematisch ist, ist Axel Fischbacher durchaus bewusst. Der Gitarrist will ihn aber nicht den Rechten überlassen – und damit liegt er goldrichtig. Alles andere als normal ist die Musik, die Fischbacher mit seinem Trio, zu dem der Bassist Nico […]
  • Pascal Niggenkemper Ensemble Tuvalu – D‘Une Rive À L‘autre
    27. Juli 2026
    2024 bekam der Bassist Pascal Niggenkemper den Auftrag, für das SWR NEW Jazz Meeting ein Stück zu schreiben. Kurz zuvor las er über die Inselgruppe Tuvalu im Südpazifik, die schon heute von den Folgen der Klimakatastrophe betroffen ist und deren Regierung deshalb darüber nachdenkt, ins Digitale umzuziehen, wenn die Menschen ihre Heimat verlassen müssen. Entstanden […]

Allgemeines zum Thema Jazz

Die Entstehungsgeschichte des Jazz geht bis ins Jahr 1917 zurück. Dieser Musikstil ist dem Blues und der Musik der farbigen Sklavenarbeiter entlehnt. Folgende charakteristische Merkmale zeichnen sich ab:

  1. Die Persönlichkeit des Musikers steht im Vordergrund; der Interpret äußert mittels Stimme oder Instrument das, was er selbst erlebte und erfuhr.
  2. Die Improvisation, entweder frei oder nach musikalischer Vorgabe, und entweder von einem oder mehreren Instrumenten, quasi kollegial, ausgeführt, wird als Ausdrucksmittel verwendet.
  3. Die spontanen, unvermittelten, gefühlsgeladenen Interaktionen sorgen für einen spannenden, abwechlungs- und erlebnisreichen musikalischen Verlauf der Session.
  4. Die faszinierende Einmaligkeit der jeweiligen musikalischen Darbietung ist ein einzigartiges, in dieser speziellen Form nicht wieder zu erlangendes musikalisches Ereignis.
  5. Die Rhythmik ist der zentrale Aspekt, dem eine besondere Ausdruckskraft innewohnt. Der Pulsschlag der ehemals in Gefangenschaft geratenen Sklaven tritt hervor, der nunmehr frei zur Entfaltung gebracht wird.
  6. Der raue Stimmklang der Sänger bzw. der gefühlsgeladene Schrei nach Gerechtigkeit, nach der die Seele lechzt, tritt hervor.
  7. Die Tongebung orientiert sich am offenen Vokal.

Der Jazz eröffnete ganz neue, allumfassende Möglichkeiten, sämtliche Musiksparten betreffend. Die Verschmelzung von afroamerikanischen Elementen der Volksmusik, wie z.B. gefühlsgeladene Rhythmik, freie Improvisation, offene Tongebung (siehe Negro Spiritual, Worksong, Blues) mit europäischen Bestandteilen, wie z.B. Tonsystem, Melodik, Harmonik, Formsatz, Instrumentierung (siehe Tanz- Marsch- Unterhaltungs- und Popularmusik) sind der Grund dafür, dass heutzutage  Musikformen integriert wurden, die nahezu ganz von der traditionellen afroamerikanischen Ursprünglichkeit losgelöst sind. Die Entwicklung des Jazz vollzog sich summa summarum wie folgt: New Orleans Jazz (ab 1905), Dixieland Jazz (ab 1910), Chicago Jazz (ab 1919), Swing (ab 1926), eine der populärsten Stilrichtungen der Jazzgeschichte, nebenbei bemerkt, sowie Bebop (ab 1940), Latin Jazz (ab 1947), Cool Jazz (ab 1948), Hard Bop (ab 1955), Free Jazz (ab 1958), Jazz Fusion (ab 1968) und viele weitere, die ihre Weiterführung im zeitgenössischen Stil fanden.