Aktuelles:

 

    IG Jazz-Nord    

Nächste Tagung:

 Bad Oldesloe, 05./06.09.2026

 

Jazz-News

  • Jazz-Preis Baden-Württemberg: Tabea Kind
    07. April 2026
    Die 1999 in Karlsruhe geborene Bassistin Tabea Kind wird mit dem Jazz-Preis Baden-Württemberg ausgezeichnet.
  • Hamburg: Miles-Davis-Jazzfilmtag
    07. April 2026
    Das UNERHÖRT! Musikfilmfestival Hamburg bringt am 17. April im Metropolis Kino in Hamburg den „COOL – Ein Miles-Davis-Jazzfilmtag “.
  • Köln: From Bezau with Love
    07. April 2026
    Am 8. Mai findet im Kölner Stadtgarten das Mini-Festival „From Bezau with Love" statt.
  • Bayreuth: Pijazzo – Jazz im Palais
    07. April 2026
    Vom 14. bis 17. Mai richtet das Jazzforum Bayreuth mit der Klaviermanufaktur Steingraeber zum sechsten Mal das Festival Pijazzo – Jazz im Palais aus.
  • Dortmund: COSMO Festival
    07. April 2026
    WDR COSMO veranstaltet am 13. Juni sein Festival im Dortmunder Junkyard.
  • Jazz und Anderes im Radio
    06. April 2026
    Features und Konzertmitschnitte aus Jazz, World Music, Neuer Musik u.a.
  • Jazz und Anderes im Fernsehen
    06. April 2026
    Konzerte, Dokumentationen, Porträts und Magazine im TV
  • Jasper Høiby’s 3 Elements – Conversations Of Hope
    06. April 2026
    Das Pianotrio lässt Jasper Høiby einfach nicht los. Nach dem vorläufigen Aus des Erfolgsdreierbunds Phronesis entwickelte der dänische Kontrabassist mit drei Elements ein Konzept, in dem er das Format für sich und die Zuhörenden spannend hält – und zwar durch den steten Wechsel der Anspielpartner. Für „Conversations Of Hope“ lud sich Høiby mit dem Pianisten […]
  • Shalosh – What We Are Made Of
    06. April 2026
    Es grenzt fast an Zufall, beim unbedarften Hören die Songs zu identifizieren, die das Trio aus Tel Aviv sich vorgeknöpft hat. Vom „Barbie Girl“ bleibt nicht viel übrig außer ein paar verhallenden Melodietönen am Ende von Pianist Gadi Stern, „Don’t Look Back In Anger“ wird von Drummer Matan Assayag zurechtgeshufflet, Bassist David Michali verzerrt sein […]
  • Mamas Gun – Dig!
    06. April 2026
    Lässig geht es schon los, das sechste Studioalbum der britischen Band Mamas Gun. Die auf einem 16-Spur-Analogband aufgenommene Musik versetzt den Hörer sofort in eine schön entspannte Stimmung – weil eben der Gesang von Songwriter Andy Platts so geschmeidig funkelt, so wie die dezenten Grooves von Bassist Cameron Dawson und die zart anschiebenden Rhythmen von […]

Allgemeines zum Thema Jazz

Die Entstehungsgeschichte des Jazz geht bis ins Jahr 1917 zurück. Dieser Musikstil ist dem Blues und der Musik der farbigen Sklavenarbeiter entlehnt. Folgende charakteristische Merkmale zeichnen sich ab:

  1. Die Persönlichkeit des Musikers steht im Vordergrund; der Interpret äußert mittels Stimme oder Instrument das, was er selbst erlebte und erfuhr.
  2. Die Improvisation, entweder frei oder nach musikalischer Vorgabe, und entweder von einem oder mehreren Instrumenten, quasi kollegial, ausgeführt, wird als Ausdrucksmittel verwendet.
  3. Die spontanen, unvermittelten, gefühlsgeladenen Interaktionen sorgen für einen spannenden, abwechlungs- und erlebnisreichen musikalischen Verlauf der Session.
  4. Die faszinierende Einmaligkeit der jeweiligen musikalischen Darbietung ist ein einzigartiges, in dieser speziellen Form nicht wieder zu erlangendes musikalisches Ereignis.
  5. Die Rhythmik ist der zentrale Aspekt, dem eine besondere Ausdruckskraft innewohnt. Der Pulsschlag der ehemals in Gefangenschaft geratenen Sklaven tritt hervor, der nunmehr frei zur Entfaltung gebracht wird.
  6. Der raue Stimmklang der Sänger bzw. der gefühlsgeladene Schrei nach Gerechtigkeit, nach der die Seele lechzt, tritt hervor.
  7. Die Tongebung orientiert sich am offenen Vokal.

Der Jazz eröffnete ganz neue, allumfassende Möglichkeiten, sämtliche Musiksparten betreffend. Die Verschmelzung von afroamerikanischen Elementen der Volksmusik, wie z.B. gefühlsgeladene Rhythmik, freie Improvisation, offene Tongebung (siehe Negro Spiritual, Worksong, Blues) mit europäischen Bestandteilen, wie z.B. Tonsystem, Melodik, Harmonik, Formsatz, Instrumentierung (siehe Tanz- Marsch- Unterhaltungs- und Popularmusik) sind der Grund dafür, dass heutzutage  Musikformen integriert wurden, die nahezu ganz von der traditionellen afroamerikanischen Ursprünglichkeit losgelöst sind. Die Entwicklung des Jazz vollzog sich summa summarum wie folgt: New Orleans Jazz (ab 1905), Dixieland Jazz (ab 1910), Chicago Jazz (ab 1919), Swing (ab 1926), eine der populärsten Stilrichtungen der Jazzgeschichte, nebenbei bemerkt, sowie Bebop (ab 1940), Latin Jazz (ab 1947), Cool Jazz (ab 1948), Hard Bop (ab 1955), Free Jazz (ab 1958), Jazz Fusion (ab 1968) und viele weitere, die ihre Weiterführung im zeitgenössischen Stil fanden.