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    IG Jazz-Nord    

Nächste Tagung:

 Bad Oldesloe, 05./06.09.2026

 

Jazz-News

  • Dejan Terzić Axiom – Grow
    30. März 2026
    Über zehn Jahre Bandgeschichte, aber dennoch ist „Grow“ erst das dritte Album von Dejan Terzićs Quartett Axiom. Gute Dinge brauchen ihre Zeit. Und dieses Album ist gut. Es wurde teilweise bei einem Konzert im italienischen Udine aufgenommen. Die anderen Stücke entstanden auf derselben Bühne, nur ohne Publikum früher am selben Tag. So kann man bei […]
  • Dr. John – Live At Rockpalast 1999
    30. März 2026
    Rockpalast auf der Loreley war immer schon ein Garant für große TV- und Musikerlebnisse daheim sowie glückliche Gesichter im Publikum vor Ort. Der Auftritt von Dr. John aus dem Jahr 1999 macht da keine Ausnahme: In Quartettbesetzung und ohne Bläser hielt er eine rund 75 Minuten lange „Sprechstunde“ in Sachen Funkyness und Blues ab, die […]
  • Dave Stapleton – Quiet Fire
    30. März 2026
    Der britische Tastenmann und Edition-Records-Gründer Dave Stapleton ist auf seinem neuen Album an Synthesizer und Fender Rhodes zu hören. Über dem soliden rhythmischen Fundament von Bassist Jon Goode und Schlagzeuger Elliot Bennett schichtet er fortwährend dichte atmosphärische Texturen aus repetitiven, ineinandergreifenden Patterns auf. In den angesteuerten Gefilden zwischen modernem Jazz und Electronica hantiert er mit […]
  • Videopremiere – Reverso – Origins Of The Unseen
    27. März 2026
    Reverso, das Trio aus Posaunist Ryan Keberle, Pianist Frank Woeste und dem Cellisten Vincent Courtois, hat sich für das heute veröffentlichte, neue Album „Between Two Silences“ auf die Spuren von Satie und der „Musique d‘ameublement” begeben. Wir präsentieren die exklusive Videopremiere zu „Origins Of The Unseen“. Bühne frei!
  • Hamm: Jazzfestival
    27. März 2026
    Vom 17. bis 19. April wird das Kurhaus Bad Hamm für drei Tage zum Jazzhaus in Hamm.
  • USA: MacDowell Medal für Anthony Braxton
    27. März 2026
    Die Edward MacDowell Medal geht 2026 an Anthony Braxton. Der 1945 in Chicago geborene Komponist und Multiinstrumentalist wird die Ehrung am „Medal Day“, am 28. Juni entgegennehmen. Der Preis ist benannt nach dem Komponisten Edward MacDowell, der mit der Pianistin Marian MacDowell 1907 die „MacDowell Artist Colony“ in New Hampshire gründete. Die nach seinem Tod […]
  • Kronos Quartet: Mahalia Jackson
    27. März 2026
    Mit „Glorious Mahalia“ inszeniert das Kronos Quartet eine vielschichtige Hommage an diese Gospelsängerin aus den USA.
  • Soul Jazz Records: Neue Compilations
    27. März 2026
    Das britische Label Soul Jazz veröffentlicht zwei Compilation-Alben mit Musik des US-amerikanischen Independent Labels Black Jazz Records.
  • London: Gypsy Jazz Festival
    27. März 2026
    Das Londoner Jazzlokal Toulouse Lautrec wird vom 16. bis 19. April Schauplatz des jährlichen Gypsy Jazz Festivals.
  • Videopremiere – Vasilis Kostas – Beyond Syndesis
    26. März 2026
    Jazz und mediterrane Volkstradition gehen Hand in Hand auf dem neuen Album von Vasilis Kostas. Der Musiker bringt auf seinem neuen Album „Léna“, das Mitte April erscheinen wird, Musiker aus Griechenland und den USA in einem Ensemble zusammen. Wir präsentieren heute exklusiv vorab die Videopremiere zu „Beyond Syndesis“. Vorhang auf!

Allgemeines zum Thema Jazz

Die Entstehungsgeschichte des Jazz geht bis ins Jahr 1917 zurück. Dieser Musikstil ist dem Blues und der Musik der farbigen Sklavenarbeiter entlehnt. Folgende charakteristische Merkmale zeichnen sich ab:

  1. Die Persönlichkeit des Musikers steht im Vordergrund; der Interpret äußert mittels Stimme oder Instrument das, was er selbst erlebte und erfuhr.
  2. Die Improvisation, entweder frei oder nach musikalischer Vorgabe, und entweder von einem oder mehreren Instrumenten, quasi kollegial, ausgeführt, wird als Ausdrucksmittel verwendet.
  3. Die spontanen, unvermittelten, gefühlsgeladenen Interaktionen sorgen für einen spannenden, abwechlungs- und erlebnisreichen musikalischen Verlauf der Session.
  4. Die faszinierende Einmaligkeit der jeweiligen musikalischen Darbietung ist ein einzigartiges, in dieser speziellen Form nicht wieder zu erlangendes musikalisches Ereignis.
  5. Die Rhythmik ist der zentrale Aspekt, dem eine besondere Ausdruckskraft innewohnt. Der Pulsschlag der ehemals in Gefangenschaft geratenen Sklaven tritt hervor, der nunmehr frei zur Entfaltung gebracht wird.
  6. Der raue Stimmklang der Sänger bzw. der gefühlsgeladene Schrei nach Gerechtigkeit, nach der die Seele lechzt, tritt hervor.
  7. Die Tongebung orientiert sich am offenen Vokal.

Der Jazz eröffnete ganz neue, allumfassende Möglichkeiten, sämtliche Musiksparten betreffend. Die Verschmelzung von afroamerikanischen Elementen der Volksmusik, wie z.B. gefühlsgeladene Rhythmik, freie Improvisation, offene Tongebung (siehe Negro Spiritual, Worksong, Blues) mit europäischen Bestandteilen, wie z.B. Tonsystem, Melodik, Harmonik, Formsatz, Instrumentierung (siehe Tanz- Marsch- Unterhaltungs- und Popularmusik) sind der Grund dafür, dass heutzutage  Musikformen integriert wurden, die nahezu ganz von der traditionellen afroamerikanischen Ursprünglichkeit losgelöst sind. Die Entwicklung des Jazz vollzog sich summa summarum wie folgt: New Orleans Jazz (ab 1905), Dixieland Jazz (ab 1910), Chicago Jazz (ab 1919), Swing (ab 1926), eine der populärsten Stilrichtungen der Jazzgeschichte, nebenbei bemerkt, sowie Bebop (ab 1940), Latin Jazz (ab 1947), Cool Jazz (ab 1948), Hard Bop (ab 1955), Free Jazz (ab 1958), Jazz Fusion (ab 1968) und viele weitere, die ihre Weiterführung im zeitgenössischen Stil fanden.