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    IG Jazz-Nord    

Nächste Tagung:

 entfällt: Bad Oldesloe, 05./06.09.2026

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Jazz-News

  • Saalfelden: Programm komplett
    02. Juni 2026
    Kürzlich wurde das vollständige Programm des Jazzfestivals Saalfelden vom 20. bis 23. August bekannt gegeben.
  • Ensemble Modern: Film-Doku
    02. Juni 2026
    Die Film-Doku „Why We Play“ über das Ensemble Modern von Thorsten Schütte läuft am 11. Juni in den Kinos an.
  • RIP: Ingo Hug
    02. Juni 2026
    Der künstlerische Leiter vom Aalener Jazzfest, Ingo Hug, ist am 28. Mai unerwartet gestorben.
  • Freiburg: Jazzfestival
    02. Juni 2026
    Das Jazzfestival Freiburg hat das Programm für die Ausgabe 2026 vom 19. bis 27. September veröffentlicht.
  • Bauer Studios: Förderpreis
    02. Juni 2026
    „Klangkultur – Freundeskreis der Bauer Studios“ hat zum zweiten Mal den Förderpreis ausgeschrieben.
  • Jazz und Anderes im Radio
    01. Juni 2026
    Features und Konzertmitschnitte aus Jazz, World Music, Neuer Musik u.a.
  • Jazz und Anderes im Fernsehen
    01. Juni 2026
    Konzerte, Dokumentationen, Porträts und Magazine im TV
  • Marc Copland – String Theory
    01. Juni 2026
    Davon haben Marc Copland und Mark Feldman schon lange geträumt: einmal den subtilen Dialog zwischen Piano und Violine einzufangen, bei dem lyrische Einvernehmlichkeit zum idealen Katalysator für Freiheit werden kann. 2022 im französischen Pernes und ein Jahr später in der Fattoria Musica in Osnabrück durften sie endlich ihre persönliche Theorie der Saiten in Klänge umwandeln. […]
  • Metropole Orkest – Arakatak
    01. Juni 2026
    Morris Kliphuis, Vince Mendoza, Donny McCaslin, Tineke Postma, Miho Hazama, Mark Guiliana, Shai Maestro und Louis Cole sind die Komponisten, die für das neue Album des niederländischen Metropole Orkest, das nur auf Vinyl erscheint, Kompositionen beigesteuert haben. Die japanische Pianistin und Dirigentin Miho Hazama, die seit 2019 auch Chefdirigentin der Danisch Radio Big Band ist, […]
  • Terry Callier – At The Earl Of Old Town; Live Peace
    01. Juni 2026
    Terry Callier zuzuhören, ist immer ein Genuss. Allerdings könnten diese zwei Live-Aufnahmen des 2012 verstorbenen „Candyman des Folks“ kaum unterschiedlicher sein. Die eine, „At The Earl Of Old Town“, solo aus dem Jahre 1967, bietet leidenschaftlich bis verzweifelte Versionen von Folkklassikern wie „900 Miles“ oder dem „Work Song“ von Nat Adderley und Oscar Brown Jr. […]

Allgemeines zum Thema Jazz

Die Entstehungsgeschichte des Jazz geht bis ins Jahr 1917 zurück. Dieser Musikstil ist dem Blues und der Musik der farbigen Sklavenarbeiter entlehnt. Folgende charakteristische Merkmale zeichnen sich ab:

  1. Die Persönlichkeit des Musikers steht im Vordergrund; der Interpret äußert mittels Stimme oder Instrument das, was er selbst erlebte und erfuhr.
  2. Die Improvisation, entweder frei oder nach musikalischer Vorgabe, und entweder von einem oder mehreren Instrumenten, quasi kollegial, ausgeführt, wird als Ausdrucksmittel verwendet.
  3. Die spontanen, unvermittelten, gefühlsgeladenen Interaktionen sorgen für einen spannenden, abwechlungs- und erlebnisreichen musikalischen Verlauf der Session.
  4. Die faszinierende Einmaligkeit der jeweiligen musikalischen Darbietung ist ein einzigartiges, in dieser speziellen Form nicht wieder zu erlangendes musikalisches Ereignis.
  5. Die Rhythmik ist der zentrale Aspekt, dem eine besondere Ausdruckskraft innewohnt. Der Pulsschlag der ehemals in Gefangenschaft geratenen Sklaven tritt hervor, der nunmehr frei zur Entfaltung gebracht wird.
  6. Der raue Stimmklang der Sänger bzw. der gefühlsgeladene Schrei nach Gerechtigkeit, nach der die Seele lechzt, tritt hervor.
  7. Die Tongebung orientiert sich am offenen Vokal.

Der Jazz eröffnete ganz neue, allumfassende Möglichkeiten, sämtliche Musiksparten betreffend. Die Verschmelzung von afroamerikanischen Elementen der Volksmusik, wie z.B. gefühlsgeladene Rhythmik, freie Improvisation, offene Tongebung (siehe Negro Spiritual, Worksong, Blues) mit europäischen Bestandteilen, wie z.B. Tonsystem, Melodik, Harmonik, Formsatz, Instrumentierung (siehe Tanz- Marsch- Unterhaltungs- und Popularmusik) sind der Grund dafür, dass heutzutage  Musikformen integriert wurden, die nahezu ganz von der traditionellen afroamerikanischen Ursprünglichkeit losgelöst sind. Die Entwicklung des Jazz vollzog sich summa summarum wie folgt: New Orleans Jazz (ab 1905), Dixieland Jazz (ab 1910), Chicago Jazz (ab 1919), Swing (ab 1926), eine der populärsten Stilrichtungen der Jazzgeschichte, nebenbei bemerkt, sowie Bebop (ab 1940), Latin Jazz (ab 1947), Cool Jazz (ab 1948), Hard Bop (ab 1955), Free Jazz (ab 1958), Jazz Fusion (ab 1968) und viele weitere, die ihre Weiterführung im zeitgenössischen Stil fanden.