Aktuelles:

 

    IG Jazz-Nord    

Nächste Tagung:

 7./ 8.November 2025 in Pinneberg

 

Jazz-News

  • Burghausen: Nachwuchs-Jazzpreis
    20. März 2026
    Das Trio RENNER aus Deutschland hat den diesjährigen Europäischen Burghausener Nachwuchs-Jazzpreis gewonnen.
  • Biberach: Landesjazzfestival BW
    20. März 2026
    Ab 10. April ist das schwäbische Biberach Austragungsort für das Landesjazzfestival Baden-Württembergs.
  • Stimmen: Kooperation mit Africa Basel
    20. März 2026
    Das Stimmen-Festival in Lörrach kehrt 2026 in der Eröffnung zu seiner ehemaligen Kernkompetenz zurück und präsentiert Weltmusik.
  • Saarbrücken: FreeJazzFestival
    20. März 2026
    Am 25. März beginnt das FreeJazzFestival in Saarbrücken mit einem multimedialen Prolog im Kino Achteinhalb.
  • Concord: Ninja Tune gekauft
    20. März 2026
    Das US-amerikanische Musikunternehmen Concord hat das britische Label Ninja Tune erworben.
  • Editorial 163
    19. März 2026
    mit Angelika Niescier haben wir wieder eine herausragende deutsche Jazzmusikerin auf dem Titel, die es gerne aus ihrer Komfortzone hinaus in die Welt zieht. Zum Zeitpunkt des Interviews kam die Kölner Saxofonistin gerade aus Tokio, Anlass des Gesprächs war jedoch ein Album, das sie in Chicago mit zwei grundverschiedenen Quartetten aufgenommen hat – in der […]
  • Contents 163
    19. März 2026
    Angelika Niescier, Miles Davis 100, Mark Turner, Henri Texier, Lisa Bassenge, Shabaka, Peter Erskine, Chris Potter, Pat Metheny, Tinariwen, Miroslav Vitouš, Joachim Kühn u.v.a.m. ab 28.3. am Kiosk
  • Eivind Aarset – 40 Minuten sind genug
    19. März 2026
    Mit „Strange Hands“ (Jazzland/edel) hat Eivind Aarset ein Album eingespielt, das sich vor allem um sein Quartett mit Audun Erlien, Wetle Holte und Erland Dahlen drehen soll. Trotzdem sind aber auch zwei Gastmusikerinnen mit an Bord. Warum das kein Widerspruch sein muss, hat der norwegische Gitarrist unserem Autor erläutert. „Es ging mir um den Bandsound, […]
  • Alexander Rueß – Debut
    19. März 2026
    Gezupfte Melodielinien, komplexe Akkordstrukturen und sich weit ausbreitende rhythmische Texturen: So beginnt das Album „Debut“ des Gitarristen und Komponisten Alexander Rueß, das im Rahmen der Reihe „Jazz thing Next Generation“ (Double Moon Records/Bertus) erscheint. Der Titel markiert selbst einen Anfang, als Einführung und Sichvorstellen, als „Debut“. Die sehr persönlichen Stücke des 28-Jährigen entfalten sich mit […]
  • Jazz thing präsentiert: From Bezau With Love
    19. März 2026
    Am 8.5. präsentiert sich das momentan vielleicht angesagteste zeitgenössische Jazz-Label Europas in wahrlich legendären Räumen der improvisierten Musik: Bezau in Köln, Boomslang im Stadtgarten. In der Naturidylle des Bregenzerwaldes gelegen und doch gleichzeitig mittendrin im Epizentrum der Jazz- und Improv-Szenen von Berlin bis Brooklyn, hat sich Boomslang unter der Ägide seines umtriebigen Masterminds Alfred Vogel […]

Allgemeines zum Thema Jazz

Die Entstehungsgeschichte des Jazz geht bis ins Jahr 1917 zurück. Dieser Musikstil ist dem Blues und der Musik der farbigen Sklavenarbeiter entlehnt. Folgende charakteristische Merkmale zeichnen sich ab:

  1. Die Persönlichkeit des Musikers steht im Vordergrund; der Interpret äußert mittels Stimme oder Instrument das, was er selbst erlebte und erfuhr.
  2. Die Improvisation, entweder frei oder nach musikalischer Vorgabe, und entweder von einem oder mehreren Instrumenten, quasi kollegial, ausgeführt, wird als Ausdrucksmittel verwendet.
  3. Die spontanen, unvermittelten, gefühlsgeladenen Interaktionen sorgen für einen spannenden, abwechlungs- und erlebnisreichen musikalischen Verlauf der Session.
  4. Die faszinierende Einmaligkeit der jeweiligen musikalischen Darbietung ist ein einzigartiges, in dieser speziellen Form nicht wieder zu erlangendes musikalisches Ereignis.
  5. Die Rhythmik ist der zentrale Aspekt, dem eine besondere Ausdruckskraft innewohnt. Der Pulsschlag der ehemals in Gefangenschaft geratenen Sklaven tritt hervor, der nunmehr frei zur Entfaltung gebracht wird.
  6. Der raue Stimmklang der Sänger bzw. der gefühlsgeladene Schrei nach Gerechtigkeit, nach der die Seele lechzt, tritt hervor.
  7. Die Tongebung orientiert sich am offenen Vokal.

Der Jazz eröffnete ganz neue, allumfassende Möglichkeiten, sämtliche Musiksparten betreffend. Die Verschmelzung von afroamerikanischen Elementen der Volksmusik, wie z.B. gefühlsgeladene Rhythmik, freie Improvisation, offene Tongebung (siehe Negro Spiritual, Worksong, Blues) mit europäischen Bestandteilen, wie z.B. Tonsystem, Melodik, Harmonik, Formsatz, Instrumentierung (siehe Tanz- Marsch- Unterhaltungs- und Popularmusik) sind der Grund dafür, dass heutzutage  Musikformen integriert wurden, die nahezu ganz von der traditionellen afroamerikanischen Ursprünglichkeit losgelöst sind. Die Entwicklung des Jazz vollzog sich summa summarum wie folgt: New Orleans Jazz (ab 1905), Dixieland Jazz (ab 1910), Chicago Jazz (ab 1919), Swing (ab 1926), eine der populärsten Stilrichtungen der Jazzgeschichte, nebenbei bemerkt, sowie Bebop (ab 1940), Latin Jazz (ab 1947), Cool Jazz (ab 1948), Hard Bop (ab 1955), Free Jazz (ab 1958), Jazz Fusion (ab 1968) und viele weitere, die ihre Weiterführung im zeitgenössischen Stil fanden.