Aktuelles:

 

    IG Jazz-Nord    

Nächste Tagung:

 7./ 8.November 2025 in Pinneberg

 

Jazz-News

  • Christopher Dell – Das Arbeitende Konzert (Revision IX)
    05. Februar 2026
    Hier war ein handverlesenes Septett am Werk – mit Evelin Degen (Flöte), Anna Neubert (Violine), Elisabeth Coudoux (Cello), Kathrin Pechlof (Harfe), Pascal Klewer (Trompete), Stefan Karl Schmid (Klarinette) und natürlich dem Leiter Christopher Dell am Vibrafon. Dell versteht sein „arbeitendes Konzert“ als einen Mix aus Installation und Performance, als einen kreativen Umgang mit Komposition und […]
  • Magnus Carlson & The Moon Ray Quintet – Shadows
    05. Februar 2026
    Als sich der in Schweden erfolgreiche Poprock-Sänger Magnus Carlson 2009 mit einer Jazzcombo um Trompeter Goran Kajfeš zusammentat, tappte er klugerweise nicht in die Rod-Stewart-Falle: Anstatt sich mit Standards aus dem „Great American Songbook“ abzumühen, machten sich Carlson und das Moon Ray Quintet nicht zu Tode gecroontes Material aus der Soul- und Singer-Songwriter-Ecke zu eigen. […]
  • Ingrid Jensen – Landings
    05. Februar 2026
    Erstmals auf Vinyl ist das Debütalbum von Ingrid Jensens Formation Landings zu haben, Anlass ist das zehnjährige Bestehen des Newvelle-Labels. Die kanadische Trompeterin vereinigte in ihrem Quartett damals den Organisten Gary Versace, den Gitarristen Marvin Sewell und den Schlagzeuger Jon Wikan, auf seinem legendären Song „Amsterdam After Dark“ kommt der nicht minder legendäre Tenorsaxofonist George […]
  • Videopremiere – Stephan-Max Wirth Quintet – Wave Under Water
    03. Februar 2026
    Saxophonist und Komponist Stephan-Max Wirth macht für seine aktuelle Produktion „Water To Water“ den nächsten Schritt und präsentiert sich in der Stärke eines Quintets. Wir präsentieren euch die erste Single „Wave Under Water“ in der exklusiven Jazzthing Videopremiere. Enjoy!
  • München: Professur für Terri Lyne Carrington
    03. Februar 2026
    Terri Lyne Carrington ist zur Spitzenprofessorin bis Ende 2028 ans Jazz Institut der Hochschule für Musik und Theater München berufen worden.
  • Verlosung: Listening Session mit Nils Wülker
    03. Februar 2026
    Für die „Listening Sessions“ mit Nils Wülker in Hamburg und München am 10. und 11. Februar verlosen wir je 1x2 Tickets.
  • JALC: Wynton Marsalis tritt ab
    03. Februar 2026
    In den kommenden zwei Jahren wird Wynton Marsalis sukzessive von seinen Aufgaben als Leiter von JALC zurücktreten.
  • Fela Kuti: Ehren-Grammy
    03. Februar 2026
    Bei den Grammy-Verleihungen ist Fela Kuti posthum mit einem „Lifetime Achievement Award“ ausgezeichnet worden.
  • Berlin: Strom Festival
    03. Februar 2026
    Die Berliner Philharmonie wird am 6. und 7. Februar Schauplatz des Strom Festivals für elektronische Musik.
  • Jazz und Anderes im Radio
    02. Februar 2026
    Features und Konzertmitschnitte aus Jazz, World Music, Neuer Musik u.a.

Allgemeines zum Thema Jazz

Die Entstehungsgeschichte des Jazz geht bis ins Jahr 1917 zurück. Dieser Musikstil ist dem Blues und der Musik der farbigen Sklavenarbeiter entlehnt. Folgende charakteristische Merkmale zeichnen sich ab:

  1. Die Persönlichkeit des Musikers steht im Vordergrund; der Interpret äußert mittels Stimme oder Instrument das, was er selbst erlebte und erfuhr.
  2. Die Improvisation, entweder frei oder nach musikalischer Vorgabe, und entweder von einem oder mehreren Instrumenten, quasi kollegial, ausgeführt, wird als Ausdrucksmittel verwendet.
  3. Die spontanen, unvermittelten, gefühlsgeladenen Interaktionen sorgen für einen spannenden, abwechlungs- und erlebnisreichen musikalischen Verlauf der Session.
  4. Die faszinierende Einmaligkeit der jeweiligen musikalischen Darbietung ist ein einzigartiges, in dieser speziellen Form nicht wieder zu erlangendes musikalisches Ereignis.
  5. Die Rhythmik ist der zentrale Aspekt, dem eine besondere Ausdruckskraft innewohnt. Der Pulsschlag der ehemals in Gefangenschaft geratenen Sklaven tritt hervor, der nunmehr frei zur Entfaltung gebracht wird.
  6. Der raue Stimmklang der Sänger bzw. der gefühlsgeladene Schrei nach Gerechtigkeit, nach der die Seele lechzt, tritt hervor.
  7. Die Tongebung orientiert sich am offenen Vokal.

Der Jazz eröffnete ganz neue, allumfassende Möglichkeiten, sämtliche Musiksparten betreffend. Die Verschmelzung von afroamerikanischen Elementen der Volksmusik, wie z.B. gefühlsgeladene Rhythmik, freie Improvisation, offene Tongebung (siehe Negro Spiritual, Worksong, Blues) mit europäischen Bestandteilen, wie z.B. Tonsystem, Melodik, Harmonik, Formsatz, Instrumentierung (siehe Tanz- Marsch- Unterhaltungs- und Popularmusik) sind der Grund dafür, dass heutzutage  Musikformen integriert wurden, die nahezu ganz von der traditionellen afroamerikanischen Ursprünglichkeit losgelöst sind. Die Entwicklung des Jazz vollzog sich summa summarum wie folgt: New Orleans Jazz (ab 1905), Dixieland Jazz (ab 1910), Chicago Jazz (ab 1919), Swing (ab 1926), eine der populärsten Stilrichtungen der Jazzgeschichte, nebenbei bemerkt, sowie Bebop (ab 1940), Latin Jazz (ab 1947), Cool Jazz (ab 1948), Hard Bop (ab 1955), Free Jazz (ab 1958), Jazz Fusion (ab 1968) und viele weitere, die ihre Weiterführung im zeitgenössischen Stil fanden.