Aktuelles:

 

    IG Jazz-Nord    

Nächste Tagung:

 

In Neumünster, 25.September 2026, anlässlich der Verleihung des JazzFördererPreises durch das Kulturforum Schleswig-Holstein e.V.

Jazz-News

  • RIP: Abdullah Ibrahim
    16. Juni 2026
    Der Pianist Abdullah Ibrahim ist am 15. Juni nach kurz Krankheit im Alter von 91 Jahren gestorben.
  • EJN Award: Südtirol Jazzfestival
    16. Juni 2026
    Das Südtirol Jazzfestival Alto Adige wird mit dem „EJN Award for Adventurous Programming“ vom Europe Jazz Network ausgezeichnet.
  • Neue Spielzeit: hr-Bigband
    16. Juni 2026
    Kürzlich hat die hr-Bigband das Konzertprogramm für die kommende Spielzeit 2026/27 bekannt gegeben.
  • Essaouira: Gnawa-Festival
    16. Juni 2026
    Zum 27. Mal wird die marokkanische Küstenstadt Essaouira Schauplatz des weltweit wichtigsten Gnawa-Festivals.
  • Hamburg: JazzHall SummerFestival
    16. Juni 2026
    Vom 28. Juni bis 4. Juli feiert in Hamburg das JazzHall SummerFestival die Vielfalt des Jazz.
  • Jazz und Anderes im Radio
    15. Juni 2026
    Features und Konzertmitschnitte aus Jazz, World Music, Neuer Musik u.a.
  • Jazz und Anderes im Fernsehen
    15. Juni 2026
    Konzerte, Dokumentationen, Porträts und Magazine im TV
  • Jan Lukas Roßmüller – Solo & Trio
    15. Juni 2026
    Als musikalischen Kosmos präsentiert der Kölner Pianist Jan Lukas Roßmüller seine Kompositionen auf seinem Doppelalbum „Solo & Trio“. Mit 13 Solo-Miniaturen, gefolgt von den Einspielungen seines Trios mit Florian Herzog am Bass und Jakob Görris am Schlagzeug. Aufgenommen in den Bergen, im Künstlerhaus Aux Losanges im Schweizer Alpendorf Tschiertschen, in dem Roßmüller zehn Tage als […]
  • Billy Childs – Triumvirate
    15. Juni 2026
    Man muss sich auch nach vorne drängeln wollen. Billy Childs ist dafür nicht der Typ. Er arrangiert lieber, komponiert und spielt in Bands von Kolleg/-innen. Vor bald einem halben Jahrhundert startete der kalifornische Pianist einmal steil bei Freddie Hubbard, sechsmal bekam er seitdem auch einen Grammy überreicht. Trotzdem ließ er sich 25 Jahre Zeit, um […]
  • Various Artists – J Jazz: Deep Modern Jazz From Japan Vol. 5
    15. Juni 2026
    Heute gilt Japan als eines der Länder, in denen der Jazz am stärksten verbreitet ist. Jazz ist in Bars oder sogar in Bahnhöfen zu hören, und die sogenannte Jazz-Kissa-Kultur, bei der Kunden stundenlang Jazzplatten in Cafés genießen können, ist ein typisch japanisches Phänomen. Ab den späten 1960er Jahren spornte der eklektische Saxophonist Sadao Watanabe andere […]

Allgemeines zum Thema Jazz

Die Entstehungsgeschichte des Jazz geht bis ins Jahr 1917 zurück. Dieser Musikstil ist dem Blues und der Musik der farbigen Sklavenarbeiter entlehnt. Folgende charakteristische Merkmale zeichnen sich ab:

  1. Die Persönlichkeit des Musikers steht im Vordergrund; der Interpret äußert mittels Stimme oder Instrument das, was er selbst erlebte und erfuhr.
  2. Die Improvisation, entweder frei oder nach musikalischer Vorgabe, und entweder von einem oder mehreren Instrumenten, quasi kollegial, ausgeführt, wird als Ausdrucksmittel verwendet.
  3. Die spontanen, unvermittelten, gefühlsgeladenen Interaktionen sorgen für einen spannenden, abwechlungs- und erlebnisreichen musikalischen Verlauf der Session.
  4. Die faszinierende Einmaligkeit der jeweiligen musikalischen Darbietung ist ein einzigartiges, in dieser speziellen Form nicht wieder zu erlangendes musikalisches Ereignis.
  5. Die Rhythmik ist der zentrale Aspekt, dem eine besondere Ausdruckskraft innewohnt. Der Pulsschlag der ehemals in Gefangenschaft geratenen Sklaven tritt hervor, der nunmehr frei zur Entfaltung gebracht wird.
  6. Der raue Stimmklang der Sänger bzw. der gefühlsgeladene Schrei nach Gerechtigkeit, nach der die Seele lechzt, tritt hervor.
  7. Die Tongebung orientiert sich am offenen Vokal.

Der Jazz eröffnete ganz neue, allumfassende Möglichkeiten, sämtliche Musiksparten betreffend. Die Verschmelzung von afroamerikanischen Elementen der Volksmusik, wie z.B. gefühlsgeladene Rhythmik, freie Improvisation, offene Tongebung (siehe Negro Spiritual, Worksong, Blues) mit europäischen Bestandteilen, wie z.B. Tonsystem, Melodik, Harmonik, Formsatz, Instrumentierung (siehe Tanz- Marsch- Unterhaltungs- und Popularmusik) sind der Grund dafür, dass heutzutage  Musikformen integriert wurden, die nahezu ganz von der traditionellen afroamerikanischen Ursprünglichkeit losgelöst sind. Die Entwicklung des Jazz vollzog sich summa summarum wie folgt: New Orleans Jazz (ab 1905), Dixieland Jazz (ab 1910), Chicago Jazz (ab 1919), Swing (ab 1926), eine der populärsten Stilrichtungen der Jazzgeschichte, nebenbei bemerkt, sowie Bebop (ab 1940), Latin Jazz (ab 1947), Cool Jazz (ab 1948), Hard Bop (ab 1955), Free Jazz (ab 1958), Jazz Fusion (ab 1968) und viele weitere, die ihre Weiterführung im zeitgenössischen Stil fanden.