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In Neumünster, 25.September 2026, anlässlich der Verleihung des JazzFördererPreises durch das Kulturforum Schleswig-Holstein e.V.

Jazz-News

  • Luigi Archetti & Bo Wiget – Gekritzel
    13. August 2026
    Gekritzel mit dem Bleistift steht oft am Anfang des Schaffensprozesses. Der Gitarrist Luigi Archetti und der Cellist Bo Wiget haben ihr fertiges Album und seine Teilstücke danach benannt. Die auf „Gekritzel“ enthaltenen Kompositionen heißen schlicht „Bleistift 1–13″ und kokettieren so mit dem unfertigen, skizzenhaften und der Beschränkung aufs Wesentliche. Aber obwohl vor allem Letzteres in […]
  • Vincent Rein Quintet – Variants
    13. August 2026
    Er hält sich nicht für einen großen Virtuosen, aber seine Stimme sollte gehört werden. Eine sympathische Einstellung, die der Bassist Vincent Rein an den Tag legt. Zu seinem Quintett gehören neben Pianist Max Hacker und Schlagzeuger Konstantin Krautler-Horváth noch die beiden Bläser Fabio Devigili an Tenor- und Sopransaxofon und Michael Salvermorser an Trompete und Flügelhorn. […]
  • Simon Moullier – Ceiba
    13. August 2026
    Alles andere als zurückhaltend eröffnet Simon Moullier sein mittlerweile sechstes Album „Ceiba“. Er hat schließlich auch keinen Grund dazu: Schon von Quincy Jones als einer der besten Vibes-Spieler aller Zeiten ausgezeichnet, scheint die Jazzwelt gerade nur auf seine Stimme gewartet zu haben. Mit packender Energie prescht Moullier mit seinem Quartett voran und zeigt in den […]
  • Neue Saison: UNIT live!
    11. August 2026
    Die Schweizer Plattenfirma Unit Records stellt das Programm der nächsten Saison ihrer Konzertreihe UNIT live! im Herbst vor.
  • Eröffnung: Blue Note London
    11. August 2026
    Die US-amerikanische Blue Note Entertainment Group hat die Eröffnung des ersten Blue Note Jazz Club in London für den 23. September terminiert.
  • Luxemburg: Festival Atlântico
    11. August 2026
    Zehnjähriges Jubiläum feiert vom 7. bis 10. Oktober das Festival Atlântico in der Philharmonie Luxemburg.
  • Abgesagt: Summer LA Jazz Festival
    11. August 2026
    Das Summer LA Jazz Festival sollte ursprünglich vom 7. bis 23. August in Los Angeles stattfinden.
  • Lesung: Miles Davis. Sound eines Lebens
    11. August 2026
    Stefan Hentz liest am 1. September aus „Miles Davis. Sound eines Lebens“ in der Hauptkirche St. Petri in Hamburg.
  • Jazz und Anderes im Radio
    10. August 2026
    Features und Konzertmitschnitte aus Jazz, World Music, Neuer Musik u.a.
  • Jazz und Anderes im Fernsehen
    10. August 2026
    Konzerte, Dokumentationen, Porträts und Magazine im TV

Allgemeines zum Thema Jazz

Die Entstehungsgeschichte des Jazz geht bis ins Jahr 1917 zurück. Dieser Musikstil ist dem Blues und der Musik der farbigen Sklavenarbeiter entlehnt. Folgende charakteristische Merkmale zeichnen sich ab:

  1. Die Persönlichkeit des Musikers steht im Vordergrund; der Interpret äußert mittels Stimme oder Instrument das, was er selbst erlebte und erfuhr.
  2. Die Improvisation, entweder frei oder nach musikalischer Vorgabe, und entweder von einem oder mehreren Instrumenten, quasi kollegial, ausgeführt, wird als Ausdrucksmittel verwendet.
  3. Die spontanen, unvermittelten, gefühlsgeladenen Interaktionen sorgen für einen spannenden, abwechlungs- und erlebnisreichen musikalischen Verlauf der Session.
  4. Die faszinierende Einmaligkeit der jeweiligen musikalischen Darbietung ist ein einzigartiges, in dieser speziellen Form nicht wieder zu erlangendes musikalisches Ereignis.
  5. Die Rhythmik ist der zentrale Aspekt, dem eine besondere Ausdruckskraft innewohnt. Der Pulsschlag der ehemals in Gefangenschaft geratenen Sklaven tritt hervor, der nunmehr frei zur Entfaltung gebracht wird.
  6. Der raue Stimmklang der Sänger bzw. der gefühlsgeladene Schrei nach Gerechtigkeit, nach der die Seele lechzt, tritt hervor.
  7. Die Tongebung orientiert sich am offenen Vokal.

Der Jazz eröffnete ganz neue, allumfassende Möglichkeiten, sämtliche Musiksparten betreffend. Die Verschmelzung von afroamerikanischen Elementen der Volksmusik, wie z.B. gefühlsgeladene Rhythmik, freie Improvisation, offene Tongebung (siehe Negro Spiritual, Worksong, Blues) mit europäischen Bestandteilen, wie z.B. Tonsystem, Melodik, Harmonik, Formsatz, Instrumentierung (siehe Tanz- Marsch- Unterhaltungs- und Popularmusik) sind der Grund dafür, dass heutzutage  Musikformen integriert wurden, die nahezu ganz von der traditionellen afroamerikanischen Ursprünglichkeit losgelöst sind. Die Entwicklung des Jazz vollzog sich summa summarum wie folgt: New Orleans Jazz (ab 1905), Dixieland Jazz (ab 1910), Chicago Jazz (ab 1919), Swing (ab 1926), eine der populärsten Stilrichtungen der Jazzgeschichte, nebenbei bemerkt, sowie Bebop (ab 1940), Latin Jazz (ab 1947), Cool Jazz (ab 1948), Hard Bop (ab 1955), Free Jazz (ab 1958), Jazz Fusion (ab 1968) und viele weitere, die ihre Weiterführung im zeitgenössischen Stil fanden.