Aktuelles:

 

    IG Jazz-Nord    

Nächste Tagung:

 Bad Oldesloe, 05./06.09.2026

 

Jazz-News

  • Antonio Faraò & Stéphane Belmondo – Do it!
    02. April 2026
    Der italienische Pianist Antonio Faraò und der französische Trompeter und Flügelhornist Stéphane Belmondo verorten ihr Album großenteils im modernen Jazz. In einzelnen der meist von ihnen komponierten Stücke integrieren sie Elemente von Gospel („My Little Dancer“) oder begeben sich in harmonisch relativ freie und originelle Sphären („Around“). Lyrisches („Remembering Duke“) kontrastiert mit beschwingten Up-Tempo-Stücken („Otti“). […]
  • Christian Kögel – „M“
    02. April 2026
    Die Pedal Steel Guitar und ihr sehnsüchtiges Seufzen hat schon so manchen Gitarristen verführt, so auch Christian Kögel, der Susan Alcorn auf der Bühne sah. Also hat er sich das Instrument selbst beigebracht, und das war „weit komplizierter als erwartet“. Dann ging er mit dem Kollegen Kalle Kalima, dem Schlagzeuger Hans Otto und dem Bassisten […]
  • Brandon Seabrook – Hellbent Daydream
    02. April 2026
    Sie nennen ihn einen „Chaos-Architekten“ – vielleicht würde „Regisseur der Unlogik“ besser passen. Der Gitarrist und Banjospieler Brandon Seabrook macht eine Musik zwischen Traum und Trauma. Seine Melodien und Sounds klingen nach Jazz und Folk, aber auch nach Pop und Jahrmarkt und billiger Klassik. In den sieben Stücken reihen sich die Episoden brüchig und scheinbar […]
  • 18: Jazzdor Strasbourg-Berlin
    31. März 2026
    Vom 2. bis 5. Juni findet Jazzdor Strasbourg-Berlin statt - unter neuer Leitung und an einem neuen Ort.
  • Bremen: jazzahead!@20
    31. März 2026
    Gleich das Grand Opening zur jazzhead! 2026 am Abend vom 22. April setzt die Pace für die diesjährige Ausgabe der Konzerte dieser Bremer Messe.
  • Bujazzo & BJO: Der Sound von Klassik und Jazz
    31. März 2026
    Ab dem 6. April sind das Bujazz und das BJO mit dem Programm „Der Sound von Klassik und Jazz“ auf Tournee durch Deutschland.
  • Arles: Festival des Suds
    31. März 2026
    Vom 13. bis 19. Juli findet in Arles in der Provence das Festival des Suds statt.
  • Premiere: MUNIQ Jazz Festival
    31. März 2026
    Am 19. und 20. Juni findet zum erstren Mal das MUNIQ Jazz Festival in München statt.
  • Jazz und Anderes im Radio
    30. März 2026
    Features und Konzertmitschnitte aus Jazz, World Music, Neuer Musik u.a.
  • Jazz und Anderes im Fernsehen
    30. März 2026
    Konzerte, Dokumentationen, Porträts und Magazine im TV

Allgemeines zum Thema Jazz

Die Entstehungsgeschichte des Jazz geht bis ins Jahr 1917 zurück. Dieser Musikstil ist dem Blues und der Musik der farbigen Sklavenarbeiter entlehnt. Folgende charakteristische Merkmale zeichnen sich ab:

  1. Die Persönlichkeit des Musikers steht im Vordergrund; der Interpret äußert mittels Stimme oder Instrument das, was er selbst erlebte und erfuhr.
  2. Die Improvisation, entweder frei oder nach musikalischer Vorgabe, und entweder von einem oder mehreren Instrumenten, quasi kollegial, ausgeführt, wird als Ausdrucksmittel verwendet.
  3. Die spontanen, unvermittelten, gefühlsgeladenen Interaktionen sorgen für einen spannenden, abwechlungs- und erlebnisreichen musikalischen Verlauf der Session.
  4. Die faszinierende Einmaligkeit der jeweiligen musikalischen Darbietung ist ein einzigartiges, in dieser speziellen Form nicht wieder zu erlangendes musikalisches Ereignis.
  5. Die Rhythmik ist der zentrale Aspekt, dem eine besondere Ausdruckskraft innewohnt. Der Pulsschlag der ehemals in Gefangenschaft geratenen Sklaven tritt hervor, der nunmehr frei zur Entfaltung gebracht wird.
  6. Der raue Stimmklang der Sänger bzw. der gefühlsgeladene Schrei nach Gerechtigkeit, nach der die Seele lechzt, tritt hervor.
  7. Die Tongebung orientiert sich am offenen Vokal.

Der Jazz eröffnete ganz neue, allumfassende Möglichkeiten, sämtliche Musiksparten betreffend. Die Verschmelzung von afroamerikanischen Elementen der Volksmusik, wie z.B. gefühlsgeladene Rhythmik, freie Improvisation, offene Tongebung (siehe Negro Spiritual, Worksong, Blues) mit europäischen Bestandteilen, wie z.B. Tonsystem, Melodik, Harmonik, Formsatz, Instrumentierung (siehe Tanz- Marsch- Unterhaltungs- und Popularmusik) sind der Grund dafür, dass heutzutage  Musikformen integriert wurden, die nahezu ganz von der traditionellen afroamerikanischen Ursprünglichkeit losgelöst sind. Die Entwicklung des Jazz vollzog sich summa summarum wie folgt: New Orleans Jazz (ab 1905), Dixieland Jazz (ab 1910), Chicago Jazz (ab 1919), Swing (ab 1926), eine der populärsten Stilrichtungen der Jazzgeschichte, nebenbei bemerkt, sowie Bebop (ab 1940), Latin Jazz (ab 1947), Cool Jazz (ab 1948), Hard Bop (ab 1955), Free Jazz (ab 1958), Jazz Fusion (ab 1968) und viele weitere, die ihre Weiterführung im zeitgenössischen Stil fanden.