Aktuelles:

 

    IG Jazz-Nord    

Nächste Tagung:

 

In Neumünster, 25.September 2026, anlässlich der Verleihung des JazzFördererPreises durch das Kulturforum Schleswig-Holstein e.V.

Jazz-News

  • RIP: Nicolas Simion
    01. September 2026
    In der Nacht vom 29. auf den 30. August ist der Saxofonist Nicolas Simion nach einem Konzert in Brașov 67-jährig an einem Herzinfarkt gestorben.
  • JTI Trier Jazz Ward: Andreas Schaerer
    01. September 2026
    Der JTI Trier Jazz Award 2026 geht an den Schweizer Vokalkünstler Andreas Schaerer.
  • Köln: Multiphonics@13
    01. September 2026
    Zum 13. Mal findet vom 21. bis 25. Oktober in Köln das Multiphonics Festival statt.
  • Silberne Stimmgabel: Ulla Oster
    01. September 2026
    Die Bassistin Ulla Oster wird mit der Silbernen Stimmgabel des Landesmusikrats NRW ausgezeichnet.
  • Elbphilharmonie: Libanon-Festival
    01. September 2026
    Vom 29. Oktober bis zum 1. November widmet sich die Hamburger Elbphilharmonie in einem Special Libanon.
  • Jazz und Anderes im Radio
    31. August 2026
    Features und Konzertmitschnitte aus Jazz, World Music, Neuer Musik u.a.
  • Jazz und Anderes im Fernsehen
    31. August 2026
    Konzerte, Dokumentationen, Porträts und Magazine im TV
  • Avishai Cohen – Eternal Child
    31. August 2026
    Es ist der Bassist Avishai Cohen, der mit „Eternal Child“ ein Trio-Album der Extraklasse hingelegt hat (es gibt ja auch noch einen Trompeter gleichen Namens). Mit Pianist Itay Simhovich und Drummer Eviatar Slivnik hat Cohen zwei Wegbegleiter an seiner Seite, die „Eternal Child“ zu „the most „jazz‘ album I‘ve made to date“ (Cohen) machen. Später […]
  • Lisa Wahlandt / Paulo Morello / Sven Faller – Only Hits
    31. August 2026
    Von manchen Dingen mag man nicht genug bekommen: Das Trio Lisa Wahlandt, Paulo Morello und Sven Faller nimmt den Albumtitel „Only Hits“ wörtlich und widmet sich Klassikern aus Pop, Soul und Folk. Doch statt bloßer Neuinterpretationen entstehen eigenständige Lesarten, die den vertrauten Melodien eine neue Leichtigkeit verleihen. So verwandelt sich Simon & Garfunkels „Bridge Over […]
  • Nicholas Payton & Butcher Brown – A Supreme Blue
    31. August 2026
    Trompeter Nicholas Payton war bislang nicht gerade als Revoluzzer bekannt. Wenn er sich jetzt aber mit der aus Richmond, Virginia, stammenden Band Butcher Brown verbündet, um gleich zwei Meilensteine des Jazz in einem Streich nicht nur neu zu interpretieren, sondern mehr als 60 Jahre nach ihrer originalen Veröffentlichung für ein neues Publikum zu reanimieren, ist […]

Allgemeines zum Thema Jazz

Die Entstehungsgeschichte des Jazz geht bis ins Jahr 1917 zurück. Dieser Musikstil ist dem Blues und der Musik der farbigen Sklavenarbeiter entlehnt. Folgende charakteristische Merkmale zeichnen sich ab:

  1. Die Persönlichkeit des Musikers steht im Vordergrund; der Interpret äußert mittels Stimme oder Instrument das, was er selbst erlebte und erfuhr.
  2. Die Improvisation, entweder frei oder nach musikalischer Vorgabe, und entweder von einem oder mehreren Instrumenten, quasi kollegial, ausgeführt, wird als Ausdrucksmittel verwendet.
  3. Die spontanen, unvermittelten, gefühlsgeladenen Interaktionen sorgen für einen spannenden, abwechlungs- und erlebnisreichen musikalischen Verlauf der Session.
  4. Die faszinierende Einmaligkeit der jeweiligen musikalischen Darbietung ist ein einzigartiges, in dieser speziellen Form nicht wieder zu erlangendes musikalisches Ereignis.
  5. Die Rhythmik ist der zentrale Aspekt, dem eine besondere Ausdruckskraft innewohnt. Der Pulsschlag der ehemals in Gefangenschaft geratenen Sklaven tritt hervor, der nunmehr frei zur Entfaltung gebracht wird.
  6. Der raue Stimmklang der Sänger bzw. der gefühlsgeladene Schrei nach Gerechtigkeit, nach der die Seele lechzt, tritt hervor.
  7. Die Tongebung orientiert sich am offenen Vokal.

Der Jazz eröffnete ganz neue, allumfassende Möglichkeiten, sämtliche Musiksparten betreffend. Die Verschmelzung von afroamerikanischen Elementen der Volksmusik, wie z.B. gefühlsgeladene Rhythmik, freie Improvisation, offene Tongebung (siehe Negro Spiritual, Worksong, Blues) mit europäischen Bestandteilen, wie z.B. Tonsystem, Melodik, Harmonik, Formsatz, Instrumentierung (siehe Tanz- Marsch- Unterhaltungs- und Popularmusik) sind der Grund dafür, dass heutzutage  Musikformen integriert wurden, die nahezu ganz von der traditionellen afroamerikanischen Ursprünglichkeit losgelöst sind. Die Entwicklung des Jazz vollzog sich summa summarum wie folgt: New Orleans Jazz (ab 1905), Dixieland Jazz (ab 1910), Chicago Jazz (ab 1919), Swing (ab 1926), eine der populärsten Stilrichtungen der Jazzgeschichte, nebenbei bemerkt, sowie Bebop (ab 1940), Latin Jazz (ab 1947), Cool Jazz (ab 1948), Hard Bop (ab 1955), Free Jazz (ab 1958), Jazz Fusion (ab 1968) und viele weitere, die ihre Weiterführung im zeitgenössischen Stil fanden.