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 entfällt: Bad Oldesloe, 05./06.09.2026

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Jazz-News

  • Berlin: Jazzpreis für Julia Hülsmann
    01. Mai 2026
    Die Pianistin Julia Hülsmann wird 2026 mit dem Jazzpreis Berlin ausgezeichnet.
  • Fortsetzung: JAZZ’N’MORE
    01. Mai 2026
    Das Schweizer Magazin JAZZ’N’MORE wird unter neuer Leitung fortgesetzt.
  • Berlin: Sonic Pluriverse
    01. Mai 2026
    Zum vierten Mal steigt ab dem 26. Juni auf der Dachterrasse vom Berliner Haus der Kulturen der Welt das Festival Sonic Pluriverse.
  • Burghausen: Look Into The Future
    01. Mai 2026
    In Burghausen startet am 22. Mai die siebte Ausgabe des dreitägigen Festivals Look Into The Future.
  • Island: Echolalia Festival
    01. Mai 2026
    Zur Feier der Sonnenfinsternis am 12. August richtet die isländische Pop-Künstlerin Björk ein interdisziplinäres Echolalia Festival aus.
  • Victor Fox – Python
    30. April 2026
    Nach seinem Debüt „Cobra“ hat Saxofonist Victor Fox auch sein zweites Album nach einer Schlange benannt – keine schlechte Metapher für den Klang des sechsköpfigen Ensembles, dem Fox das Material quasi auf den flexiblen Leib geschneidert hat: Zu seinen eigenen Holzblasinstrumenten gesellen sich Alt und Flöte von Fabian Dudek und, als Kontrast zu dieser scharfzüngigen […]
  • Lis Wessberg – In The Wake Of Blue
    30. April 2026
    Auf ihrem neuen Album „In The Wake Of Blue“ ist die dänische Posaunistin Lis Wessberg zusammen mit dem Keyboarder Steen Rasmussen, dem Bassisten Lennart Ginman und dem Schlagzeuger Jeppe Cram zu hören, auf zwei Stücken gesellt sich ein Streichquartett dazu. Mit dabei ist die Sängerin Veronika Rudd, deren Stimme sich in Unisonopassagen an Wessbergs Posaunensound […]
  • Carsten Dahl / Ruben Rogers / Gregory Hutchinson – Into The Storm – Live
    30. April 2026
    „Into The Storm“, live aufgenommen im Januar 2013 in Kopenhagen im legendären Jazzhus Montmartre, mit dem dänischen Pianisten Carsten Dahl und der US-amerikanischen Rhythmusgruppe aus Ruben Rogers am Bass und Gregory Hutchinson am Schlagzeug. Entstanden sind neun Titel, die jetzt, fast 13 Jahre später, erstmals veröffentlicht werden, darunter Klassiker wie „Body & Soul“ und „Caravan“. […]
  • 12: European Jazz Conference in Köln
    28. April 2026
    Vom 24. bis 27. September findet die European Jazz Conference des Europe Jazz Network zum allerersten Mal in Deutschland, genauer: in Köln, statt.
  • Deutscher Jazzpreis: Gewinner/-innen
    28. April 2026
    Am Schlusstag der jazzahead! in Bremen wurde in insgesamt 22 Kategorien zum sechsten Mal der Deutsche Jazzpreis verliehen.

Allgemeines zum Thema Jazz

Die Entstehungsgeschichte des Jazz geht bis ins Jahr 1917 zurück. Dieser Musikstil ist dem Blues und der Musik der farbigen Sklavenarbeiter entlehnt. Folgende charakteristische Merkmale zeichnen sich ab:

  1. Die Persönlichkeit des Musikers steht im Vordergrund; der Interpret äußert mittels Stimme oder Instrument das, was er selbst erlebte und erfuhr.
  2. Die Improvisation, entweder frei oder nach musikalischer Vorgabe, und entweder von einem oder mehreren Instrumenten, quasi kollegial, ausgeführt, wird als Ausdrucksmittel verwendet.
  3. Die spontanen, unvermittelten, gefühlsgeladenen Interaktionen sorgen für einen spannenden, abwechlungs- und erlebnisreichen musikalischen Verlauf der Session.
  4. Die faszinierende Einmaligkeit der jeweiligen musikalischen Darbietung ist ein einzigartiges, in dieser speziellen Form nicht wieder zu erlangendes musikalisches Ereignis.
  5. Die Rhythmik ist der zentrale Aspekt, dem eine besondere Ausdruckskraft innewohnt. Der Pulsschlag der ehemals in Gefangenschaft geratenen Sklaven tritt hervor, der nunmehr frei zur Entfaltung gebracht wird.
  6. Der raue Stimmklang der Sänger bzw. der gefühlsgeladene Schrei nach Gerechtigkeit, nach der die Seele lechzt, tritt hervor.
  7. Die Tongebung orientiert sich am offenen Vokal.

Der Jazz eröffnete ganz neue, allumfassende Möglichkeiten, sämtliche Musiksparten betreffend. Die Verschmelzung von afroamerikanischen Elementen der Volksmusik, wie z.B. gefühlsgeladene Rhythmik, freie Improvisation, offene Tongebung (siehe Negro Spiritual, Worksong, Blues) mit europäischen Bestandteilen, wie z.B. Tonsystem, Melodik, Harmonik, Formsatz, Instrumentierung (siehe Tanz- Marsch- Unterhaltungs- und Popularmusik) sind der Grund dafür, dass heutzutage  Musikformen integriert wurden, die nahezu ganz von der traditionellen afroamerikanischen Ursprünglichkeit losgelöst sind. Die Entwicklung des Jazz vollzog sich summa summarum wie folgt: New Orleans Jazz (ab 1905), Dixieland Jazz (ab 1910), Chicago Jazz (ab 1919), Swing (ab 1926), eine der populärsten Stilrichtungen der Jazzgeschichte, nebenbei bemerkt, sowie Bebop (ab 1940), Latin Jazz (ab 1947), Cool Jazz (ab 1948), Hard Bop (ab 1955), Free Jazz (ab 1958), Jazz Fusion (ab 1968) und viele weitere, die ihre Weiterführung im zeitgenössischen Stil fanden.