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    IG Jazz-Nord    

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In Bad Oldesloe 24./25.September 2027

Jazz-News

  • Johannes Enders – Phantom Happiness
    29. Oktober 2026
    Johannes Enders, der Tenor-Gigant aus Weilheim, hat ein neues, internationales Quartett auf die Beine gestellt. Mit dabei sind der deutsche Pianist Rainer Böhm, der US-Bassist Doug Weiss und der spanische Schlagzeuger Jorge Rossy; was für eine Besetzung. Und Enders weiß auf „Phantom Happiness“ mit diesen illustren Kollegen glücklicherweise auch eine Menge anzufangen. Zehn neue Stücke […]
  • Nadav Erlich – Music For Septet
    29. Oktober 2026
    Music ist für Nadav Erlich ein Traumraum. Dort kann er in der Zeit reisen, Elemente zum Beispiel des Impressionismus aufnehmen und verarbeiten, außerdem Instrumente ungewöhnlich kombinieren und überhaupt Form und Zwang verlassen, ohne sie exakt neu definieren zu müssen. „Music For Septet“ hat pastellene Klangfarben und fällt schon durch die Besetzung mit Harfe, Fagott, Klarinette, […]
  • Louisiana Red – AntiNuclear Blues
    29. Oktober 2026
    Alles viel zu teuer hier, und der Präsident ist nur für die Reichen da. Was nach einer recht aktuellen Bestandsaufnahme klingt, sind lediglich einige Themen auf „AntiNuclear Blues“ von Louisiana Red. Der Slide- und Akustik-Blueser war vor allem in Deutschland ein gefragter Vertreter des traditionellen Blues im musikalischen Kielwasser von Größen wie Muddy Waters und […]
  • Stevie Wonder – In der Tonart des Lichts
    27. Oktober 2026
    Mit fast 30köpfiger Band brachte Stevie Wonder sein Jahrhundertalbum „Songs In The Key of Life“ auf die Bühne. Es waren seine ersten Auftritte in Deutschland seit 16 Jahren – und ein Erlebnis für die Geschichtsbücher. Als er sich nach einem dreistündigen Marathon von den überaus glücklichen Zehntausend verabschiedet, tut er das mit den Worten: „Ermöglicht […]
  • 166: Die neue Ausgabe von Jazz thing
    27. Oktober 2026
    Die 166. Ausgabe von Jazz thing ist ab dem 30. Oktober am Kiosk.
  • Österreich: Jazzpreis-Gewinner:innen 2026
    27. Oktober 2026
    Vergangene Woche wurden die Gewinner:innen der dritten Ausgabe des Österreichischen Jazzpreises bekannt gegeben.
  • Neues Buch: Leverkusener Jazztage
    27. Oktober 2026
    Kürzlich ist die Dokumentation „Jazz in Leverkusen. Vorgeschichte und Anfänge der Leverkusener Jazztage: 1980–1997“ erschienen.
  • Berlin: Salon Nardal im HKW
    27. Oktober 2026
    Im Berliner Haus der Kulturen der Welt findet am 28. und 29. November „The Nardal Salon, Re-enactments and Re-enchantments“ statt.
  • Bonn: Grizzly Jazz Foundation@5
    27. Oktober 2026
    Die 2006 in Osnabrück geborene Bassistin Lena Lorberg ist nächste Stipendiatin der Grizzly Jazz Foundation.
  • Jazz und Anderes im Radio
    26. Oktober 2026
    Features und Konzertmitschnitte aus Jazz, World Music, Neuer Musik u.a.

Allgemeines zum Thema Jazz

Die Entstehungsgeschichte des Jazz geht bis ins Jahr 1917 zurück. Dieser Musikstil ist dem Blues und der Musik der farbigen Sklavenarbeiter entlehnt. Folgende charakteristische Merkmale zeichnen sich ab:

  1. Die Persönlichkeit des Musikers steht im Vordergrund; der Interpret äußert mittels Stimme oder Instrument das, was er selbst erlebte und erfuhr.
  2. Die Improvisation, entweder frei oder nach musikalischer Vorgabe, und entweder von einem oder mehreren Instrumenten, quasi kollegial, ausgeführt, wird als Ausdrucksmittel verwendet.
  3. Die spontanen, unvermittelten, gefühlsgeladenen Interaktionen sorgen für einen spannenden, abwechlungs- und erlebnisreichen musikalischen Verlauf der Session.
  4. Die faszinierende Einmaligkeit der jeweiligen musikalischen Darbietung ist ein einzigartiges, in dieser speziellen Form nicht wieder zu erlangendes musikalisches Ereignis.
  5. Die Rhythmik ist der zentrale Aspekt, dem eine besondere Ausdruckskraft innewohnt. Der Pulsschlag der ehemals in Gefangenschaft geratenen Sklaven tritt hervor, der nunmehr frei zur Entfaltung gebracht wird.
  6. Der raue Stimmklang der Sänger bzw. der gefühlsgeladene Schrei nach Gerechtigkeit, nach der die Seele lechzt, tritt hervor.
  7. Die Tongebung orientiert sich am offenen Vokal.

Der Jazz eröffnete ganz neue, allumfassende Möglichkeiten, sämtliche Musiksparten betreffend. Die Verschmelzung von afroamerikanischen Elementen der Volksmusik, wie z.B. gefühlsgeladene Rhythmik, freie Improvisation, offene Tongebung (siehe Negro Spiritual, Worksong, Blues) mit europäischen Bestandteilen, wie z.B. Tonsystem, Melodik, Harmonik, Formsatz, Instrumentierung (siehe Tanz- Marsch- Unterhaltungs- und Popularmusik) sind der Grund dafür, dass heutzutage  Musikformen integriert wurden, die nahezu ganz von der traditionellen afroamerikanischen Ursprünglichkeit losgelöst sind. Die Entwicklung des Jazz vollzog sich summa summarum wie folgt: New Orleans Jazz (ab 1905), Dixieland Jazz (ab 1910), Chicago Jazz (ab 1919), Swing (ab 1926), eine der populärsten Stilrichtungen der Jazzgeschichte, nebenbei bemerkt, sowie Bebop (ab 1940), Latin Jazz (ab 1947), Cool Jazz (ab 1948), Hard Bop (ab 1955), Free Jazz (ab 1958), Jazz Fusion (ab 1968) und viele weitere, die ihre Weiterführung im zeitgenössischen Stil fanden.