Aktuelles:

 

    IG Jazz-Nord    

Nächste Tagung:

 7./ 8.November 2025 in Pinneberg

 

Jazz-News

  • RIP: Michel Portal
    17. Februar 2026
    Am 12. Februar ist der Klarinettist und Saxofonist Michel Portal im Alter von 90 Jahren in Paris gestorben.
  • Berlin: Lesung mit Joe Boyd
    17. Februar 2026
    Am 12. März kommt Joe Boyd mit seinem Buch „And The Roots Of Rhythm Remain“ als audiovisuellen Vortrag ins Babylon Berlin-Mitte.
  • 6: Deutscher Jazzpreis
    17. Februar 2026
    Mit Götz Bühler moderiert erstmals Thelma Buabeng die Preisverleihung des Deutschen Jazzpreises.
  • 10: Mozartfest Augsburg
    17. Februar 2026
    Das Mozartfest Augsburg findet vom 4. bis 31. Mai zum zehnten Mal statt.
  • Berlin: Erinnerung an Christian Broecking
    17. Februar 2026
    Im Exploratorium Berlin steht am 26. Februar die 13. Folge der Gesprächsreihe „imp[or]trait“ ganz im Zeichen der Lebensleistung Christian Broeckings.
  • Jazz und Anderes im Radio
    16. Februar 2026
    Features und Konzertmitschnitte aus Jazz, World Music, Neuer Musik u.a.
  • Jazz und Anderes im Fernsehen
    16. Februar 2026
    Konzerte, Dokumentationen, Porträts und Magazine im TV
  • Lisa Wulff – Hand auf’s Herz
    16. Februar 2026
    Einen deutschen Titel für eine Jazzproduktion zu wählen, das birgt selbst im Jahr 2026 noch Risiken. Im Englischen gibt es keine wörtliche Entsprechung für das, was Lisa Wulff mit „Hand Auf’s Herz“ aussagen will, vielleicht „To be honest“. Aber wie klingt das? Manches muss man trotz aufspringender Klischeeschubladen auch nicht zwanghaft übersetzen, genauso wenig wie […]
  • Julian Lage – Scenes From Above
    16. Februar 2026
    „Scenes From Above“, das passt schon mal als Titel. Von oben. Neun Stücke für Gitarren-Orgel-Quartett hat Julian Lage für sein neues Album in Szene gesetzt, neun lässig dahingeworfene Stücke, aus denen er im Bund mit dem Pianisten und Hammondorgelspieler John Medeski, dem Bassisten Jorge Roeder und dem Schlagzeuger und Perkussionisten Kenny Wollesen so lange Funken […]
  • Martin Streule Orchestra – Chamber Scenes
    16. Februar 2026
    Am Anfang ist der Atem. Kaum hörbar zuerst, dann zu einem eigenen Instrument werdend, intensiv und aufgefächert durch die nach und nach einsetzenden Klangfarben des 17-köpfigen Martin Streule Orchesters auf dem Eingangsstück „Crime Scenes“. Es ist faszinierend, wie das Ensemble die Feinheiten der Musik auslotet, die Assoziationsräume öffnet. Verträumt, beinahe märchenhaft moduliert die Stimme der […]

Allgemeines zum Thema Jazz

Die Entstehungsgeschichte des Jazz geht bis ins Jahr 1917 zurück. Dieser Musikstil ist dem Blues und der Musik der farbigen Sklavenarbeiter entlehnt. Folgende charakteristische Merkmale zeichnen sich ab:

  1. Die Persönlichkeit des Musikers steht im Vordergrund; der Interpret äußert mittels Stimme oder Instrument das, was er selbst erlebte und erfuhr.
  2. Die Improvisation, entweder frei oder nach musikalischer Vorgabe, und entweder von einem oder mehreren Instrumenten, quasi kollegial, ausgeführt, wird als Ausdrucksmittel verwendet.
  3. Die spontanen, unvermittelten, gefühlsgeladenen Interaktionen sorgen für einen spannenden, abwechlungs- und erlebnisreichen musikalischen Verlauf der Session.
  4. Die faszinierende Einmaligkeit der jeweiligen musikalischen Darbietung ist ein einzigartiges, in dieser speziellen Form nicht wieder zu erlangendes musikalisches Ereignis.
  5. Die Rhythmik ist der zentrale Aspekt, dem eine besondere Ausdruckskraft innewohnt. Der Pulsschlag der ehemals in Gefangenschaft geratenen Sklaven tritt hervor, der nunmehr frei zur Entfaltung gebracht wird.
  6. Der raue Stimmklang der Sänger bzw. der gefühlsgeladene Schrei nach Gerechtigkeit, nach der die Seele lechzt, tritt hervor.
  7. Die Tongebung orientiert sich am offenen Vokal.

Der Jazz eröffnete ganz neue, allumfassende Möglichkeiten, sämtliche Musiksparten betreffend. Die Verschmelzung von afroamerikanischen Elementen der Volksmusik, wie z.B. gefühlsgeladene Rhythmik, freie Improvisation, offene Tongebung (siehe Negro Spiritual, Worksong, Blues) mit europäischen Bestandteilen, wie z.B. Tonsystem, Melodik, Harmonik, Formsatz, Instrumentierung (siehe Tanz- Marsch- Unterhaltungs- und Popularmusik) sind der Grund dafür, dass heutzutage  Musikformen integriert wurden, die nahezu ganz von der traditionellen afroamerikanischen Ursprünglichkeit losgelöst sind. Die Entwicklung des Jazz vollzog sich summa summarum wie folgt: New Orleans Jazz (ab 1905), Dixieland Jazz (ab 1910), Chicago Jazz (ab 1919), Swing (ab 1926), eine der populärsten Stilrichtungen der Jazzgeschichte, nebenbei bemerkt, sowie Bebop (ab 1940), Latin Jazz (ab 1947), Cool Jazz (ab 1948), Hard Bop (ab 1955), Free Jazz (ab 1958), Jazz Fusion (ab 1968) und viele weitere, die ihre Weiterführung im zeitgenössischen Stil fanden.