Aktuelles:

 

    IG Jazz-Nord    

Nächste Tagung:

 7./ 8.November 2025 in Pinneberg

 

Jazz-News

  • Echter’ Jazz Festival
    19. März 2026
    Vom 26. bis 28. Februar fand in Echternach, Luxemburg, das Echter' Jazz Festival statt.
  • Randy Weston – The Music Of Randy Weston
    19. März 2026
    Fünf Kilo wiegt sie, 198 Euro kostet sie. Ein richtig fettes Stück also für Liebhaber, auf 500 Stück limitiert, auch eine probate Einstiegsdroge für solche, die sich bislang immer erfolgreich gegen die Sammelsucht wehren konnten. Sie birgt visuelle, akustische und haptische Erinnerungen an einen, der schon zu Lebzeiten mit seinen 2,05 Metern und seinen bunten […]
  • Gary Fuhrmann – Symbiosis I
    19. März 2026
    Symbiosis ist das gemeinsame Projekt von Gary und Anne Fuhrmann. Er: Jazzmusiker an Klarinette und Saxofon. Sie: klassische Klarinettistin. Was liegt da näher als eine Klassik-Jazz-Symbiose mit zwei Holzbläsern an der Spitze? Als Brückenpfeiler wirken Dietmar Fuhr (Bass) und Dirk-Peter Kölsch (Schlagzeug) auf der einen Seite, das exzellente Chiarina Streichquartett auf der anderen – Jazzrhythmus […]
  • Youn Sun Nah – Lost Pieces
    19. März 2026
    Zum zweiten Mal nach „Waking World“ aus dem Jahr 2022 hat Youn Sun Nah alle Albumstücke selbst geschrieben. Wenn man sich die elf Nummern auf „Lost Pieces“ zu Gemüte führt, muss man zu dem Schluss kommen: Der südkoreanischen Sängerin ist es in letzter Zeit nicht sonderlich gut ergangen. Die Gitarren wehklagen wie geschlagene Hunde und […]
  • Björn Meyer – Convergence
    19. März 2026
    Wie viele Geschichten kann man auf einem sechssaitigen Elektrobass erzählen? Genug, dass es für 38 Minuten reicht, findet der schwedische Bassist Björn Meyer. Er macht zu keinem Zeitpunkt einen Hehl daraus, dass er einen Bass spielt. Doch sein Spiel ist von einer melodischen Intensität, dass man das dann doch zuweilen vergisst. Meyers introspektive Linien erinnern […]
  • 3: Lovebird Festival in Düsseldorf
    17. März 2026
    Das Lovebird Festival findet in Düsseldorf zum dritten Mal vom 4. bis 7. Juni statt.
  • Witten: Tage für neue Kammermusik
    17. März 2026
    Die Wittener Tage für neue Kammermusik finden 2026 vom 24. bis 26. April statt.
  • 41: INNtöne Jazzfestival
    17. März 2026
    Das INNtöne Jazzfestival findet 2026 vom 14. bis 16. August statt.
  • London: Selaocoe kuratiert Wochenende
    17. März 2026
    Der Südafrikaner Abel Selaocoe präsentiert vom 23. bis 26. April ein von ihm kuratiertes Wochenende im Londoner Barbican Centre.
  • München: United by Jazz
    17. März 2026
    Vom 17. April bis 12. Juli wird in der Pasinger Fabrik in München die Ausstellung „United by Jazz. Was Kunst und Jazz verbindet“ gezeigt.

Allgemeines zum Thema Jazz

Die Entstehungsgeschichte des Jazz geht bis ins Jahr 1917 zurück. Dieser Musikstil ist dem Blues und der Musik der farbigen Sklavenarbeiter entlehnt. Folgende charakteristische Merkmale zeichnen sich ab:

  1. Die Persönlichkeit des Musikers steht im Vordergrund; der Interpret äußert mittels Stimme oder Instrument das, was er selbst erlebte und erfuhr.
  2. Die Improvisation, entweder frei oder nach musikalischer Vorgabe, und entweder von einem oder mehreren Instrumenten, quasi kollegial, ausgeführt, wird als Ausdrucksmittel verwendet.
  3. Die spontanen, unvermittelten, gefühlsgeladenen Interaktionen sorgen für einen spannenden, abwechlungs- und erlebnisreichen musikalischen Verlauf der Session.
  4. Die faszinierende Einmaligkeit der jeweiligen musikalischen Darbietung ist ein einzigartiges, in dieser speziellen Form nicht wieder zu erlangendes musikalisches Ereignis.
  5. Die Rhythmik ist der zentrale Aspekt, dem eine besondere Ausdruckskraft innewohnt. Der Pulsschlag der ehemals in Gefangenschaft geratenen Sklaven tritt hervor, der nunmehr frei zur Entfaltung gebracht wird.
  6. Der raue Stimmklang der Sänger bzw. der gefühlsgeladene Schrei nach Gerechtigkeit, nach der die Seele lechzt, tritt hervor.
  7. Die Tongebung orientiert sich am offenen Vokal.

Der Jazz eröffnete ganz neue, allumfassende Möglichkeiten, sämtliche Musiksparten betreffend. Die Verschmelzung von afroamerikanischen Elementen der Volksmusik, wie z.B. gefühlsgeladene Rhythmik, freie Improvisation, offene Tongebung (siehe Negro Spiritual, Worksong, Blues) mit europäischen Bestandteilen, wie z.B. Tonsystem, Melodik, Harmonik, Formsatz, Instrumentierung (siehe Tanz- Marsch- Unterhaltungs- und Popularmusik) sind der Grund dafür, dass heutzutage  Musikformen integriert wurden, die nahezu ganz von der traditionellen afroamerikanischen Ursprünglichkeit losgelöst sind. Die Entwicklung des Jazz vollzog sich summa summarum wie folgt: New Orleans Jazz (ab 1905), Dixieland Jazz (ab 1910), Chicago Jazz (ab 1919), Swing (ab 1926), eine der populärsten Stilrichtungen der Jazzgeschichte, nebenbei bemerkt, sowie Bebop (ab 1940), Latin Jazz (ab 1947), Cool Jazz (ab 1948), Hard Bop (ab 1955), Free Jazz (ab 1958), Jazz Fusion (ab 1968) und viele weitere, die ihre Weiterführung im zeitgenössischen Stil fanden.