Aktuelles:

 

    IG Jazz-Nord    

Nächste Tagung:

 

In Neumünster, 25.September 2026, anlässlich der Verleihung des JazzFördererPreises durch das Kulturforum Schleswig-Holstein e.V.

Jazz-News

  • Videopremiere – Sam Newbould Quintet – One Day We’ll Have A Window
    04. September 2026
    Der Titelsong des Albums bildet zugleich dessen emotionales Zentrum. Geschrieben im Kellerstudio, in dem Newbould im Amsterdamer Volkshotel arbeitet, begann „One day we’ll have a window“ als wörtlicher Verweis auf einen Raum ohne Fenster, entwickelte sich aber nach und nach zu etwas Symbolischerem: einer hoffnungsvollen Reflexion über Distanz, Trennung und die Möglichkeit, dass Menschen dennoch […]
  • 238: Jazz thing Mixtape auf ByteFM
    04. September 2026
    Das Jazz thing Mixtape #238 am Samstag auf ByteFM ist unserem verstorbenen Redakteur Uli Lemke gewidment.
  • RIP: Cassandra Wilson
    04. September 2026
    Am 2. September starb im Alter von 70 Jahren die Sängerin Cassandra Wilson.
  • Stadtgarten@40: Das Buch
    04. September 2026
    Der Stadtgarten Köln feiert seinen 40. Geburtstag mit der Night of Stadtgarten und dem „Stadtgarten – Das Buch", das am 15. September erscheint.
  • Berlin: 15 Jahre Gretchen
    04. September 2026
    Im Oktober wird der Berliner Club Gretchen 15 Jahre alt.
  • Basel: Konzertreihe Listen!
    04. September 2026
    Die Kaserne Basel geht mit der ambitionierten Reihe „Listen!“ in eine neue Saison.
  • Berlin: GESOBAU Jazz & Soul Award
    04. September 2026
    Am 7. September beginnt die Bewerbungsfrist für den GESOBAU Jazz & Soul Award.
  • James Brandon Lewis Quartet – Omni
    03. September 2026
    Kaum ein anderer Saxofonist veröffentlicht mit derart hoher Schlagzahl Platten wie James Brandon Lewis. Seine kontinuierlichste Band ist das Quartett mit Pianist Aruán Ortiz, Bassist Brad Jones und Drummer Chad Taylor, mit dem er eine coltraneske Haltung der mittleren Sixties vertritt. Frei, aber nicht ausufernd, spirituell, aber nicht esoterisch, hymnisch, aber nicht pathetisch, mit Respekt […]
  • Eliane Elias – Ao Vivo
    03. September 2026
    Als das Publikum gewahr wird, dass Eliane Elias mit ihrer Band gerade den ultimativen brasilianischen Klassiker „Brasil“ anstimmt, bricht ein Applaus-Sturm los. Und „Ao Vivo“ hat noch mehr brasilianische Kult-klassiker im Gepäck: Etwa „Eu Sambo Mesmo“ von Roberta Sá, den Jobim-Hit „A Felicidade“ oder das berühmte „Saudade de Bahia“ von Dorival Caymmi, das Maria Bethania […]
  • Welten – Embrace
    03. September 2026
    Meditative Schichtungen. Mit ihrem neuen, mittlerweile fünften Album „Embrace“ markiert die Leipziger Band Welten um Saxofonist und Klarinettist Lukas Welten ihr bereits zehnjähriges Bestehen. In weiten Klangflächen entfalten Welten komplexe elektronische Schichtungen, die sich immer wieder in neuen Variationen aufbauen. Als transformative Erweiterung von Klang, in dem man sich wie in einem Fluss hinabtreiben lassen […]

Allgemeines zum Thema Jazz

Die Entstehungsgeschichte des Jazz geht bis ins Jahr 1917 zurück. Dieser Musikstil ist dem Blues und der Musik der farbigen Sklavenarbeiter entlehnt. Folgende charakteristische Merkmale zeichnen sich ab:

  1. Die Persönlichkeit des Musikers steht im Vordergrund; der Interpret äußert mittels Stimme oder Instrument das, was er selbst erlebte und erfuhr.
  2. Die Improvisation, entweder frei oder nach musikalischer Vorgabe, und entweder von einem oder mehreren Instrumenten, quasi kollegial, ausgeführt, wird als Ausdrucksmittel verwendet.
  3. Die spontanen, unvermittelten, gefühlsgeladenen Interaktionen sorgen für einen spannenden, abwechlungs- und erlebnisreichen musikalischen Verlauf der Session.
  4. Die faszinierende Einmaligkeit der jeweiligen musikalischen Darbietung ist ein einzigartiges, in dieser speziellen Form nicht wieder zu erlangendes musikalisches Ereignis.
  5. Die Rhythmik ist der zentrale Aspekt, dem eine besondere Ausdruckskraft innewohnt. Der Pulsschlag der ehemals in Gefangenschaft geratenen Sklaven tritt hervor, der nunmehr frei zur Entfaltung gebracht wird.
  6. Der raue Stimmklang der Sänger bzw. der gefühlsgeladene Schrei nach Gerechtigkeit, nach der die Seele lechzt, tritt hervor.
  7. Die Tongebung orientiert sich am offenen Vokal.

Der Jazz eröffnete ganz neue, allumfassende Möglichkeiten, sämtliche Musiksparten betreffend. Die Verschmelzung von afroamerikanischen Elementen der Volksmusik, wie z.B. gefühlsgeladene Rhythmik, freie Improvisation, offene Tongebung (siehe Negro Spiritual, Worksong, Blues) mit europäischen Bestandteilen, wie z.B. Tonsystem, Melodik, Harmonik, Formsatz, Instrumentierung (siehe Tanz- Marsch- Unterhaltungs- und Popularmusik) sind der Grund dafür, dass heutzutage  Musikformen integriert wurden, die nahezu ganz von der traditionellen afroamerikanischen Ursprünglichkeit losgelöst sind. Die Entwicklung des Jazz vollzog sich summa summarum wie folgt: New Orleans Jazz (ab 1905), Dixieland Jazz (ab 1910), Chicago Jazz (ab 1919), Swing (ab 1926), eine der populärsten Stilrichtungen der Jazzgeschichte, nebenbei bemerkt, sowie Bebop (ab 1940), Latin Jazz (ab 1947), Cool Jazz (ab 1948), Hard Bop (ab 1955), Free Jazz (ab 1958), Jazz Fusion (ab 1968) und viele weitere, die ihre Weiterführung im zeitgenössischen Stil fanden.