Aktuelles:

 

    IG Jazz-Nord    

Nächste Tagung:

 

In Neumünster, 25.September 2026, anlässlich der Verleihung des JazzFördererPreises durch das Kulturforum Schleswig-Holstein e.V.

Jazz-News

  • Neue Saison: UNIT live!
    11. August 2026
    Die Schweizer Plattenfirma Unit Records stellt das Programm der nächsten Saison ihrer Konzertreihe UNIT live! im Herbst vor.
  • Eröffnung: Blue Note London
    11. August 2026
    Die US-amerikanische Blue Note Entertainment Group hat die Eröffnung des ersten Blue Note Jazz Club in London für den 23. September terminiert.
  • Luxemburg: Festival Atlântico
    11. August 2026
    Zehnjähriges Jubiläum feiert vom 7. bis 10. Oktober das Festival Atlântico in der Philharmonie Luxemburg.
  • Abgesagt: Summer LA Jazz Festival
    11. August 2026
    Das Summer LA Jazz Festival sollte ursprünglich vom 7. bis 23. August in Los Angeles stattfinden.
  • Lesung: Miles Davis. Sound eines Lebens
    11. August 2026
    Stefan Hentz liest am 1. September aus „Miles Davis. Sound eines Lebens“ in der Hauptkirche St. Petri in Hamburg.
  • Jazz und Anderes im Radio
    10. August 2026
    Features und Konzertmitschnitte aus Jazz, World Music, Neuer Musik u.a.
  • Jazz und Anderes im Fernsehen
    10. August 2026
    Konzerte, Dokumentationen, Porträts und Magazine im TV
  • Nenad Vasiliç – Non-Artificial
    10. August 2026
    Auf „Non-Artificial“ (KI-Kritik gehört ja heute zum guten Ton) spielt der Bassist Nenad Vasiliç zusammen mit seinem Sohn Puk, der am Piccolo-Bass zu hören ist, Pianist Samo Hude und Schlagzeuger Peda Milutinoviç machen die Band komplett. Das Album, das von Vasiliç auch gemischt wurde, enthält zehn Originale des Bandleaders, die im Oktober vergangenen Jahres in […]
  • Hélène Duret Synestet – Perception
    10. August 2026
    Der Bandname Synestet weckt Assoziationen mit Synästhesie, jenem Phänomen, bei dem mehrere Sinne miteinander verschmelzen und aufeinander reagieren. Was sich durchaus auf die Musik der französischen Klarinettistin Hélène Duret übertragen lässt, hört man sich ihr neues Album „Perception“ an. Denn das regt erst einmal die sinnliche Vorstellungskraft an. Musik als Spiel aus Farben, Formen und […]
  • Scott Hamilton – In The Still Of The Night
    10. August 2026
    Überall wo Scott Hamilton draufsteht, ist auch Scott Hamilton drin. Der Fan von gepflegtem Swing kann sich darauf verlassen, dass er bei jedem Album, jedem Konzert zu 100 Prozent auf seine Kosten kommt. Denn der 71-jährige Tenorsaxofonist war noch nie ein Innovator, bewegte sich stattdessen lieber konsequent auf der Linie eines Ben Webster oder Stan […]

Allgemeines zum Thema Jazz

Die Entstehungsgeschichte des Jazz geht bis ins Jahr 1917 zurück. Dieser Musikstil ist dem Blues und der Musik der farbigen Sklavenarbeiter entlehnt. Folgende charakteristische Merkmale zeichnen sich ab:

  1. Die Persönlichkeit des Musikers steht im Vordergrund; der Interpret äußert mittels Stimme oder Instrument das, was er selbst erlebte und erfuhr.
  2. Die Improvisation, entweder frei oder nach musikalischer Vorgabe, und entweder von einem oder mehreren Instrumenten, quasi kollegial, ausgeführt, wird als Ausdrucksmittel verwendet.
  3. Die spontanen, unvermittelten, gefühlsgeladenen Interaktionen sorgen für einen spannenden, abwechlungs- und erlebnisreichen musikalischen Verlauf der Session.
  4. Die faszinierende Einmaligkeit der jeweiligen musikalischen Darbietung ist ein einzigartiges, in dieser speziellen Form nicht wieder zu erlangendes musikalisches Ereignis.
  5. Die Rhythmik ist der zentrale Aspekt, dem eine besondere Ausdruckskraft innewohnt. Der Pulsschlag der ehemals in Gefangenschaft geratenen Sklaven tritt hervor, der nunmehr frei zur Entfaltung gebracht wird.
  6. Der raue Stimmklang der Sänger bzw. der gefühlsgeladene Schrei nach Gerechtigkeit, nach der die Seele lechzt, tritt hervor.
  7. Die Tongebung orientiert sich am offenen Vokal.

Der Jazz eröffnete ganz neue, allumfassende Möglichkeiten, sämtliche Musiksparten betreffend. Die Verschmelzung von afroamerikanischen Elementen der Volksmusik, wie z.B. gefühlsgeladene Rhythmik, freie Improvisation, offene Tongebung (siehe Negro Spiritual, Worksong, Blues) mit europäischen Bestandteilen, wie z.B. Tonsystem, Melodik, Harmonik, Formsatz, Instrumentierung (siehe Tanz- Marsch- Unterhaltungs- und Popularmusik) sind der Grund dafür, dass heutzutage  Musikformen integriert wurden, die nahezu ganz von der traditionellen afroamerikanischen Ursprünglichkeit losgelöst sind. Die Entwicklung des Jazz vollzog sich summa summarum wie folgt: New Orleans Jazz (ab 1905), Dixieland Jazz (ab 1910), Chicago Jazz (ab 1919), Swing (ab 1926), eine der populärsten Stilrichtungen der Jazzgeschichte, nebenbei bemerkt, sowie Bebop (ab 1940), Latin Jazz (ab 1947), Cool Jazz (ab 1948), Hard Bop (ab 1955), Free Jazz (ab 1958), Jazz Fusion (ab 1968) und viele weitere, die ihre Weiterführung im zeitgenössischen Stil fanden.