Aktuelles:

 

    IG Jazz-Nord    

Nächste Tagung:

 

In Bad Oldesloe 24./25.September 2027

Jazz-News

  • Jazz und Anderes im Radio
    05. Oktober 2026
    Features und Konzertmitschnitte aus Jazz, World Music, Neuer Musik u.a.
  • Jazz und Anderes im Fernsehen
    05. Oktober 2026
    Konzerte, Dokumentationen, Porträts und Magazine im TV
  • Ralph Alessi – A Sun That Never Sets
    05. Oktober 2026
    Die Stücke haben zwar Titel. Aber eigentlich ist „A Sun That Never Sets“ strukturell eine Suite. Denn über elf Stationen hinweg nimmt die Musik Fahrt auf, steigert das Niveau der Intensität, spielt mit Motiven, verwirft sie wieder. Der New Yorker Trompeter Ralph Alessi und sein Quintett entwickeln einen kompakten, modern improvisierenden Klangraum, der in Melodien […]
  • Various Artists – Future Sounds Of Jazz Vol. 16
    05. Oktober 2026
    Unglaublich, was Michael Reinboth und Michael Rütten hier wieder auf drei LPs bzw. in eine abendfüllende digitale Playlist gezaubert haben. Wenn eine Compilation-Reihe über 30 Jahre und 16 Ausgaben so wunderbar inspirierend und überraschend bleiben kann, dann ist sie wirklich relevant. Die beteiligten Künstler stammen aus Wuppertal, München, Marseille, New York oder Chile. Die Tracks […]
  • Dollar Brand / Don Cherry / Carlos Ward – The Third World-Underground
    05. Oktober 2026
    Es ist immer wieder schön, wenn versunkene Schätze gehoben werden. Das ist definitiv der Fall bei „The Third World-Underground“, dem Live-Mitschnitt eines Konzerts von Pianist Abdullah Ibrahim, damals noch unter dem Namen Dollar Brand, Trompeter Don Cherry und Saxofonist Carlos Ward aus dem Jahr 1974. In winziger Auflage erschienen, geriet es schnell in Vergessenheit. Heute […]
  • Videopremiere – Lorenzo De Finti Quartet – Occam’s Razor
    03. Oktober 2026
    Unsere heutige Videopremiere am Samstag führt uns in das ehrwürdige Centro Culturale Rosetum in Mailand. Dort treffen wir auf das Quartet um Pianisten Lorenzo de Finti, die mit „Occam’s Razor“ die letzte Single aus dem aktuellen Album „Backlash of Uncertainty“ zu Gehör bringen. Bühne frei!
  • Zürich/Winterthur: Unerhört!
    02. Oktober 2026
    In Zürich und Winterthur findet vom 20. bis 29. November das 25. Unerhört! Festival statt.
  • Berlin: People Festival
    02. Oktober 2026
    Im Berliner Funkhaus in der Nalepastraße findet am 10. und 11. Oktober erstmals seit seiner Premiere wieder das People Festival statt.
  • Bayreuth: Jazz-November
    02. Oktober 2026
    Der Jazz-November ist die Hauptsaison im Bayreuther Jazzkalender und der Höhepunkt des Jahres für den ausrichtenden Verein Jazz Bayreuth.
  • Berlin: Jüdische Kulturtage
    02. Oktober 2026
    Vom 12. bis 22. November ist Berlin zum 39. Mal Schau- und Hörplatz der Jüdischen Kulturtage.

Allgemeines zum Thema Jazz

Die Entstehungsgeschichte des Jazz geht bis ins Jahr 1917 zurück. Dieser Musikstil ist dem Blues und der Musik der farbigen Sklavenarbeiter entlehnt. Folgende charakteristische Merkmale zeichnen sich ab:

  1. Die Persönlichkeit des Musikers steht im Vordergrund; der Interpret äußert mittels Stimme oder Instrument das, was er selbst erlebte und erfuhr.
  2. Die Improvisation, entweder frei oder nach musikalischer Vorgabe, und entweder von einem oder mehreren Instrumenten, quasi kollegial, ausgeführt, wird als Ausdrucksmittel verwendet.
  3. Die spontanen, unvermittelten, gefühlsgeladenen Interaktionen sorgen für einen spannenden, abwechlungs- und erlebnisreichen musikalischen Verlauf der Session.
  4. Die faszinierende Einmaligkeit der jeweiligen musikalischen Darbietung ist ein einzigartiges, in dieser speziellen Form nicht wieder zu erlangendes musikalisches Ereignis.
  5. Die Rhythmik ist der zentrale Aspekt, dem eine besondere Ausdruckskraft innewohnt. Der Pulsschlag der ehemals in Gefangenschaft geratenen Sklaven tritt hervor, der nunmehr frei zur Entfaltung gebracht wird.
  6. Der raue Stimmklang der Sänger bzw. der gefühlsgeladene Schrei nach Gerechtigkeit, nach der die Seele lechzt, tritt hervor.
  7. Die Tongebung orientiert sich am offenen Vokal.

Der Jazz eröffnete ganz neue, allumfassende Möglichkeiten, sämtliche Musiksparten betreffend. Die Verschmelzung von afroamerikanischen Elementen der Volksmusik, wie z.B. gefühlsgeladene Rhythmik, freie Improvisation, offene Tongebung (siehe Negro Spiritual, Worksong, Blues) mit europäischen Bestandteilen, wie z.B. Tonsystem, Melodik, Harmonik, Formsatz, Instrumentierung (siehe Tanz- Marsch- Unterhaltungs- und Popularmusik) sind der Grund dafür, dass heutzutage  Musikformen integriert wurden, die nahezu ganz von der traditionellen afroamerikanischen Ursprünglichkeit losgelöst sind. Die Entwicklung des Jazz vollzog sich summa summarum wie folgt: New Orleans Jazz (ab 1905), Dixieland Jazz (ab 1910), Chicago Jazz (ab 1919), Swing (ab 1926), eine der populärsten Stilrichtungen der Jazzgeschichte, nebenbei bemerkt, sowie Bebop (ab 1940), Latin Jazz (ab 1947), Cool Jazz (ab 1948), Hard Bop (ab 1955), Free Jazz (ab 1958), Jazz Fusion (ab 1968) und viele weitere, die ihre Weiterführung im zeitgenössischen Stil fanden.