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 entfällt: Bad Oldesloe, 05./06.09.2026

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Jazz-News

  • Marilyn Crispell / Anders Jormin – Memento
    04. Juni 2026
    Dass die Chemie stimmte, wussten Marilyn Crispell und Anders Jormin schon bei ihrer ersten Begegnung. Als sie das Spiel des Bassisten Jormin hörte, habe das eine Saite in ihr zum Schwingen gebracht, erinnert sich die Pianistin Crispell. Und weil gut Ding eben Weile haben will, dauerte das erste Duoprojekt so lange. Nun aber gibt es […]
  • Aki Rissanen – Imaginary Mountains
    04. Juni 2026
    Klavier und E-Piano spielt der finnische Pianist Aki Rissanen auf „Imaginary Mountains“ und macht damit deutlich, dass es sich nicht um ein übliches Klaviertrio handelt. Ganz im Gegenteil, mit seinen Landsleuten, dem Bassisten Antti Lötjönen und dem Schlagzeuger Teppo Mäkynen, bringt er im Titeltrack HipHop-Beats und musikalische Figuren aus der Minimal Music ins Spiel, das […]
  • Jeff Parker Eva IVtet – Happy Today
    04. Juni 2026
    Läuft für Jeff Parker. Neue Alben mit Tortoise und Chilli-Peppers-Bass-Kobold Flea; und dann diese Quartett-Platten! „Happy Today“ ist das dritte Live-Album seines ETA IVtet, erstmals nicht mehr in einer Cocktail-Bar, sondern in einem 500er-Raum in Los Angeles eingespielt. Groove-basierte Improvisationen, Songs, die je eine Vinylseite einnehmen, warm und dicht aufgenommen. Was Saxofonist Josh Johnson spielt, […]
  • Saalfelden: Programm komplett
    02. Juni 2026
    Kürzlich wurde das vollständige Programm des Jazzfestivals Saalfelden vom 20. bis 23. August bekannt gegeben.
  • Ensemble Modern: Film-Doku
    02. Juni 2026
    Die Film-Doku „Why We Play“ über das Ensemble Modern von Thorsten Schütte läuft am 11. Juni in den Kinos an.
  • RIP: Ingo Hug
    02. Juni 2026
    Der künstlerische Leiter vom Aalener Jazzfest, Ingo Hug, ist am 28. Mai unerwartet gestorben.
  • Freiburg: Jazzfestival
    02. Juni 2026
    Das Jazzfestival Freiburg hat das Programm für die Ausgabe 2026 vom 19. bis 27. September veröffentlicht.
  • Bauer Studios: Förderpreis
    02. Juni 2026
    „Klangkultur – Freundeskreis der Bauer Studios“ hat zum zweiten Mal den Förderpreis ausgeschrieben.
  • Jazz und Anderes im Radio
    01. Juni 2026
    Features und Konzertmitschnitte aus Jazz, World Music, Neuer Musik u.a.
  • Jazz und Anderes im Fernsehen
    01. Juni 2026
    Konzerte, Dokumentationen, Porträts und Magazine im TV

Allgemeines zum Thema Jazz

Die Entstehungsgeschichte des Jazz geht bis ins Jahr 1917 zurück. Dieser Musikstil ist dem Blues und der Musik der farbigen Sklavenarbeiter entlehnt. Folgende charakteristische Merkmale zeichnen sich ab:

  1. Die Persönlichkeit des Musikers steht im Vordergrund; der Interpret äußert mittels Stimme oder Instrument das, was er selbst erlebte und erfuhr.
  2. Die Improvisation, entweder frei oder nach musikalischer Vorgabe, und entweder von einem oder mehreren Instrumenten, quasi kollegial, ausgeführt, wird als Ausdrucksmittel verwendet.
  3. Die spontanen, unvermittelten, gefühlsgeladenen Interaktionen sorgen für einen spannenden, abwechlungs- und erlebnisreichen musikalischen Verlauf der Session.
  4. Die faszinierende Einmaligkeit der jeweiligen musikalischen Darbietung ist ein einzigartiges, in dieser speziellen Form nicht wieder zu erlangendes musikalisches Ereignis.
  5. Die Rhythmik ist der zentrale Aspekt, dem eine besondere Ausdruckskraft innewohnt. Der Pulsschlag der ehemals in Gefangenschaft geratenen Sklaven tritt hervor, der nunmehr frei zur Entfaltung gebracht wird.
  6. Der raue Stimmklang der Sänger bzw. der gefühlsgeladene Schrei nach Gerechtigkeit, nach der die Seele lechzt, tritt hervor.
  7. Die Tongebung orientiert sich am offenen Vokal.

Der Jazz eröffnete ganz neue, allumfassende Möglichkeiten, sämtliche Musiksparten betreffend. Die Verschmelzung von afroamerikanischen Elementen der Volksmusik, wie z.B. gefühlsgeladene Rhythmik, freie Improvisation, offene Tongebung (siehe Negro Spiritual, Worksong, Blues) mit europäischen Bestandteilen, wie z.B. Tonsystem, Melodik, Harmonik, Formsatz, Instrumentierung (siehe Tanz- Marsch- Unterhaltungs- und Popularmusik) sind der Grund dafür, dass heutzutage  Musikformen integriert wurden, die nahezu ganz von der traditionellen afroamerikanischen Ursprünglichkeit losgelöst sind. Die Entwicklung des Jazz vollzog sich summa summarum wie folgt: New Orleans Jazz (ab 1905), Dixieland Jazz (ab 1910), Chicago Jazz (ab 1919), Swing (ab 1926), eine der populärsten Stilrichtungen der Jazzgeschichte, nebenbei bemerkt, sowie Bebop (ab 1940), Latin Jazz (ab 1947), Cool Jazz (ab 1948), Hard Bop (ab 1955), Free Jazz (ab 1958), Jazz Fusion (ab 1968) und viele weitere, die ihre Weiterführung im zeitgenössischen Stil fanden.