Aktuelles:

 

    IG Jazz-Nord    

Nächste Tagung:

 

In Neumünster, 25.September 2026, anlässlich der Verleihung des JazzFördererPreises durch das Kulturforum Schleswig-Holstein e.V.

Jazz-News

  • Editorial 165
    21. August 2026
    Steve Swallow und Carla Bley seien eines der hipsten, eines der beständigsten und dann auch eines der rührendsten Künstlerpaare des modernen Jazz gewesen, schreibt Ralf Dombrowski in unserer Titelstory (S. 34). Manche waren besorgt, wie Steve Swallow den Tod seiner Partnerin im Jahr 2023 verkraften würde. Doch er hat seinen Weg gemacht, und sein neues […]
  • Contents 165
    21. August 2026
    mit Steve Swallow, John Coltrane 100, Salomea, Fred Hersch, Keb' Mo', Gretchen Parlato, João Bosco, James Brandon Lewis, Ida Sand, u.v.a.m. ab 28.8. am Kiosk
  • Reza Askari – Alte Liebe
    21. August 2026
    Was macht ein Metal-Album aus? Packende Riffs von einer Armada elektrischer Gitarren? Donnernde Drum-Salven? Ein charismatischer Shouter? Hooks, die ein ganzes Leben nicht mehr aus dem Ohr gehen? Oder braucht es nichts von alledem? Reza Askari gibt auf seinem neuen Album „xAYb v8v dYAx“ (Boomslang/Galileo MC) eine verblüffende Antwort. Eine Schlängellinie aus Klarinette und Trompete, […]
  • Simon Kuhn – Containment
    21. August 2026
    Mit dem Album „Containment“ (Double Moon/Bertus) gelingt es dem Quartett von Simon Kuhn, die ersten zwei Jahre seiner Existenz auf den Punkt zu bringen. Das macht der Schlagzeuger mit seinen drei Mitstreiter/-innen, zu denen der Gitarrist Jan Schrüllkamp, der Bassist Kevin Henkemeier und die Geigerin Ania Badura gehören, in einer multistilistischen Form. Darüber und vor […]
  • Jazz thing präsentiert: Enjoy Jazz 2026
    21. August 2026
    Zuletzt hatte Enjoy Jazz sein Programm stets unter ein Motto gestellt, 2026 rückt man „Beauty“ in den Mittelpunkt des Festivalgeschehens. Dabei will man sich den verschiedenen Konnotationen von Schönheit öffnen: sozial, moralisch, politisch, wirtschaftlich, ökologisch und natürlich kulturell. Schönheit bedeutet auch Macht und Machtgefälle: Wer festzulegen meint, was oder wer einem Schönheitsempfinden entspricht, grenzt anderes […]
  • Jazz thing präsentiert: Deutsches Jazzfestival Frankfurt 2026
    21. August 2026
    Das altehrwürdige Deutsche Jazzfestival Frankfurt steht vom 13. bis 17. Oktober 2026 unter dem Motto „Von hier aus gesehen“. Mit dem Programm will es der Frage nachgehen, inwieweit Jazz aus Europa Spuren hinterlassen, Duftmarken gesetzt und Eigenständiges hervorgebracht hat. Dass er das getan hat, ist unbestritten. Nur wo und in welchem Maß dies gesehen wird, […]
  • Jazz thing präsentiert: 27. European Jazztival
    21. August 2026
    Das Schloss Elmau am Fuß des Wettersteingebirges hat eine lange Geschichte, in der sich Kultur und Politik vermischen – von Kammermusikabenden der Pianistin Elly Ney während des Ersten Weltkriegs bis zu den G-7-Gipfeln im 21. Jahrhundert. Die Musik gehört seit Beginn an dazu und mittlerweile auch ein Jazzprogramm, das seit 27 Jahren mit dem European […]
  • Jazz thing präsentiert: UNIT live! 2026
    21. August 2026
    Der 1975 in Chur im Kanton Graubünden geborene Luca Sisera ist ein umtriebiger Musiker. Als Bassist und Bandleader fühlt er sich in vielen Bereichen des Jazz zu Hause. Zusammen mit seinem Instrumentalkollegen Andreas Waelti steht er seit 2023 Unit Records vor und gestaltet für sich und andere deren Arbeitswelt, zudem ist er gefragter Kurator von […]
  • Jazz thing präsentiert: Night of Stadtgarten
    21. August 2026
    Mit dem Stadtgarten feiert am 4. September 2026 eine Kölner Live-Institution ihr 40-jähriges Jubiläum. Ins Leben gerufen 1986 von der Initiative Kölner Jazz Haus als unabhängige Spielstätte für aktuelle improvisierte Musik, präsentiert das Haus an der Venloer Straße nun seit vier Dekaden Jazz und seine experimentellen Ausläufer auf höchstem Niveau und mehreren Bühnen, neben dem […]
  • Jazz thing präsentiert: Leverkusener Jazztage 2026
    21. August 2026
    Vom 1. bis zum 25. November öffnen in diesem Jahr die Leverkusener Jazztage ihre Pforten. Das seit einiger Zeit von Fabian Stiens und davor jahrzehntelang von Eckhard Meszelinsky verantwortete Festival – die erste Ausgabe ging 1980 über die Bühne – steht für eine unglaubliche Vielfalt an Stilen und Genres, von Jazz und Rock über Blues, […]

Allgemeines zum Thema Jazz

Die Entstehungsgeschichte des Jazz geht bis ins Jahr 1917 zurück. Dieser Musikstil ist dem Blues und der Musik der farbigen Sklavenarbeiter entlehnt. Folgende charakteristische Merkmale zeichnen sich ab:

  1. Die Persönlichkeit des Musikers steht im Vordergrund; der Interpret äußert mittels Stimme oder Instrument das, was er selbst erlebte und erfuhr.
  2. Die Improvisation, entweder frei oder nach musikalischer Vorgabe, und entweder von einem oder mehreren Instrumenten, quasi kollegial, ausgeführt, wird als Ausdrucksmittel verwendet.
  3. Die spontanen, unvermittelten, gefühlsgeladenen Interaktionen sorgen für einen spannenden, abwechlungs- und erlebnisreichen musikalischen Verlauf der Session.
  4. Die faszinierende Einmaligkeit der jeweiligen musikalischen Darbietung ist ein einzigartiges, in dieser speziellen Form nicht wieder zu erlangendes musikalisches Ereignis.
  5. Die Rhythmik ist der zentrale Aspekt, dem eine besondere Ausdruckskraft innewohnt. Der Pulsschlag der ehemals in Gefangenschaft geratenen Sklaven tritt hervor, der nunmehr frei zur Entfaltung gebracht wird.
  6. Der raue Stimmklang der Sänger bzw. der gefühlsgeladene Schrei nach Gerechtigkeit, nach der die Seele lechzt, tritt hervor.
  7. Die Tongebung orientiert sich am offenen Vokal.

Der Jazz eröffnete ganz neue, allumfassende Möglichkeiten, sämtliche Musiksparten betreffend. Die Verschmelzung von afroamerikanischen Elementen der Volksmusik, wie z.B. gefühlsgeladene Rhythmik, freie Improvisation, offene Tongebung (siehe Negro Spiritual, Worksong, Blues) mit europäischen Bestandteilen, wie z.B. Tonsystem, Melodik, Harmonik, Formsatz, Instrumentierung (siehe Tanz- Marsch- Unterhaltungs- und Popularmusik) sind der Grund dafür, dass heutzutage  Musikformen integriert wurden, die nahezu ganz von der traditionellen afroamerikanischen Ursprünglichkeit losgelöst sind. Die Entwicklung des Jazz vollzog sich summa summarum wie folgt: New Orleans Jazz (ab 1905), Dixieland Jazz (ab 1910), Chicago Jazz (ab 1919), Swing (ab 1926), eine der populärsten Stilrichtungen der Jazzgeschichte, nebenbei bemerkt, sowie Bebop (ab 1940), Latin Jazz (ab 1947), Cool Jazz (ab 1948), Hard Bop (ab 1955), Free Jazz (ab 1958), Jazz Fusion (ab 1968) und viele weitere, die ihre Weiterführung im zeitgenössischen Stil fanden.