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    IG Jazz-Nord    

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In Neumünster, 25.September 2026, anlässlich der Verleihung des JazzFördererPreises durch das Kulturforum Schleswig-Holstein e.V.

Jazz-News

  • Ystad: Jazz Festival
    24. Juli 2026
    Vom 29. Juli bis 2. August findet in der schwedischen Stadt Ystad das Ystad Jazz Festival statt.
  • Verve 70: The Sound of America
    24. Juli 2026
    Zum 70. Firmenjubiläum von Verve erscheint am 21. August das 4-LP-Box-Set „Verve Records: The Sound of America“.
  • Holger-Czukay-Preis: Keshavara
    24. Juli 2026
    Die Kölner Band Keshavara ist mit dem Holger-Czukay-Preis ausgezeichnet worden. Dieser Popmusik-Preis ist nach dem Bassisten der Band Can benannt und wird seit 2019 jährlich vergeben, frühere Preisträger waren unter anderem Ozan Ata Canani, AnnenMayKantereit oder Mouse on Mars. Keshavaras Musik ist im Global-Pop zu verorten, indische Klänge spielen dabei eine genauso zentrale Rolle wie […]
  • Radialsystem: 20 Jahre
    24. Juli 2026
    Im September feiert das Berliner Radialsystem sein 20-jähriges Bestehen.
  • Film: Noga
    24. Juli 2026
    Am 13. August startet in deutschen Kinos der Dokumentarfilm „Noga“ über die israelische Pop-Künstlerin Noga Erez.
  • Tobias Becker Bigband – Venti
    23. Juli 2026
    20 Jahre gibt es die Tobias Becker Bigband schon – darauf spielt der Albumtitel „Venti“ an. (Er könnte aber auch die Zahl der Mitwirkenden meinen: 13 Bläser, eine vierköpfige Rhythmsection, drei Gesangsstimmen.) Bandleader Becker ist erneut Pianist, Dirigent, Arrangeur – und hat außerdem sieben der 13 Stücke komponiert. Seine Stärke sind positive, aufmunternde Melodien („Fanfare […]
  • MOTUSNEU & Susanne Stock – Balgwege Teil 1 & Teil 2
    23. Juli 2026
    Nachdem das Leipziger Improv-Trio MOTUSNEU sein letztes Album „War der Clown gar nicht echt?“ mit dem Posaunisten Steve Swell einspielte, folgt nun eine Kooperation mit der Akkordeonistin Susanne Stock. Der Titel verweist auf die Balgbewegung ihres Instruments, vergleichbar mit der Bogenbewegung bei Streichern. Tatsächlich legten die vier Musker/-innen im Studio so viel Balgweg zurück, dass […]
  • Paul Urbanek – Zawinulology
    23. Juli 2026
    Klar, dass Joe Zawinul auf einen Keyboarder und musikalischen Tausendsassa wie Paul Urbanek, der schon mit Linda Sharrock, Sainkho Namtchylak und Hans Koller arbeitete, magische Anziehungskraft hat. Die lebt Urbanek auf „Zawinulology“, das er im Prinzip im Alleingang eingespielt hat, in fanatischer Weise aus: Auf „Bebop Leftovers“ ist er am Flügel zu hören, auf „Unfolding“ […]
  • Downbeat: 74. Critics Poll
    21. Juli 2026
    Seit 74 Jahren ruft das Downbeat Magazine Kritiker:innen dazu auf, ihre Wahl für den jeden Sommer publizierten „Downbeat Critics Poll“ zu treffen.
  • Viersen: Internationales Jazzfestival
    21. Juli 2026
    In diesem Jahr findet das erste Jazzfestival Viersen im neuen Biennale-Rhythmus statt.

Allgemeines zum Thema Jazz

Die Entstehungsgeschichte des Jazz geht bis ins Jahr 1917 zurück. Dieser Musikstil ist dem Blues und der Musik der farbigen Sklavenarbeiter entlehnt. Folgende charakteristische Merkmale zeichnen sich ab:

  1. Die Persönlichkeit des Musikers steht im Vordergrund; der Interpret äußert mittels Stimme oder Instrument das, was er selbst erlebte und erfuhr.
  2. Die Improvisation, entweder frei oder nach musikalischer Vorgabe, und entweder von einem oder mehreren Instrumenten, quasi kollegial, ausgeführt, wird als Ausdrucksmittel verwendet.
  3. Die spontanen, unvermittelten, gefühlsgeladenen Interaktionen sorgen für einen spannenden, abwechlungs- und erlebnisreichen musikalischen Verlauf der Session.
  4. Die faszinierende Einmaligkeit der jeweiligen musikalischen Darbietung ist ein einzigartiges, in dieser speziellen Form nicht wieder zu erlangendes musikalisches Ereignis.
  5. Die Rhythmik ist der zentrale Aspekt, dem eine besondere Ausdruckskraft innewohnt. Der Pulsschlag der ehemals in Gefangenschaft geratenen Sklaven tritt hervor, der nunmehr frei zur Entfaltung gebracht wird.
  6. Der raue Stimmklang der Sänger bzw. der gefühlsgeladene Schrei nach Gerechtigkeit, nach der die Seele lechzt, tritt hervor.
  7. Die Tongebung orientiert sich am offenen Vokal.

Der Jazz eröffnete ganz neue, allumfassende Möglichkeiten, sämtliche Musiksparten betreffend. Die Verschmelzung von afroamerikanischen Elementen der Volksmusik, wie z.B. gefühlsgeladene Rhythmik, freie Improvisation, offene Tongebung (siehe Negro Spiritual, Worksong, Blues) mit europäischen Bestandteilen, wie z.B. Tonsystem, Melodik, Harmonik, Formsatz, Instrumentierung (siehe Tanz- Marsch- Unterhaltungs- und Popularmusik) sind der Grund dafür, dass heutzutage  Musikformen integriert wurden, die nahezu ganz von der traditionellen afroamerikanischen Ursprünglichkeit losgelöst sind. Die Entwicklung des Jazz vollzog sich summa summarum wie folgt: New Orleans Jazz (ab 1905), Dixieland Jazz (ab 1910), Chicago Jazz (ab 1919), Swing (ab 1926), eine der populärsten Stilrichtungen der Jazzgeschichte, nebenbei bemerkt, sowie Bebop (ab 1940), Latin Jazz (ab 1947), Cool Jazz (ab 1948), Hard Bop (ab 1955), Free Jazz (ab 1958), Jazz Fusion (ab 1968) und viele weitere, die ihre Weiterführung im zeitgenössischen Stil fanden.