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    IG Jazz-Nord    

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In Neumünster, 25.September 2026, anlässlich der Verleihung des JazzFördererPreises durch das Kulturforum Schleswig-Holstein e.V.

Jazz-News

  • Tobias Becker Bigband – Venti
    23. Juli 2026
    20 Jahre gibt es die Tobias Becker Bigband schon – darauf spielt der Albumtitel „Venti“ an. (Er könnte aber auch die Zahl der Mitwirkenden meinen: 13 Bläser, eine vierköpfige Rhythmsection, drei Gesangsstimmen.) Bandleader Becker ist erneut Pianist, Dirigent, Arrangeur – und hat außerdem sieben der 13 Stücke komponiert. Seine Stärke sind positive, aufmunternde Melodien („Fanfare […]
  • MOTUSNEU & Susanne Stock – Balgwege Teil 1 & Teil 2
    23. Juli 2026
    Nachdem das Leipziger Improv-Trio MOTUSNEU sein letztes Album „War der Clown gar nicht echt?“ mit dem Posaunisten Steve Swell einspielte, folgt nun eine Kooperation mit der Akkordeonistin Susanne Stock. Der Titel verweist auf die Balgbewegung ihres Instruments, vergleichbar mit der Bogenbewegung bei Streichern. Tatsächlich legten die vier Musker/-innen im Studio so viel Balgweg zurück, dass […]
  • Paul Urbanek – Zawinulology
    23. Juli 2026
    Klar, dass Joe Zawinul auf einen Keyboarder und musikalischen Tausendsassa wie Paul Urbanek, der schon mit Linda Sharrock, Sainkho Namtchylak und Hans Koller arbeitete, magische Anziehungskraft hat. Die lebt Urbanek auf „Zawinulology“, das er im Prinzip im Alleingang eingespielt hat, in fanatischer Weise aus: Auf „Bebop Leftovers“ ist er am Flügel zu hören, auf „Unfolding“ […]
  • Downbeat: 74. Critics Poll
    21. Juli 2026
    Seit 74 Jahren ruft das Downbeat Magazine Kritiker:innen dazu auf, ihre Wahl für den jeden Sommer publizierten „Downbeat Critics Poll“ zu treffen.
  • Viersen: Internationales Jazzfestival
    21. Juli 2026
    In diesem Jahr findet das erste Jazzfestival Viersen im neuen Biennale-Rhythmus statt.
  • Bundeshaushalt: Kürzungen bei der Kultur
    21. Juli 2026
    Mit einer gemeinsamen Stellungnahme setzen sich FREO, PRO MUSIK und Deutsche Jazzunion gegen Kürzungen in der Kultur zur Wehr.
  • Daniel Haaksman: Neues Buch
    21. Juli 2026
    Daniel Haaksman erzählt mit „It Began in Ipanema“ in 50 Kapiteln mit ebenso vielen ausgewählten Songs die Musikgeschichte Rio de Janeiros.
  • Würzburg: Hafensommer 2026
    21. Juli 2026
    Die Open-Air Bühne in Würzburgs Alten Hafen wird zwischen 24. Juli und 9. August wieder zum Austragungsort für den alljährlichen Hafensommer.
  • Jazz und Anderes im Radio
    20. Juli 2026
    Features und Konzertmitschnitte aus Jazz, World Music, Neuer Musik u.a.
  • Jazz und Anderes im Fernsehen
    20. Juli 2026
    Konzerte, Dokumentationen, Porträts und Magazine im TV

Allgemeines zum Thema Jazz

Die Entstehungsgeschichte des Jazz geht bis ins Jahr 1917 zurück. Dieser Musikstil ist dem Blues und der Musik der farbigen Sklavenarbeiter entlehnt. Folgende charakteristische Merkmale zeichnen sich ab:

  1. Die Persönlichkeit des Musikers steht im Vordergrund; der Interpret äußert mittels Stimme oder Instrument das, was er selbst erlebte und erfuhr.
  2. Die Improvisation, entweder frei oder nach musikalischer Vorgabe, und entweder von einem oder mehreren Instrumenten, quasi kollegial, ausgeführt, wird als Ausdrucksmittel verwendet.
  3. Die spontanen, unvermittelten, gefühlsgeladenen Interaktionen sorgen für einen spannenden, abwechlungs- und erlebnisreichen musikalischen Verlauf der Session.
  4. Die faszinierende Einmaligkeit der jeweiligen musikalischen Darbietung ist ein einzigartiges, in dieser speziellen Form nicht wieder zu erlangendes musikalisches Ereignis.
  5. Die Rhythmik ist der zentrale Aspekt, dem eine besondere Ausdruckskraft innewohnt. Der Pulsschlag der ehemals in Gefangenschaft geratenen Sklaven tritt hervor, der nunmehr frei zur Entfaltung gebracht wird.
  6. Der raue Stimmklang der Sänger bzw. der gefühlsgeladene Schrei nach Gerechtigkeit, nach der die Seele lechzt, tritt hervor.
  7. Die Tongebung orientiert sich am offenen Vokal.

Der Jazz eröffnete ganz neue, allumfassende Möglichkeiten, sämtliche Musiksparten betreffend. Die Verschmelzung von afroamerikanischen Elementen der Volksmusik, wie z.B. gefühlsgeladene Rhythmik, freie Improvisation, offene Tongebung (siehe Negro Spiritual, Worksong, Blues) mit europäischen Bestandteilen, wie z.B. Tonsystem, Melodik, Harmonik, Formsatz, Instrumentierung (siehe Tanz- Marsch- Unterhaltungs- und Popularmusik) sind der Grund dafür, dass heutzutage  Musikformen integriert wurden, die nahezu ganz von der traditionellen afroamerikanischen Ursprünglichkeit losgelöst sind. Die Entwicklung des Jazz vollzog sich summa summarum wie folgt: New Orleans Jazz (ab 1905), Dixieland Jazz (ab 1910), Chicago Jazz (ab 1919), Swing (ab 1926), eine der populärsten Stilrichtungen der Jazzgeschichte, nebenbei bemerkt, sowie Bebop (ab 1940), Latin Jazz (ab 1947), Cool Jazz (ab 1948), Hard Bop (ab 1955), Free Jazz (ab 1958), Jazz Fusion (ab 1968) und viele weitere, die ihre Weiterführung im zeitgenössischen Stil fanden.