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    IG Jazz-Nord    

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 entfällt: Bad Oldesloe, 05./06.09.2026

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Jazz-News

  • Lars Danielsson Liberetto – Echomyr
    28. Mai 2026
    Liberetto ist eine vollendete Band. Das Konzept ist über 15 Jahre hinweg gereift und hat bis auf den Wechsel am Klavier, als 2017 Gregory Privat für Tigran Hamasyan zum Quartett stieß, von Anfang an die gleiche Konstellation. Es wundert daher wenig, wenn auf dem fünften Album des Teams, „Echomyr“, die Musik ähnlich dem klingt, was […]
  • Tamara Lukasheva – Rilke vertont. Solo
    28. Mai 2026
    Gesprochene bis sangliche Rezitationen, gesungene Lyrics, ausschweifende Melismen, gelegentliche Vokalisen und rares Scatten: Tamara Lukasheva fasst die von ihr vertonten Gedichte von Rainer Maria Rilke in ein vokalistisches Spektrum voller Kontraste. Das Fundament für die Stücke formt sie selbst am Klavier, wechselt von schimmernden Arpeggien zu dichten Harmonien, repetitiven Patterns oder zarten melodischen Linien und […]
  • Airto Moreira / Ricardo Bacelar – Maracanós
    28. Mai 2026
    Ein bisschen sieht er sich auch als Wohltäter. Ricardo Bacelar ist ein vor allem in Brasilien erfolgreicher Pianist, Komponist und Produzent, hat ein eigenes Studio, ein Label und gute Kontakte in die nationale Szene. Airto Moreira wiederum ist ein Ahnherr des World Jazz. Zusammen mit seiner Frau Flora Purim hat er die Musik Brasiliens in […]
  • 237/19: Jazz thing Mixtape auf ByteFM & onejazz
    28. Mai 2026
    Das nächste Jazz thing Mixtape gibt es wieder auf ByteFM und onejazz.
  • RIP: Sonny Rollins
    26. Mai 2026
    Am 25. Mai ist der Saxofonist Theodore Walter „Sonny“ Rollins im Alter von 95 Jahren in Woodstock, New York, gestorben.
  • 164: Die neue Ausgabe von Jazz thing
    26. Mai 2026
    Die 164. Ausgabe von Jazz thing ist ab dem 30. Mai am Kiosk.
  • Gent: Jazz Festival
    26. Mai 2026
    Im belgischen Gent beginnt am 2. Juli das jährliche Gent Jazz Festival.
  • Stuttgart: Sommerfestival der Kulturen
    26. Mai 2026
    Veranstaltet vom Forum der Kulturen e.V. steigt vom 14. bis 19. Juli auf dem Stuttgarter Marktplatz wieder das Sommerfestival der Kulturen.
  • Film-Doku: Fluss von Timo Großpietsch
    26. Mai 2026
    Am 11. Juni läuft die Filmdoku „Fluss“ mit der Musik von Vladislav Sendecki deutschlandweit in den Kinos an.
  • Köln: Jazz Against The Machine
    26. Mai 2026
    Jazz Against The Machine findet vom 9. bis 11. Juni im Artheater in Köln-Ehrenfeld statt.

Allgemeines zum Thema Jazz

Die Entstehungsgeschichte des Jazz geht bis ins Jahr 1917 zurück. Dieser Musikstil ist dem Blues und der Musik der farbigen Sklavenarbeiter entlehnt. Folgende charakteristische Merkmale zeichnen sich ab:

  1. Die Persönlichkeit des Musikers steht im Vordergrund; der Interpret äußert mittels Stimme oder Instrument das, was er selbst erlebte und erfuhr.
  2. Die Improvisation, entweder frei oder nach musikalischer Vorgabe, und entweder von einem oder mehreren Instrumenten, quasi kollegial, ausgeführt, wird als Ausdrucksmittel verwendet.
  3. Die spontanen, unvermittelten, gefühlsgeladenen Interaktionen sorgen für einen spannenden, abwechlungs- und erlebnisreichen musikalischen Verlauf der Session.
  4. Die faszinierende Einmaligkeit der jeweiligen musikalischen Darbietung ist ein einzigartiges, in dieser speziellen Form nicht wieder zu erlangendes musikalisches Ereignis.
  5. Die Rhythmik ist der zentrale Aspekt, dem eine besondere Ausdruckskraft innewohnt. Der Pulsschlag der ehemals in Gefangenschaft geratenen Sklaven tritt hervor, der nunmehr frei zur Entfaltung gebracht wird.
  6. Der raue Stimmklang der Sänger bzw. der gefühlsgeladene Schrei nach Gerechtigkeit, nach der die Seele lechzt, tritt hervor.
  7. Die Tongebung orientiert sich am offenen Vokal.

Der Jazz eröffnete ganz neue, allumfassende Möglichkeiten, sämtliche Musiksparten betreffend. Die Verschmelzung von afroamerikanischen Elementen der Volksmusik, wie z.B. gefühlsgeladene Rhythmik, freie Improvisation, offene Tongebung (siehe Negro Spiritual, Worksong, Blues) mit europäischen Bestandteilen, wie z.B. Tonsystem, Melodik, Harmonik, Formsatz, Instrumentierung (siehe Tanz- Marsch- Unterhaltungs- und Popularmusik) sind der Grund dafür, dass heutzutage  Musikformen integriert wurden, die nahezu ganz von der traditionellen afroamerikanischen Ursprünglichkeit losgelöst sind. Die Entwicklung des Jazz vollzog sich summa summarum wie folgt: New Orleans Jazz (ab 1905), Dixieland Jazz (ab 1910), Chicago Jazz (ab 1919), Swing (ab 1926), eine der populärsten Stilrichtungen der Jazzgeschichte, nebenbei bemerkt, sowie Bebop (ab 1940), Latin Jazz (ab 1947), Cool Jazz (ab 1948), Hard Bop (ab 1955), Free Jazz (ab 1958), Jazz Fusion (ab 1968) und viele weitere, die ihre Weiterführung im zeitgenössischen Stil fanden.