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    IG Jazz-Nord    

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 entfällt: Bad Oldesloe, 05./06.09.2026

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Jazz-News

  • Videopremiere – Ella Zirina & Teis Semey – Arpeggios for Two Guitars
    21. Mai 2026
    Heute wird das neue Album von Teis Semey und Ella Zirina mit dem Titel „Dark Yellow: Music for Two Guitars“ angekündigt. Wir haben die exklusive Videopremiere zur ersten Single „Arpeggios for Two Guitars“. Enjoy!
  • Immanuel Wilkins Quartet – Live At The Village Vanguard
    21. Mai 2026
    Im Mai 2025 hatte der Altsaxofonist Immanuel Wilkins mit seinem Quartett eine einwöchige Konzertreihe im legendären New Yorker Jazzclub The Village Vanguard. Hymnisch verdichtete Kompositionen wurden live zu epischen Erzählungen tiefer Spiritualität, die Wilkins‘ musikalische Reise nach den Studioalben „Omega“ (2020), „The 7th Hand“ (2022) und dem Grammy-nominierten „Blues Blood“ (2024) fortsetzen. Mit seinem herausragenden […]
  • Olivier Le Goas Ensemble Pulse – The Chaining Loops
    21. Mai 2026
    Das Septett Ensemble Pulse entstand vor fünf Jahren während einer Residenz. Der französische Schlagwerker Olivier Le Goas kannte die beteiligten Musiker teilweise aber schon sehr lange aus anderen Begegnungen und Momenten der Zusammenarbeit. Während der erwähnten Residenz aber war Zeit, sich als Ensemble zusammenzufinden und den Großteil des Repertoires dieses Albums zu erarbeiten. Drei Jahre […]
  • Hilary Geddes Quartet – Redleaf
    21. Mai 2026
    Die australische Gitarristin Hilary Geddes ist eine extrem variable Vertreterin ihres Instruments. So ist sie zum Beispiel sowohl in der Band Disruption von Earshift-Boss Jeremy Rose als auch in der Rockband The Buoys zu hören. In ihrem Quartett gehört quasi das Trio des Pianisten Matthew Harris zur Band. „Redleaf“ ist bereits das zweite Album des […]
  • Südtirol: Jazzfestival Alto Adige
    19. Mai 2026
    Das Südtirol Jazzfestival Alto Adige findet 2026 vom 26. Juni bis 5. Juli statt.
  • USA: Doris Duke Artist Awards
    19. Mai 2026
    Tomeka Reid, Val-Inc und Makaya McCraven werden 2026 mit den „Doris Duke Artist Awards“ ausgezeichnet.
  • Augsburg: Jazzsommer 2026
    19. Mai 2026
    Vom 8. Juli bis 12. August findet zum 34. Mal der Jazzsommer Augsburg statt.
  • NRW: Münsterland Festival meets BurgJazz
    19. Mai 2026
    Vom 18. bis 21. Juni findet auf Burg Vischering bei Lüdinghausen Münsterland Festival meets BurgJazz.
  • Karlsruhe: Zeltival
    19. Mai 2026
    Vom 26. Juni bis 9. August steigt die nächste Ausgabe des Zeltivals in Karlsruhe.
  • Jazz und Anderes im Radio
    18. Mai 2026
    Features und Konzertmitschnitte aus Jazz, World Music, Neuer Musik u.a.

Allgemeines zum Thema Jazz

Die Entstehungsgeschichte des Jazz geht bis ins Jahr 1917 zurück. Dieser Musikstil ist dem Blues und der Musik der farbigen Sklavenarbeiter entlehnt. Folgende charakteristische Merkmale zeichnen sich ab:

  1. Die Persönlichkeit des Musikers steht im Vordergrund; der Interpret äußert mittels Stimme oder Instrument das, was er selbst erlebte und erfuhr.
  2. Die Improvisation, entweder frei oder nach musikalischer Vorgabe, und entweder von einem oder mehreren Instrumenten, quasi kollegial, ausgeführt, wird als Ausdrucksmittel verwendet.
  3. Die spontanen, unvermittelten, gefühlsgeladenen Interaktionen sorgen für einen spannenden, abwechlungs- und erlebnisreichen musikalischen Verlauf der Session.
  4. Die faszinierende Einmaligkeit der jeweiligen musikalischen Darbietung ist ein einzigartiges, in dieser speziellen Form nicht wieder zu erlangendes musikalisches Ereignis.
  5. Die Rhythmik ist der zentrale Aspekt, dem eine besondere Ausdruckskraft innewohnt. Der Pulsschlag der ehemals in Gefangenschaft geratenen Sklaven tritt hervor, der nunmehr frei zur Entfaltung gebracht wird.
  6. Der raue Stimmklang der Sänger bzw. der gefühlsgeladene Schrei nach Gerechtigkeit, nach der die Seele lechzt, tritt hervor.
  7. Die Tongebung orientiert sich am offenen Vokal.

Der Jazz eröffnete ganz neue, allumfassende Möglichkeiten, sämtliche Musiksparten betreffend. Die Verschmelzung von afroamerikanischen Elementen der Volksmusik, wie z.B. gefühlsgeladene Rhythmik, freie Improvisation, offene Tongebung (siehe Negro Spiritual, Worksong, Blues) mit europäischen Bestandteilen, wie z.B. Tonsystem, Melodik, Harmonik, Formsatz, Instrumentierung (siehe Tanz- Marsch- Unterhaltungs- und Popularmusik) sind der Grund dafür, dass heutzutage  Musikformen integriert wurden, die nahezu ganz von der traditionellen afroamerikanischen Ursprünglichkeit losgelöst sind. Die Entwicklung des Jazz vollzog sich summa summarum wie folgt: New Orleans Jazz (ab 1905), Dixieland Jazz (ab 1910), Chicago Jazz (ab 1919), Swing (ab 1926), eine der populärsten Stilrichtungen der Jazzgeschichte, nebenbei bemerkt, sowie Bebop (ab 1940), Latin Jazz (ab 1947), Cool Jazz (ab 1948), Hard Bop (ab 1955), Free Jazz (ab 1958), Jazz Fusion (ab 1968) und viele weitere, die ihre Weiterführung im zeitgenössischen Stil fanden.